Der International Football Association Board (IFAB) hat ein Paket radikaler Änderungen der Spielregeln genehmigt, die ab der kommenden Weltmeisterschaft 2026 gelten sollen. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Erweiterung der Befugnisse des VAR-Systems um die Analyse von Eckstößen und zweiten gelben Karten. Die neuen Vorschriften führen auch strenge Sanktionen für Zeitverzögerungen ein und stärken den Schutz der Schiedsrichter vor Aggressionen von Spielern auf dem Platz.
Erweiterte VAR-Befugnisse
Das Videobewertungssystem wird die Rechtmäßigkeit von Eckstößen und zweiten gelben Karten von Spielern beurteilen können.
Kampf gegen Zeitverschwendung
Es wurden strenge Zeitlimits für Torhüter sowie präzise Richtlinien für die Berechnung der Nachspielzeit eingeführt.
Schutz von Schiedsrichtern und Spielern
Nur Kapitäne dürfen mit dem Schiedsrichter sprechen; es wurden auch neue Anti-Rassismus-Verfahren eingeführt.
Bei der letzten Sitzung des International Football Association Board IFAB wurden Entscheidungen getroffen, die die Dynamik von Profispielen grundlegend verändern könnten. Die wichtigste Neuerung ist die Erweiterung des VAR-Protokolls. Ab 2026 können Videoschiedsrichter in strittigen Situationen eingreifen, die die Vergabe eines Eckstoßes betreffen, wenn unmittelbar danach ein Tor fällt, sowie bei der Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Vergabe einer zweiten gelben Karte, die zum Ausschluss eines Spielers vom Platz führt. Es wurden auch Vorschriften genehmigt, die darauf abzielen, das absichtliche Verzögern der Spielfortsetzung durch Spieler zu eliminieren. Die neuen Richtlinien verpflichten die Schiedsrichter zu einer strengeren Nachspielzeitberechnung und zur sofortigen Bestrafung von Torhütern, die den Ball länger als die erlaubten sechs Sekunden festhalten. Die Branchenmedien widmen besondere Aufmerksamkeit dem sogenannten „Vinicius-Gesetz”, das Fragen von Rassismus und Beleidigungen von Spielern präzise regeln soll und den Schiedsrichtern einen klaren Weg zur Unterbrechung von Spielen bei einer Eskalation von Missbräuchen auf den Tribünen oder dem Platz gibt. Zusätzlich wird die Regel eingeführt, dass nur der Mannschaftskapitän berechtigt ist, mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, um das Phänomen der Belagerung von Schiedsrichtern durch Spielergruppen einzudämmen. Die modernen Fußballregeln entwickeln sich am schnellsten seit 1992, als Torhütern das Fangen des Balls nach einem absichtlichen Zuspiel eines Mannschaftskollegen verboten wurde, um das Spiel radikal zu beschleunigen.Parallel zu den legislativen Veränderungen sorgen Ereignisse in der englischen Premier League für Emotionen. Liverpool unter der Leitung von Arne Slot erzielte einen spektakulären 5:2-Sieg über West Ham United und demonstrierte dabei eine außergewöhnliche Effektivität bei Standardsituationen. Analysten betonen, dass die neue Spielphilosophie der „Reds” einen viel größeren Wert auf Eckstöße und Freistöße legt als unter dem vorherigen Trainer. Im Schatten dieser Ereignisse gelang es Sunderland, eine Niederlagenserie zu durchbrechen und die Gegner dank der Schlüsselrolle von Granit Xhaka zu besiegen. Experten sagen voraus, dass die angekündigten Reformen des IFAB, obwohl sie bei der WM in Kraft treten sollen, möglicherweise bereits vor dem Hauptturnier in ausgewählten nationalen Ligen getestet werden, damit sich Schiedsrichter und Trainerstäbe an die neuen Realitäten anpassen können. Das VAR-System wurde 2018 während der Weltmeisterschaft in Russland offiziell in die Spielregeln aufgenommen und wurde damit zur größten technologischen Veränderung in der Fußballgeschichte seit den Toren mit elektronischen Sensoren.„It was a nearly perfect performance in terms of executing our tactical plans, especially with the corners.” (Es war eine nahezu perfekte Leistung in Bezug auf die Ausführung unserer taktischen Pläne, besonders bei den Eckstößen.) — Arne Slot
Mentioned People
- Arne Slot — Manager von Liverpool, der die Mannschaft nach dem Sieg gegen West Ham für die Effektivität bei Eckstößen lobte.
- Vinicius Junior — Spieler von Real Madrid, dessen Name zum Symbol für die neuen Anti-Rassismus-Regeln geworden ist.
- Granit Xhaka — Schlüsselspieler von Sunderland, der zum Durchbrechen der Negativserie der Mannschaft beitrug.
- Andoni Iraola — Trainer von Bournemouth, der Bedenken zur Arbeit der Schiedsrichter und zum Spielrhythmus äußerte.