Der deutsche Chemieriese Bayer hat einen Vergleichsvorschlag im Wert von 7,25 Milliarden Dollar angekündigt, der Tausende von Gerichtsverfahren über die angebliche Krebserregung des Herbizids Roundup beenden soll. Gleichzeitig unterzeichnete Präsident Donald Trump ein Dekret, das die Produktion von Glyphosat als entscheidend für die nationale Sicherheit der USA anerkennt. Diese Entscheidung, die auf Vorschriften aus der Zeit des Koreakrieges basiert, soll die heimische Lebensmittelversorgungskette vor ausländischen Einflüssen schützen.

Milliardenschweres Vergleichsangebot

Bayer schlägt 7,25 Milliarden Dollar vor, um Zehntausende von Klagen über Krebsrisiken durch das Mittel Roundup zu beenden.

Präsidialdekret von Trump

Präsident Donald Trump hat die Produktion von Glyphosat im Rahmen des Defense Production Act als entscheidend für die nationale Sicherheit der USA anerkannt.

Reaktion der Finanzmärkte

Die Aktien von Bayer AG verzeichneten einen starken Anstieg, gefolgt von einem Rückgang, was den Skeptizismus der Investoren gegenüber der Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen Lösung widerspiegelt.

Der Konzern Bayer unternimmt einen weiteren Versuch, den langjährigen Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten endgültig beizulegen. Der vorgelegte Vergleichsvorschlag beläuft sich auf 7,25 Milliarden Dollar und soll sowohl aktuelle als auch künftige Ansprüche von Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom abdecken, die ihre Erkrankung mit der Verwendung des Präparats Roundup in Verbindung bringen. Diese Strategie zielt darauf ab, das Börsenpotenzial des Unternehmens freizusetzen, das seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 mit einer enormen finanziellen und imagebezogenen Belastung kämpft. Investoren reagierten jedoch mit Zurückhaltung, was zu heftigen Kursschwankungen an der Börse in Frankfurt führte. Ein bahnbrechendes Ereignis im politischen Kontext ist die Entscheidung von Donald Trump, der im Rahmen des Defense Production Act ein Dekret unterzeichnete. Dieses Dokument erkennt Glyphosat sowie den Abbau von Phosphorit als kritisch für die Ernährungssicherheit der USA an. Das Weiße Haus argumentiert, dass das zu Bayer gehörende Unternehmen Monsanto der einzige Hersteller dieser Mittel im Land sei und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten eine strategische Bedrohung darstelle. Das Dekret soll dem Unternehmen rechtlichen Schutz und Produktionskontinuität gewährleisten, was eine wesentliche Unterstützung für den deutschen Konzern im Kampf mit dem amerikanischen Justizsystem darstellt. Der Streit um Glyphosat eskalierte 2015, als die Internationale Agentur für Krebsforschung es als wahrscheinlich krebserregend einstufte, was den Weg für Massenklagen gegen Monsanto ebnete. Trotz des Optimismus des Vorstands weisen Analysten auf Unsicherheiten bezüglich der endgültigen Genehmigung des Vergleichs durch Bundesgerichte hin. Frühere Vergleichsversuche wurden aufgrund unzureichenden Schutzes der Interessen künftiger Kläger abgelehnt. Der aktuelle Vorschlag sieht Zahlungen über 21 Jahre verteilt vor, um den unmittelbaren Liquiditätsschock für die Gruppe zu minimieren. Gleichzeitig wurde betont, dass die neuen Vorschriften die Verfügbarkeit von Herbiziden außerhalb des US-Marktes nicht beeinträchtigen werden, was Landwirte in Europa und anderen Teilen der Welt beruhigt. „Die Produktion von Herbiziden auf Glyphosatbasis ist unerlässlich für das Funktionieren der modernen Landwirtschaft und den Schutz unserer Grenzen vor Instabilität in der Lebensmittelversorgung.” — Donald Trump Vergleichskosten und Rückstellungen von Bayer für Verfahren in den USA: Vergleich von 2020: 10.0, Neuer Vergleichsvorschlag: 7.25, Bisherige Ausgaben: 13.0 Schlüsseldaten für Bayer und Glyphosat: 7. Juni 2018 — Abschluss der Übernahme von Monsanto durch Bayer; 17. Februar 2026 — Ankündigung des neuen Vergleichsvorschlags; 18. Februar 2026 — Unterzeichnung des Dekrets durch Donald Trump Es wird die Gefahr für die öffentliche Gesundheit und das Unternehmenslobbying betont, das dazu führte, dass das Herbizid als strategisches Gut für die Verteidigung anerkannt wurde. | Es wird die Bedeutung der Ernährungssicherheit, der Schutz amerikanischer Landwirte und die Notwendigkeit betont, den kostspieligen Rechtsstreit für die Marktstabilität zu beenden.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der USA, der ein Dekret unterzeichnete, das die Glyphosatproduktion als Element der nationalen Sicherheit schützt.
  • Bill Anderson — Vorstandsvorsitzender von Bayer AG, der bestrebt ist, die rechtlichen Probleme des Unternehmens in den USA zu lösen.