Der Vatikan hat einen intensiven Reisekalender von Papst Leo XIV. für die erste Hälfte des Jahres 2026 bekannt gegeben. Der Heilige Vater wird Monaco, Spanien sowie Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea besuchen. Gleichzeitig riet der Papst bei einem Treffen mit dem römischen Klerus Priestern entschieden davon ab, künstliche Intelligenz zum Schreiben von Predigten zu nutzen, und betonte die Notwendigkeit eines persönlichen Glaubenszeugnisses.
Historischer Besuch in Monaco
Der Papst besucht das Fürstentum am 28. März als erster Nachfolger des heiligen Petrus seit der Zeit von Paul III. im 16. Jahrhundert.
Durchbruchstournee durch Afrika
Im April wird Leo XIV. in vier Länder reisen, darunter Algerien, was der erste Papstbesuch in diesem Land sein wird.
Warnung vor künstlicher Intelligenz
Der Heilige Vater hat Priestern verboten, Predigten mit ChatGPT zu schreiben, und setzt auf Authentizität und persönliches Zeugnis.
Der Vatikan hat einen ehrgeizigen Plan für die apostolischen Auslandsreisen von Papst Leo XIV. vorgelegt, der 2026 seine Präsenz auf der internationalen Bühne intensivieren möchte. Die Reiseserie beginnt mit einem historischen, eintägigen Besuch in Monaco, der für den 28. März geplant ist. Dies ist ein beispielloses Ereignis, da seit fast 500 Jahren kein amtierender Papst in diesem Fürstentum zu Gast war. Der letzte Bischof von Rom, der sich in dieser Region aufhielt, war Paul III. im Jahr 1538. Der Besuch ist eine Antwort auf die Einladung von Fürst Albert II. und soll die besonderen Beziehungen zum Heiligen Stuhl in einem Land unterstreichen, in dem der Katholizismus den Status einer Staatsreligion behält. Die Institution der apostolischen Reisen in ihrer modernen Form entstand während des Pontifikats von Paul VI., der 1964 als erster Papst seit Jahrhunderten Italien verließ und ins Heilige Land reiste. Ein weiterer zentraler Programmpunkt wird die zehntägige Reise nach Afrika sein, die zwischen dem 13. und 23. April stattfinden wird. Leo XIV. wird Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea besuchen. Besonderes Gewicht wird dem Besuch in Algerien, der Heimat des heiligen Augustinus, des Schutzpatrons des Ordens, aus dem der derzeitige Pontifex stammt, beigemessen. Es wird der erste Besuch eines Oberhaupts der katholischen Kirche in diesem muslimischen Land in der Geschichte sein. Im Juni wird der Papst nach Spanien reisen, wo er unter anderem den neuen Turm der Sagrada-Familia-Basilika in Barcelona feierlich einweihen wird. Parallel zu den diplomatischen Plänen setzt der Papst seine innere Lehre fort. Bei einem kürzlichen Treffen mit Priestern der Diözese Rom warnte Leo XIV. vor der „Versuchung, Predigten mit Hilfe künstlicher Intelligenz vorzubereiten”. Er verglich das Gehirn mit Muskeln, die ungenutzt schwächer werden, und betonte, dass eine Maschine nicht in der Lage sei, lebendigen Glauben oder persönliche spirituelle Erfahrung zu teilen. „Il cervello deve essere usato, proprio come i muscoli. L'omelia è condivisione della fede, e l'intelligenza artificiale non sarà mai in grado di condividere la fede.” (Das Gehirn muss genutzt werden, genau wie die Muskeln. Die Predigt ist das Teilen des Glaubens, und künstliche Intelligenz wird niemals in der Lage sein, den Glauben zu teilen.) — Leo XIV. Der Besuch im spanischen Archipel der Kanarischen Inseln soll wiederum die Aufmerksamkeit der Welt auf das Problem der Migration lenken, was in die programmatische Linie des Pontifikats passt, die sich auf die Peripherien konzentriert. Der Papst rief auch zur Solidarität mit älteren Priestern auf und appellierte an die jüngeren Generationen, ihnen in Krankheit und Einsamkeit beizustehen. Die Gesamtheit der angekündigten Maßnahmen deutet auf den dynamischen Charakter des Pontifikats des ersten aus den USA stammenden Papstes hin, der nach Abschluss des Heiligen Jahres 2025 persönlich zu Gläubigen auf verschiedenen Kontinenten gelangen möchte.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die päpstlichen Warnungen vor der extremen Rechten in Spanien und seine Konzentration auf die Migrationsproblematik auf den Kanarischen Inseln. Konservative Medien heben die Bedeutung traditioneller Werte, die Verteidigung des Predigthandwerks vor KI sowie die historische Dimension der Besuche in katholischen Staaten hervor.
Mentioned People
- Leon XIV — Der derzeitige Papst, in den USA als Robert Prevost geboren, Mitglied des Augustinerordens.
- Albert II Grimaldi — Der Fürst von Monaco, der den Papst eingeladen hat, das Fürstentum zu besuchen.
- Matteo Bruni — Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls.
- Daniele Canali — Pfarrer der römischen Pfarrei Christi Himmelfahrt im Stadtviertel Quatricciolo.