Die Regierung von Premierminister Mark Carney hat eine neue Strategie für den Verteidigungssektor angekündigt, die die Struktur der kanadischen Militärausgaben drastisch verändern soll. Ottawa plant, dass innerhalb eines Jahrzehnts bis zu 70 Prozent der Armeeaufträge an inländische Unternehmen gehen. Dieses Programm ist eine direkte Reaktion auf Spannungen in den Beziehungen zur Regierung von Donald Trump und zielt darauf ab, das Land von US-Waffenlieferanten unabhängig zu machen.

Ziel: 70 Prozent für Kanada

Die Regierung plant, dass innerhalb von 10 Jahren sieben von zehn für Rüstung ausgegebenen Dollar an einheimische Firmen statt an Auftragnehmer aus den USA fließen.

Impuls für den Arbeitsmarkt

Die neue Strategie soll zur Schaffung von 125.000 Arbeitsplätzen und einer Verdreifachung der Einnahmen des kanadischen Verteidigungssektors führen.

Unterstützung für kleine Unternehmen

Aus dem Verteidigungshaushalt in Höhe von 81,8 Milliarden CAD werden 6,6 Milliarden kleinen und mittleren innovativen Unternehmen gewidmet.

Kanadas neue industriell-verteidigungspolitische Strategie ist ein ehrgeiziger Plan zur wirtschaftlichen und militärischen Transformation. Derzeit wird der Markt von ausländischen Akteuren dominiert – von jedem Dollar, den Ottawa für Verteidigung ausgibt, fließen 75 Cent an Firmen in den USA. Die Regierung von Mark Carney beabsichtigt, diesen Trend umzukehren, indem kanadische Hersteller zur „ersten Wahl“ für die Streitkräfte gemacht werden. Der Plan sieht vor, dass der Anteil inländischer Firmen an den Aufträgen innerhalb der nächsten 10 Jahre auf 70 Prozent steigt, was 125.000 neue Arbeitsplätze schaffen und Milliarden Dollar an zusätzlichen Einnahmen generieren soll. Die Verteidigungsbeziehungen zwischen Kanada und den USA basierten jahrzehntelang auf enger Zusammenarbeit im Rahmen von NORAD und NATO, doch die protektionistische Handelspolitik Washingtons veranlasst Ottawa, diese Verbindungen zu überdenken.Die Umsetzung der Strategie ist mit einem gigantischen Ausgabenanstieg verbunden. Aus dem geplanten Verteidigungshaushalt in Höhe von 81,8 Milliarden kanadischen Dollar werden etwa 6,6 Milliarden direkt an kleine und mittlere Unternehmen fließen, die auf Militärtechnologien spezialisiert sind. Die Strategie beschränkt sich nicht nur auf die Produktion von Ausrüstung, sondern umfasst auch die Entwicklung des Sektors für künstliche Intelligenz sowie Cloud-Datenverarbeitungsdienste. Gleichzeitig plant Kanada, Partnerschaften mit Europa durch Beteiligung am EU-Programm SAFE zu vertiefen und seine Präsenz in der indo-pazifischen Region zu stärken. „Sich bei der Verteidigung von den USA abhängig zu machen, ist nicht sehr klug. Kanada muss in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen.” — Mark Carney Inländische Medien betonen, dass die neue Doktrin „Buy Canada“ innerhalb eines Jahrzehnts Investitionen von über 500 Milliarden kanadischen Dollar freisetzen soll. Es ist auch ein Signal an das Pentagon und US-Konzerne wie Lockheed Martin oder Boeing, dass ihre bisherige Dominanz auf dem kanadischen Markt zu Ende geht. Premierminister Carney wies auf die Notwendigkeit hin, technologische Souveränität aufzubauen, die das Land gegen politische Veränderungen beim südlichen Nachbarn immunisiert. Experten stellen fest, dass ein Ausbau des Exportpotenzials um 50 Prozent Kanada zu einem bedeutenden Akteur auf dem globalen Rüstungsmarkt machen könnte. Ziele der neuen kanadischen Verteidigungsstrategie: Anteil inländischer Firmen an Aufträgen: ca. 25% → 70%; Militärausgaben, die in die USA fließen: 75 Cent von jedem Dollar → Erhebliche Reduzierung; Neue Arbeitsplätze: Aktueller Stand → 125.000 Betonung der kanadischen Souveränität und der Notwendigkeit, sich vor der Unberechenbarkeit Trumps zu schützen, sowie Impuls für lokale Wirtschaft und KI-Technologien. | Kann auf das Risiko steigender Rüstungskosten bei Verzicht auf kostengünstigere Massenproduktion in den USA und mögliche Abkühlung der Beziehungen zum wichtigsten Verbündeten hinweisen.

Mentioned People

  • Mark Carney — Premierminister Kanadas, Autor der neuen auf industrielle Souveränität ausgerichteten Verteidigungsstrategie.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Handelspolitik ein Impuls für die Unabhängigkeit Kanadas wurde.