Die Situation rund um das iranische Atomprogramm hat einen kritischen Punkt erreicht. Vermittler aus Oman verkündeten einen historischen Durchbruch: Teheran soll sich bereit erklärt haben, die Lagerung und Demontage von Vorräten angereicherten Urans einzustellen. Trotzdem äußert Präsident Donald Trump tiefe Unzufriedenheit mit dem Verlauf der Gespräche und schließt eine militärische Lösung nicht aus. Die Atmosphäre wird durch Bewegungen der US-Flotte und die Evakuierung von Diplomatenfamilien aus Israel verschärft, was die Kraftstoffmärkte als Signal für einen möglichen Angriff werten.
Nukleare Zugeständnisse des Irans
Teheran erklärte sich bereit, Vorräte an angereichertem Uran zu demontieren, was ein Durchbruch in den seit Monaten andauernden diplomatischen Gesprächen sein könnte.
Skeptizismus von Donald Trump
Der US-Präsident kritisiert die Fortschritte in den Verhandlungen offen, beschuldigt den Iran der Unehrlichkeit und schließt den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus.
Mobilisierung der Seestreitkräfte
Bewegungen amerikanischer Flugzeugträger und die Evakuierung von Diplomatenfamilien aus Israel deuten auf Vorbereitungen für einen möglichen militärischen Gegenschlag hin.
Reaktion der Kraftstoffmärkte
Die geopolitischen Spannungen treiben die Ölpreise in die Höhe; Analysten von Barclays warnen vor einem Anstieg der Brent-Notierungen auf 80 Dollar pro Barrel.
Die Spannungen in den Beziehungen zwischen Washington und Teheran haben in den letzten Stunden ein seit Jahren nicht erreichtes Niveau erreicht. Der Hauptvermittler in dem Streit, der Außenminister Omans, gab überraschend bekannt, dass Iran einer zentralen Forderung des Westens zugestimmt habe und sich nicht nur bereit erklärt habe, die Anreicherung einzustellen, sondern auch die bisherigen Vorräte an angereichertem Uran zu demontieren. Nach Ansicht der omanischen Seite ist dies ein Beweis dafür, dass „der Frieden zum Greifen nah ist”. Diese Informationen lösten eine Welle des Optimismus in einigen europäischen Hauptstädten aus, doch das Weiße Haus dämpft die Stimmung. Präsident Donald Trump erklärte öffentlich, dass er mit der Haltung des Irans nicht zufrieden sei, und beschuldigte ihn, konkrete Erklärungen zu vermeiden und Methoden anzuwenden, die als „Geiseldiplomatie” bezeichnet werden. Der amerikanische Führer betonte, dass er zwar einen Krieg vermeiden wolle, der Einsatz von Gewalt manchmal aber eine Notwendigkeit werde, was als direkte Drohung mit einem Angriff auf Nuklearanlagen in Isfahan und Natanz interpretiert wird. Die Situation hat eine militärische und logistische Dimension, die über die bloße Rhetorik hinausgeht. Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford ist auf dem Weg in den Nahen Osten, und die US-Regierung hat die freiwillige Evakuierung von Familienangehörigen von Botschaftsmitarbeitern in Israel genehmigt. Gleichzeitig hat die Internationale Atomenergiebehörde ihre Appelle erneuert, Inspektoren Zugang zu iranischen Anlagen zu gewähren, und verwies auf besorgniserregende Daten aus der Analyse von Satellitenbildern. Die Finanzmärkte reagieren heftig auf Berichte über eine mögliche Eskalation – Analysten von Barclays sagen voraus, dass der Preis für Brent-Rohöl bald die Marke von 80 Dollar pro Barrel durchbrechen könnte. Investoren auf dem Ölmarkt setzen auf die optimistischsten Szenarien seit fast zwei Jahren, da sie befürchten, dass ein möglicher bewaffneter Konflikt wichtige Transportwege in der Straße von Hormus blockieren und die Weltwirtschaft destabilisieren könnte. Seit 1979, als die islamische Revolution im Iran zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu den USA führte, befinden sich diese Staaten in einem permanenten Krisenzustand, der nur durch kurze Entspannungsphasen unterbrochen wird, wie während der Verhandlungen über das Atomabkommen JCPOA im Jahr 2015. Trotz der Erklärungen über nukleare Zugeständnisse bleibt die amerikanische Seite hinsichtlich der Absichten Teherans skeptisch. Donald Trump, der auf fast fünf Jahrzehnte der Spannungen anspielte, betonte: „Wir spielen seit 47 Jahren mit ihnen”, was darauf hindeutet, dass die derzeitige Regierung eine endgültige und definitive Lösung der iranischen Frage anstrebt. Vizepräsident JD Vance, der mit dem Außenminister Omans gesprochen hat, bleibt ebenfalls vorsichtig und legt Wert auf eine vollständige Überprüfung einer möglichen Demontage der Anlagen. In Washington tobt eine Debatte zwischen Befürwortern von „chirurgischen Schlägen” und Diplomaten, die glauben, dass wirtschaftliche Sanktionen und das neue Angebot des Irans ausreichen, um einen großen regionalen Krieg zu vermeiden. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die omanische Vermittlung eine dauerhafte Grundlage für einen neuen Vertrag bildet oder nur eine kurze Unterbrechung vor einer US-Militäroperation darstellt. „I'm not happy with the negotiations. Iran must know that force is an option, though I would prefer not to use it.” (Ich bin mit den Verhandlungen nicht zufrieden. Der Iran muss wissen, dass Gewalt eine Option ist, obwohl ich es vorziehen würde, sie nicht einzusetzen.) — Donald Trump
Perspektywy mediów: Medien betonen den diplomatischen Erfolg Omans und die Flexibilität des Irans und deuten an, dass Trump die Spannungen trotz Friedenschancen bewusst eskalieren lässt. Kommentatoren weisen auf die jahrelangen Täuschungen des Irans hin und behaupten, dass nur die reale Gewaltandrohung Trumps die Ajatollahs zu Zugeständnissen gezwungen habe.
Mentioned People
- Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, der Unzufriedenheit mit den Fortschritten in den Gesprächen mit dem Iran äußert.
- JD Vance — Vizepräsident der USA, Teilnehmer an Gesprächen mit dem Vermittler aus Oman.