Der französische Energieriese EDF gab bekannt, dass sein Nettogewinn im Jahr 2025 um 26,3 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro gesunken ist. Obwohl der Konzern einen Anstieg der Energieproduktion in seinen Atomkraftwerken verzeichnete, belasteten drastische Rückgänge der Marktpreise für Strom das Finanzergebnis. Ein weiterer Faktor, der die Bilanz beeinflusst, sind Abschreibungen im Zusammenhang mit dem britischen Projekt Hinkley Point C sowie Investitionsverpflichtungen im Vereinigten Königreich.

Rückgang des Nettogewinns

Der Nettogewinn von EDF sank im Jahr 2025 um 26,3 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro aufgrund niedriger Strompreise.

Probleme im Vereinigten Königreich

Der Konzern schrieb 2,5 Milliarden Euro aufgrund von Verzögerungen im Projekt Hinkley Point C ab und verzeichnete einen Produktionsrückgang von 12 Prozent auf den Inseln.

Ehrgeizige Investitionspläne

Das Unternehmen plant, in den nächsten drei Jahren 15 Milliarden Pfund in das Vereinigte Königreich zu investieren, um die Infrastruktur weiterzuentwickeln.

Steigerung der Kapazitäten in Frankreich

Trotz des Gewinnrückgangs stieg die Atomproduktion in Frankreich, was dazu beitrug, die negativen Markteffekte teilweise zu neutralisieren.

Der französische staatliche Energiekonzern EDF (Électricité de France) hat die Finanzergebnisse für das Jahr 2025 vorgelegt, die trotz operativer Erfolge eine deutliche Verschlechterung der Rentabilität zeigen. Der Nettogewinn der Gruppe belief sich auf 8,4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von mehr als einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Hauptursache für diesen Rückgang ist der starke Preisverfall für Energie an den Großhandelsmärkten. Dieses Phänomen hat die positiven Effekte der gesteigerten Atomproduktion in Frankreich weitgehend zunichtegemacht. Zu erwähnen ist, dass der operative Gewinn EBITDA um 19 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro gesunken ist. Der französische Energiesektor stützt sich seit den 1970er Jahren auf die Atomenergie, als Paris als Reaktion auf die Ölkrise den Bau einer umfangreichen Reaktorflotte beschloss und Frankreich zu einem der größten Stromexporteure Europas machte. Die Situation des Konzerns im Vereinigten Königreich bleibt komplex und verursacht zusätzliche Kosten. Das Unternehmen musste eine wertberichtigende Abschreibung in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufgrund von Verzögerungen beim Bau des Atomkraftwerks Hinkley Point C vornehmen. Diese Verzögerungen resultieren hauptsächlich aus Problemen bei elektromechanischen Arbeiten. Gleichzeitig kämpfte die britische Tochtergesellschaft mit Stillständen in einigen Einheiten, was zu einem Rückgang der Atomproduktion auf den Inseln um 12 Prozent führte. Trotz dieser Schwierigkeiten kündigt EDF ehrgeizige Investitionspläne an und plant, in den nächsten drei Jahren 15 Milliarden Pfund in die Infrastrukturentwicklung im Vereinigten Königreich zu investieren. Finanzergebnisse von EDF (in Mrd. Euro): Nettogewinn 2024: 11.4, Nettogewinn 2025: 8.4, EBITDA 2025: 29.3 Das Jahr 2026 wird für das Unternehmen eine Zeit entscheidender industrieller und finanzieller Herausforderungen sein. Die Strategie von EDF konzentriert sich derzeit auf die Verbesserung der Effizienz und die Fortsetzung des Programms nukleare Renaissance, das eine Priorität der Regierung in Paris ist. Das Unternehmen muss zwischen der Notwendigkeit enormer Investitionen in die Modernisierung älterer Reaktoren und sinkenden Einnahmen aus dem Stromverkauf navigieren. Experten weisen darauf hin, dass die Stabilisierung der Marktpreise für die künftige Zahlungsfähigkeit des Giganten angesichts der wachsenden Investitionsverschuldung von entscheidender Bedeutung sein wird. 26.3% — so stark fiel der Nettogewinn des Konzerns Situation der EDF-Projekte im Vereinigten Königreich: Wertberichtigende Abschreibung: 0 → 2,5 Mrd. Euro; Geplante Investitionen: Keine Daten → 15 Mrd. Pfund

Linke französische Medien betonen die finanziellen Schwierigkeiten des Giganten und die Kosten der Transformation und deuten auf die Notwendigkeit stärkerer öffentlicher Unterstützung hin. | Liberale angloamerikanische Medien konzentrieren sich auf die kostspieligen Verzögerungen bei Hinkley Point C als Beweis für die Ineffizienz staatlicher Giganten.