Ilia Malinin, der amerikanische Star im Eiskunstlauf, kehrte während der Galavorstellung der Olympischen Winterspiele 2026 aufs Eis zurück. Nach seinem enttäuschenden Einzelauftritt, der für ihn ohne Podestplatz endete, präsentierte der Athlet ein Programm zum Lied „Fear“. Der Auftritt wurde zu einem Manifest gegen den psychischen Druck und den Hass im Internet, mit dem heutige Sportler konfrontiert sind, und löste stehende Ovationen in der Mailänder Arena Cortina aus.

Manifest gegen Hass

Ilia Malinin nutzte seinen Galavorstellung, um auf das Problem von Hass und Drohungen gegen Sportler aufmerksam zu machen.

Auftritt zum Lied Fear

Die symbolische Choreografie des Eiskunstläufers zu einem Lied über Angst fand bei Publikum und Medien Anerkennung für den Mut, über Emotionen zu sprechen.

Solidarität mit Alysa Liu

Die amerikanischen Vertreter traten gemeinsam auf dem Eis auf und betonten die Bedeutung psychischer Unterstützung im Profisport.

Der amerikanische Eiskunstläufer Ilia Malinin, bekannt als „Gott der Vierfachsprünge“, trat am Samstag in der Masters-Show der Olympischen Winterspiele in Mailand auf. Sein Auftritt in Jeans und T-Shirt zum Lied „Fear“ (Angst) war ein symbolischer Abschied von dem Turnier, das ihm eine enorme sportliche Enttäuschung brachte. Malinin, der als Favorit auf die Goldmedaille galt, stürzte im Finale des Einzelwettbewerbs mehrfach, was ihm einen Platz auf dem Podest kostete. Nach diesen Ereignissen räumte der Sportler ein, dass der Druck der Erwartungen und aggressive Kommentare in den sozialen Medien, darunter Morddrohungen, seine psychische Verfassung ernsthaft beeinträchtigt hätten. Der Begriff „olympischer Druck“ hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere nach den Spielen in Tokio und Peking, wo Stars wie Simone Biles oder Naomi Osaka offen über psychische Gesundheitsprobleme sprachen. Im Eiskunstlauf, einer Disziplin, die auf subjektiver Bewertung und extremem körperlichem Einsatz basiert, werden Athleten oft zum Ziel gnadenloser Kritik von Fans und Medien. Während der Gala präsentierte Malinin eine Solo-Choreografie, die ein persönliches Manifest gegen Hass war, und in gemeinsamen Teilen wurden er von anderen Eiskunstläufern begleitet, darunter Vertreter der USA, die die Einheit der Sportler feierten. In Interviews nach seinem Auftritt betonte Malinin, dass „kein Sportler durch das gehen sollte, was er durchgemacht hat“, und bezog sich dabei auf das Ausmaß des Hasses, der nach seinem gescheiterten Medaillenversuch über ihn hereinbrach. Der Eiskunstläufer hob hervor, dass er sich trotz der olympischen Niederlage durch die Unterstützung seiner Kollegen auf dem Eis und durch die Erkenntnis stärker fühle, dass das sportliche Ergebnis seinen Wert als Mensch nicht definiere. Die Gala, die traditionell einen fröhlichen Abschluss der Spiele darstellt, hatte in diesem Jahr für den jungen US-Sportstar einen besonders ernsten, fast therapeutischen Charakter angenommen. 40 — Eiskunstläufer traten in der olympischen Abschlussgala auf Das Ereignis wurde zum Anlass für eine breitere Diskussion im Sportumfeld über den Schutz der psychischen Gesundheit von Olympioniken. Experten weisen darauf hin, dass der Fall Malinin kein Einzelfall ist und soziale Medien zu einem gefährlichen Werkzeug in den Händen anonymer Kritiker geworden sind. Ein polnischer Akzent in der Diskussion über das Bewältigen des olympischen Drucks waren die Erfolge des Skispringers Kacper Tomasiak, der trotz seines jungen Alters die Ruhe bewahren und drei Medaillen gewinnen konnte, wobei er seine Ziele über die Erwartungen hinaus verwirklichte. Die Gala in Mailand endete mit einer gemeinsamen Choreografie aller Teilnehmer, die die Einheit der Sportler über Grenzen und Ergebnisse hinweg symbolisieren sollte.

Mentioned People

  • Ilia Malinin — Amerikanischer Eiskunstläufer, Rekordhalter für die Anzahl der Vierfachsprünge.
  • Alysa Liu — Amerikanische Eiskunstläuferin, Medaillengewinnerin bei Weltmeisterschaften, begleitete Malinin während der Gala.
  • Kacper Tomasiak — Polnischer Athlet, dessen Haltung während der Spiele im Zusammenhang mit der Bewältigung von Stress erwähnt wurde.