Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni betonte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass politische Stabilität entscheidend für die Entwicklung des Landes sei, und wies darauf hin, dass Italien historisch einen hohen Preis für häufige Regierungswechsel gezahlt habe. Die Regierungschefin kündigte das Ende der staatlichen Rolle bei der Bank Monte dei Paschi di Siena an und kritisierte die Zollpolitik von Donald Trump als potenziellen Fehler, der amerikanische Verbraucher treffen könnte. Gleichzeitig verzeichnete die italienische Börse in Mailand im Februar deutliche Gewinne.
Ende der Verstaatlichung von MPS
Die italienische Regierung beendet offiziell ihre Rolle in den Strukturen der ältesten Bank der Welt Monte dei Paschi di Siena.
Kritik an US-Zollpolitik
Meloni warnt, dass der Handelsprotektionismus von Donald Trump sich negativ auf die amerikanische und globale Wirtschaft auswirken wird.
Starker Februar an der italienischen Börse
Der Aktienindex der Mailänder Börse schloss den Februar mit einem Wachstum von 3,7 Prozent und übertraf damit die Wall Street.
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni hat eine Reihe wichtiger wirtschaftlicher und politischer Erklärungen abgegeben, die die Entwicklungsrichtung des Landes in den kommenden Jahren definieren sollen. In einem ausführlichen Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg konzentrierte sich die Regierungschefin auf die Frage der politischen Stabilität und argumentierte, dass die derzeitige innenpolitische Lage Italiens zu einem Vorteil auf der internationalen Bühne werde. Laut Meloni habe Italien jahrzehntelang den Anschluss an die wirtschaftlichen Spitzenreiter gerade wegen mangelnder Regierungskontinuität verloren, was nun erfolgreich behoben werden könne. Italien hatte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs über 60 Regierungen, was seine politische Landschaft vor den Reformen der aktuellen Koalition zu einer der instabilsten in Westeuropa machte.Ein zentraler Punkt des Wirtschaftsprogramms ist die Entscheidung zum Bankensektor. Meloni kündigte an, dass die Rolle der Regierung bei der Institution MPS endgültig beendet sei. Der Privatisierungsprozess der ältesten Bank der Welt soll ein Signal für die Finanzmärkte sein, dass sich der Staat aus der direkten Kontrolle über den kommerziellen Sektor zurückzieht. Diese Information löste eine sofortige Reaktion an der Mailänder Börse aus, wo die Aktienkurse der Bank trotz einer insgesamt positiven Monatsbilanz für den Mailänder Parkett mit einem Wachstum von 3,7 % fielen. „L'Italia ha pagato per i governi instabili. La stabilità fa la differenza.” (Italien hat für instabile Regierungen bezahlt. Stabilität macht den Unterschied.) — Italiens Premierministerin Giorgia MeloniIm internationalen Kontext bezog sich Premierministerin Meloni auf die Handelspolitik der USA. Sie bezeichnete die von Donald Trump vorgeschlagenen Zölle als Fehler, der letztlich den Amerikanern selbst durch steigende Warenpreise schaden könnte. Sie betonte auch, dass die Senkung der Energiekosten oberste Priorität ihrer Regierung bleibe. Parallel dazu findet im Land eine von der Firma Coop Italia und der Cecchettin-Stiftung unterstützte gesellschaftliche Debatte über den Kampf gegen das Patriarchat und geschlechtsspezifische Gewalt statt, was die breite Palette der Herausforderungen zeigt, vor denen Rom steht.
Mentioned People
- Giorgia Meloni — Italiens Premierministerin, die seit 2022 die Regierungskoalition anführt.
- Donald Trump — US-Präsident, dessen Handelspolitik Gegenstand der Kritik der italienischen Regierung ist.
- Massimiliano Allegri — Trainer des Fußballvereins AC Mailand, der sich zur entscheidenden Phase der Saison äußerte.