Der Aufsichtsrat des Kupfergiganten KGHM Polska Miedź S.A. ernannte offiziell Remigiusz Paszkiewicz zum Präsidenten des Vorstands und beendete damit die Vakanz im Unternehmen. Gleichzeitig brach in der Sportwelt ein Streit um den Bau einer modernen Rodelbahn für 120 Mio. Złoty aus. Das Sportministerium drängt auf die Investition, während Adam Małysz den Sinn des weiteren Bestehens der Strukturen des Polnischen Skiverbands in der derzeitigen Form in Frage stellt.
Stabilisierung der Führung bei KGHM
Remigiusz Paszkiewicz übernahm die Leitung des Kupfergiganten nach einer Zeit kommissarischer Amtsführung.
Streit um den Sporthaushalt
Die Investition in eine Rodelbahn für 120 Mio. Złoty spaltete die Sportgemeinschaft und löste Kritik von Experten aus.
Schatten des Rücktritts von Małysz
Adam Małysz schlug Rücktritt von der Funktion des Präsidenten PZN aufgrund des Mangels an systemischen Veränderungen im Sport vor.
Boykott russischer Sportler
Weitere Länder schließen sich dem Boykott von Sportzeremonien als Geste der Solidarität mit der angegriffenen Ukraine an.
Der Aufsichtsrat von KGHM Polska Miedź S.A. hat das Rekrutierungsverfahren abgeschlossen, wodurch Remigiusz Paszkiewicz Präsident des Unternehmens der XII. Amtszeit wurde. Paszkiewicz, der seit Januar als kommissarischer Leiter des Konzerns fungierte, setzte sich gegen mehr als ein Dutzend Mitbewerber durch. Der neue Präsident ist ein erfahrener Manager, bekannt für die Leitung von Unternehmen wie PKP Polskie Linie Kolejowe oder ANWIL S.A.. Die Entscheidung fiel mit Mehrheit, war jedoch nicht einstimmig. Das Unternehmen steht derzeit vor operativen Herausforderungen, unter anderem aufgrund von Rohstoffpreisschwankungen und der Notwendigkeit, ehrgeizige Investitionen mit Unterstützung von Anleihen umzusetzen, die auf dem Catalyst-Markt emittiert wurden. KGHM Polska Miedź S.A., gegründet 1961, ist einer der weltweit führenden Produzenten von Kupfer und Silber und spielt eine Schlüsselrolle im polnischen Bergbau- und Energiesektor. Gleichzeitig gab es im Sportsektor wichtige Ankündigungen. Das Sportministerium kündigte den Bau einer modernen Rodel- und Bobbahn an, deren Kosten etwa 120 Mio. Złoty betragen sollen. Obwohl der Minister betonte, dass dieser Betrag nur einen Bruchteil der ursprünglich geschätzten Kosten ausmacht, löste die Investition Kontroversen aus. Zbigniew Boniek äußerte Empörung über die Verwendung öffentlicher Gelder für ein solches Nischenobjekt. Zur gleichen Zeit schlug Adam Małysz, Präsident des Polnischen Skiverbands, die Möglichkeit seines Rücktritts vor und kritisierte das Fehlen von Entwicklungsperspektiven für die Infrastruktur und Trainingsprobleme. 120 mln zł — geplante Kosten für den Bau einer Bobbahn Auf internationaler Ebene wachsen die Spannungen im Zusammenhang mit bevorstehenden Sportwettkämpfen. Die Länder der antirussischen Koalition kündigen zunehmend lauter einen Boykott der Eröffnungszeremonien von Veranstaltungen an, bei denen Sportler aus Russland und Belarus zugelassen sind. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) rief dazu auf, Sport nicht zu politisieren, doch die Ukraine und weitere Länder halten an ihrer harten Haltung fest und weigern sich, an offiziellen Zeremonien neben Vertretern der Aggressorstaaten teilzunehmen. „Muszę się głęboko zastanowić, czy jest sens dalej w to brnąć.” (Ich muss mir ernsthaft überlegen, ob es Sinn macht, darin weiterzumachen.) — Adam Małysz „Russi e bielorussi come tutti gli altri, non politicizziamo.” (Russen und Weißrussen wie alle anderen, politisieren wir nicht.) — IPC
Mentioned People
- Remigiusz Paszkiewicz — Neu ernannter Vorstandsvorsitzender von KGHM Polska Miedź S.A.
- Adam Małysz — Legendärer Skispringer, derzeitiger Präsident des Polnischen Skiverbands.
- Zbigniew Boniek — Ehemaliger Fußballspieler und Präsident des PZPN, kritisierte die Ausgaben für die Rodelbahn.