Die Modernisierung des denkmalgeschützten Palmhauses in Posen, ein Schlüsselprojekt der kulturellen Stadtentwicklung, ist ins Stocken geraten. Oberbürgermeister Jacek Jaśkowiak hat die Ausschreibung zur Auswahl eines Auftragnehmers wegen eines schwerwiegenden fachlichen Fehlers im Kostenvoranschlag eines Angebots annulliert, was eine seriöse Bewertung unmöglich machte. Die Stadt muss nun eine neue Ausschreibung durchführen, was den für 2030 geplanten Abschluss der rund 60 Millionen Złoty teuren Revitalisierung des einzigartigen, denkmalgeschützten Gewächshauskomplexes verzögern wird.
Annullierung der Ausschreibung
Der Posener Oberbürgermeister Jacek Jaśkowiak hat die Entscheidung getroffen, das Vergabeverfahren für die umfassende Modernisierung des Palmhauses zu annullieren. Unmittelbarer Grund war ein schwerwiegender fachlicher Fehler im Kostenvoranschlag eines Angebots, der nach Ansicht der Beamten einen fairen Vergleich mit anderen Vorschlägen ausschloss.
Finanzielles Risiko für die Stadt
Die Entscheidung zur Annullierung zielte auf den Schutz öffentlicher Mittel ab. Laut Mitteilung der Stadtverwaltung hätte die Beibehaltung des fehlerhaften Angebots im Verfahren die Stadt zukünftigen finanziellen Forderungen des Auftragnehmers aussetzen können, einschließlich der Notwendigkeit zur Zahlung zusätzlicher Mittel während der Vertragsdurchführung.
Verzögerung der Investition
Die Annullierung der Ausschreibung bedeutet, dass die Stadt den gesamten Prozess neu beginnen muss: ein neues Verfahren vorbereiten und ausschreiben und anschließend die eingereichten Angebote analysieren. Dies wird unweigerlich sowohl den Start der Arbeiten als auch deren geplante Fertigstellung, die ursprünglich für das Jahr 2030 vorgesehen war, verschieben. Der neue Zeitplan ist noch nicht bekannt.
Umfang und Wert der Arbeiten
Die geplante Modernisierung mit einem geschätzten Wert von etwa 58,5 Millionen Złoty soll die umfassende Revitalisierung der denkmalgeschützten Gewächshäuser, den Bau eines modernen Eingangsgebäudes mit vollständiger Infrastruktur sowie die Schaffung neuer Bildungsräume umfassen. Ziel ist die Sicherung der Konstruktion und der Pflanzensammlung sowie die Anpassung der Einrichtung an moderne Standards.
Die Stadtverwaltung von Posen hat eine Entscheidung getroffen, die eine erhebliche Verzögerung bei einem der wichtigsten städtischen Kulturinvestitionsprojekte bedeutet. Oberbürgermeister Jacek Jaśkowiak hat die Ausschreibung für die umfassende Modernisierung des denkmalgeschützten Palmhauses im Wilson-Park annulliert. Unmittelbarer Grund für diese Entscheidung war ein schwerwiegender fachlicher Fehler, der im Kostenvoranschlag eines Angebots eines potenziellen Auftragnehmers entdeckt wurde. Die Beamten kamen zu dem Schluss, dass dieser Fehler eine seriöse Überprüfung und einen Vergleich dieses Angebots mit den anderen unmöglich macht, was gegen die Grundsätze der Transparenz im Vergabeverfahren verstößt. Wie Vertreter der Stadtverwaltung erläutern, hätte die Beibehaltung des fehlerhaften Angebots im Vergabeverfahren Posen einem erheblichen finanziellen Risiko für die Zukunft aussetzen können. Es bestand die reale Gefahr, dass der Auftragnehmer während der Vertragsdurchführung unter Berufung auf Fehler in der Dokumentation die Zahlung zusätzlicher Mittel von der Stadt hätte verlangen können. Die Entscheidung zur Annullierung des gesamten Verfahrens wurde daher zum Schutz öffentlicher Mittel und zur Gewährleistung vollständiger Transparenz des Prozesses getroffen. Das Posener Palmhaus ist die größte Einrichtung dieser Art in Polen und eines der ältesten in Europa. Seine Geschichte reicht bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurück, und der heutige Komplex aus zehn denkmalgeschützten Gewächshauspavillons, die einzigartige Pflanzensammlungen aus verschiedenen Klimazonen beherbergen, entstand in den 1920er und 1930er Jahren. Das im Denkmalregister eingetragene Objekt ist eine der bekanntesten Visitenkarten der Stadt. Die geplante Investition mit einem geschätzten Wert von fast 60 Millionen Złoty sollte diesen ikonischen Ort grundlegend verändern. Der Arbeitsumfang umfasst die umfassende Modernisierung der denkmalgeschützten Gewächshäuser, den Bau eines modernen Eingangsgebäudes mit vollständiger Besucherinfrastruktur sowie die Schaffung neuer Bildungsräume. Hauptziel ist nicht nur die Sicherung der historischen Konstruktion und der wertvollen Pflanzensammlung, sondern auch die Anpassung der Einrichtung an moderne Standards für Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Ausstellungsgestaltung. Der ursprüngliche Fertigstellungstermin für alle Arbeiten war das Jahr 2030. Nach der Annullierung der Ausschreibung muss die Stadtverwaltung nun den Prozess von Neuem beginnen. Das bedeutet die Notwendigkeit, ein neues Vergabeverfahren vorzubereiten und auszuschreiben, gefolgt von einer Frist für Angebotseinreichung und deren detaillierter Bewertung. Der neue, aktualisierte Zeitplan für die Arbeiten ist noch nicht bekannt, was unweigerlich sowohl den Start- als auch den Fertigstellungstermin des Projekts verschiebt. Für die Einwohner von Posen und die Liebhaber des Palmhauses bedeutet dies somit ein weiteres Warten auf die grundlegende Transformation dieses Ortes.
Mentioned People
- Jacek Jaśkowiak — Oberbürgermeister der Stadt Posen, der die Entscheidung zur Annullierung der Ausschreibung traf.