In Polen hat die entscheidende Phase der Steuererklärungen für das Jahr 2025 sowie die Aufrufe zu strategischen Sozialprogrammen begonnen. Steuerzahler können bereits den Dienst Dein e-PIT nutzen, und Menschen mit Behinderungen erhalten Zugang zu Kostenerstattungen für Energie sowie Zuschüssen vom PFRON im Rahmen der Initiative „Aktive Selbstverwaltung“. Gleichzeitig kämpfen Eltern um eine Anpassung der Grenzwerte für die Familienförderung, und Lehrer haben die letzten Tage für Konsultationen zu neuen Bildungsstandards.
Beginn der PIT-Steuererklärungen
Ab 15. Februar ist der Dienst Dein e-PIT verfügbar. Steuerzahler können Freibeträge absetzen: für Familien, Rehabilitation und für Internet (bis zu 760 Złoty oder 1.520 Złoty für Ehepaare).
Unterstützung für Menschen mit Behinderungen
Der Aufruf für einen 600-Złoty-Zuschuss zu Energiekosten für zu Hause behandelte Personen hat begonnen. Ab 1. März nimmt der PFRON Anträge auf Studienförderung im Programm Aktive Selbstverwaltung entgegen.
Konsultationen für Lehrer
Nur bis 27. Februar können Anmerkungen zu Standards für die Lehrerausbildung eingereicht werden. Der Entwurf sieht eine Vereinheitlichung der Programme und eine Begrenzung der Fernbildung vor.
Förderungen für Ökologie in Pruszków
Bewohner von Pruszków können ab 23. Februar Anträge auf 15.000 Złoty für den Austausch von Kohleöfen und den Anschluss an das Fernwärmenetz stellen.
Ab 15. Februar 2026 können polnische Steuerzahler ihre jährlichen PIT-Erklärungen für das Jahr 2025 einreichen. Das Finanzministerium hat fertige Erklärungen im Dienst Dein e-PIT und in der App e-Steueramt bereitgestellt. Dein e-PIT ermöglicht eine schnelle Rückerstattung von Überzahlungen, die durchschnittlich 1.800 Złoty beträgt. Die ZUS hat bereits den Versand von über 10 Millionen Formularen PIT-40A, PIT-11A und PIT-11 an Rentner und Pensionisten abgeschlossen. Senioren, die PIT-40A erhalten haben, müssen keine Maßnahmen ergreifen, es sei denn, sie möchten 1,5 % der Steuer an gemeinnützige Organisationen spenden – dafür haben sie Zeit bis zum 30. April. Parallel wurden wichtige finanzielle Unterstützungsprogramme gestartet. Menschen mit Behinderungen, die medizinische Geräte mit Stromversorgung nutzen, können sich um eine Stromkostenzuschuss von bis zu 100 Złoty monatlich (insgesamt 600 Złoty) bewerben. Anträge nimmt der PFRON im Programm „Aktive Selbstverwaltung“ entgegen. Ab 1. März 2026 startet auch die Antragsfrist für Zuschüsse zu Studien und den Kauf von Rehabilitationsgeräten für Studierende mit Behinderungsbescheinigung. Experten erinnern an die Möglichkeiten des Rehabilitationsfreibetrags, der Ausgaben für Medikamente und Geräte absetzbar macht, sofern sie durch die Empfehlung eines Facharztes belegt sind. Das System der Steuerfreibeträge in Polen durchlief im Rahmen des sogenannten Polnischen Pakts im Jahr 2022 eine bedeutende Reform, die den steuerfreien Betrag auf 30.000 Złoty anhob und die Abzugsregeln für Millionen Bürger änderte. Im Bereich der Familienpolitik wächst die Diskussion um den Kinderfreibetrag. Beim Bürgerbeauftragten ist eine Beschwerde eingegangen, die das seit 2013 eingefrorene Einkommenslimit (112.000 Złoty) betrifft, was angesichts des dynamischen Anstiegs des Mindestlohns immer mehr Eltern von der Unterstützung ausschließt. Eltern von Kindern im Alter von 12 bis 35 Monaten können weiterhin am Programm „Aktive Eltern bei der Arbeit“ teilnehmen und erhalten 1.500 Złoty monatlich. Wichtige Veränderungen stehen auch im Bildungswesen an – bis zum 27. Februar laufen öffentliche Konsultationen zu neuen Standards für die Lehrerausbildung, die unter anderem Grenzwerte für Fernunterricht einführen sollen. „Man sollte in den ausgefüllten e-PIT schauen, denn dort könnten uns zustehende Freibeträge fehlen, die die Steuer real senken.” — Grzegorz Ziółkowski
Mentioned People
- Grzegorz Ziółkowski — Steuerexperte des Portals infor.pl