Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Łomża führt ein Sammelverfahren zur Tätigkeit des Unternehmens Columbus Energy im Rahmen des Regierungsprogramms "Saubere Luft". Es geht um den Verdacht der Irreführung von Begünstigten der Förderung. Das Ministerium für Klima und Umwelt bereitet ein Sondergesetz vor, das Geschädigte vor der Rückzahlung von Vorschüssen schützen soll. Der gesellschaftliche Druck, einschließlich Demonstrationen in der Wawelska-Straße in Warschau, hat das Ressort zum Handeln veranlasst. Der Aktienkurs von Columbus Energy fiel nach Bekanntwerden der Ermittlungen stark.
Ermittlungen wegen Irreführung
Die Staatsanwaltschaft in Łomża führt ein Sammelverfahren gegen Columbus Energy. Sie prüft, ob das Unternehmen Begünstigte des Regierungsprogramms Saubere Luft bei Förderungen irregeführt hat.
Regierung bereitet Sondergesetz vor
Das Ministerium für Klima und Umwelt plant ein Gesetz, das Geschädigte von der Pflicht zur Rückzahlung von Vorschüssen befreien soll. Das Ressort gab die Erfolgsnarrative unter dem Druck von Demonstrationen und Kritik auf.
Starker Kursverfall bei Columbus
Die Nachricht über die Ermittlungen schlug sich sofort auf die Börsenbewertung von Columbus Energy nieder. Der Aktienkurs fiel drastisch und spiegelt die Befürchtungen der Anleger vor rechtlichen Konsequenzen wider.
Gesellschaftlicher Druck und Demonstrationen
Hunderte Personen demonstrierten in der Wawelska-Straße in Warschau aufgrund von Zahlungsstaus und Problemen im Programm. Dieser Druck wurde von Selbstverwaltungen und Nichtregierungsorganisationen unterstützt.
Appell zur Meldung von Fällen
Der Nationale Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft appelliert an Geschädigte, Fälle bei den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Die Ermittlungen könnten viele ähnliche Fälle umfassen.
Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Łomża führt ein Sammelverfahren zur Tätigkeit des Unternehmens Columbus Energy im Kontext des Regierungsprogramms Saubere Luft. Das Verfahren, das auf Grundlage einer Entscheidung des Generalstaatsanwalts vom 23. Dezember 2025 eingeleitet wurde, soll untersuchen, ob es zu einer Irreführung der Begünstigten der Förderung kam. Eine Mitteilung dazu erschien auf der Website der Staatsanwaltschaft. Die Reaktion auf den wachsenden Skandal ist die gesetzgeberische Tätigkeit des Ministeriums für Klima und Umwelt. Das Ressort bereitet ein Sondergesetz vor, das geschädigte Teilnehmer des Programms schützen soll. Der Entwurf sieht vor, sie von der Pflicht zur Rückzahlung von Vorschüssen zu befreien, was eine echte Entlastung für Personen wäre, die statt niedrigerer Rechnungen und effizienter thermischer Modernisierung gigantische Schulden von bis zu 40.000 Złoty angehäuft haben. Das Ministerium wurde durch starken gesellschaftlichen und medialen Druck gezwungen, die bisherige Erfolgsnarrative des Programms aufzugeben. Das Programm Saubere Luft wurde 2018 als Flaggschiffprojekt zur Bekämpfung von Smog gestartet. Trotz des Einsatzes von Milliarden Złoty kämpft es seit Jahren mit Vorwürfen bezüglich komplizierter Verfahren, Verzögerungen bei Auszahlungen und Unregelmäßigkeiten bei Installationsfirmen und Finanzvermittlern. Dieser Druck nahm konkrete Form in Demonstrationen Hunderter Personen in der Wawelska-Straße in Warschau an, wo sich der Sitz des Ministeriums befindet. Die Protestierenden forderten eine Lösung der Probleme mit Zahlungsstaus und rechtlichen Lücken im Programm. Ihre Stimme wurde von lokalen Selbstverwaltungen und Nichtregierungsorganisationen unterstützt. Der Nationale Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft appelliert offiziell an Geschädigte, Fälle bei den Strafverfolgungsbehörden zu melden, was den Umfang der Ermittlungen erweitern könnte. Die Nachricht über das staatsanwaltschaftliche Verfahren löste eine sofortige Reaktion am Kapitalmarkt aus. Der Aktienkurs des Unternehmens Columbus Energy verzeichnete einen plötzlichen, tiefen Einbruch, was die ernsten Befürchtungen der Anleger hinsichtlich möglicher finanzieller und imagebezogener Konsequenzen für das Unternehmen widerspiegelt. Die Ermittlungen könnten auch externe Vertreter betreffen, die mit Columbus Energy im Rahmen des Programms zusammenarbeiten. „We appeal to victims to report cases to law enforcement.” — NFOŚiGW Liberale und soziale Medien betonen das Drama geschädigter Familien, die statt Hilfe in eine finanzielle Falle gerieten, und kritisieren die Unfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. | Konservative und wirtschaftsnahe Medien konzentrieren sich auf Missbräuche von Drittfirmen, das Risiko für das gesamte Modernisierungsprogramm und die Notwendigkeit, das System zu reparieren, ohne es abzubauen. Die gesamte Angelegenheit legt schwerwiegende Schwächen bei der Umsetzung eines zentralen Umweltprogramms offen. Einerseits gibt es Tausende Begünstigte in schwieriger Lage, andererseits ein Verfahren gegen einen der Hauptakteure am Markt. Die weitere Entwicklung hängt vom Tempo der gesetzgeberischen Arbeiten und den Ergebnissen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ab, die das Ausmaß der Unregelmäßigkeiten aufdecken könnten.