Italien feiert den organisatorischen Erfolg der Olympischen Winterspiele 2026, die laut ersten Analysen einen wirtschaftlichen Impuls von über 5 Milliarden Euro generierten. Während die Athleten die olympischen Dörfer verlassen, richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Paralympischen Spiele. Die Stimmung vor deren Eröffnung wird jedoch durch die Ankündigung eines Boykotts der Zeremonie durch die ukrainische Mannschaft getrübt, die gegen die Zulassung russischer Sportler zum Wettbewerb protestiert.
Rekordfinanzergebnisse
Der wirtschaftliche Impuls der Spiele wird auf 5,3 Mrd. Euro geschätzt, bei 1,3 Mio. verkauften Tickets.
Boykott der Eröffnungszeremonie
Die Ukraine wird die Eröffnung der Paralympics boykottieren, um gegen die Teilnahme von Russen unter russischen Farben zu protestieren.
Orden für die Organisatoren
Das IOC zeichnete Italien mit dem Silbernen Olympischen Orden für Silberner Olympischer Orden für die vorbildliche Vorbereitung der multidisziplinären Veranstaltung aus.
Pläne für Rom 2040
Der Erfolg der Winterspiele belebte die Diskussion über eine Kandidatur Roms für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2040.
Die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 sind zu Ende gegangen und hinterlassen bei den Organisatoren ein Gefühl des großen Erfolgs. Laut Vorevent-Prognosen sollte der gesamtwirtschaftliche Impuls der Veranstaltung über 5,3 Milliarden Euro betragen, bei einer angenommenen Präsenz von etwa 2,5 Millionen Zuschauern. Das Internationale Olympische Komitee ehrte die Organisatoren mit dem Silbernen Olympischen Orden und würdigte damit das innovative Konzept der dezentralen Austragung zwischen Mailand, Cortina d'Ampezzo und Trient. Dieser Erfolg veranlasste italienische Funktionäre, angeführt von Giovanni Malagò, zu ersten Erklärungen über das Interesse, sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2040 in Rom zu bewerben. Die Tradition der Verleihung des Olympischen Ordens reicht bis ins Jahr 1975 zurück. Es ist die höchste Auszeichnung der olympischen Bewegung und wird für besondere Verdienste um den Sport und herausragende Organisation der Spiele verliehen, um das vom Gastgeber hinterlassene Erbe zu unterstreichen. Trotz der triumphalen Stimmung steht den Organisatoren die nächste Herausforderung bevor: die für den 6. März geplante Eröffnung der Paralympics. Die Atmosphäre rund um dieses Ereignis ist angespannt, nachdem die Entscheidung zur Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus gefallen ist. Das Ukrainische Paralympische Komitee kündigte offiziell einen Boykott der Eröffnungszeremonie im Amphitheater von Verona an, was von Medien bestätigt wurde, die die Position der ukrainischen Sportbehörden wiedergaben. Parsons appellierte an die „Entpolitisierung des Sports“, betonte jedoch, dass er jede Entscheidung des ukrainischen Komitees respektieren werde. Es wurde auch bekannt gegeben, dass die paralympische Fackel ihre Reise vom britischen Stoke Mandeville in Richtung Italien antreten wird. Stoke Mandeville gilt als Geburtsort der paralympischen Bewegung. Dort organisierte Dr. Ludwig Guttmann 1948 die ersten Wettkämpfe für Kriegsveteranen mit Rückenmarksverletzungen, aus denen sich die heutigen Paralympischen Spiele entwickelten. Die italienischen Behörden, darunter Vizepremierminister Matteo Salvini, versichern, dass das Engagement für die Organisation des paralympischen Turniers genauso hoch sein wird wie bei den Olympischen Spielen. In Trient laufen intensive Arbeiten an Sicherheit und Logistik, wo die paralympische Fackel auf der Piazza Duomo entzündet wird. Die italienische Presse betont, dass die Spiele den Beweis für die Effizienz des Staates erbracht hätten und dass sukzessive übergebene Sportstätten wie die Arena Santagiulia in Mailand bereits künftige kommerzielle Veranstaltungen planen. „Se l'Ucraina dice no, lo accettiamo. Non politicizziamo la cerimonia.” (Wenn die Ukraine Nein sagt, akzeptieren wir das. Politisieren wir die Zeremonie nicht.) — Andrew Parsons
Mentioned People
- Andrew Parsons — Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees.
- Giovanni Malagò — Vorsitzender des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees.
- Matteo Salvini — Vizepremierminister Italiens und Minister für Infrastruktur.