Polen befindet sich unter dem Einfluss extrem unterschiedlicher Wetterbedingungen. Während in den zentralen und südlichen Regionen des Landes Temperaturen von bis zu 19 Grad Celsius gemessen werden, liegt im Norden noch eine Schneedecke. Experten warnen vor Nachtfrösten und den Folgen plötzlicher Schneeschmelze für Anbauflächen und Gärten. Der deutliche Temperaturkontrast lädt Stadtbewohner zu Spaziergängen ein, birgt jedoch ernste Bedenken für die Landwirtschaft und die Sicherheit in den Bergen.

Extreme Temperaturunterschiede

Während der Süden Polens bis zu 19 Grad Celsius verzeichnet, bleibt der Norden des Landes von Schnee und Frost beeinflusst.

Gefahren für die Landwirtschaft

Nachtfröste und Pilzkrankheiten bei Rasen und Getreide sind die Hauptsorgen von Agrarexperten.

Sonneninvasion in den Städten

Menschenmassen in Posen, Krakau und Warschau strömten in Parks und an Stauseen, um das wärmere Wochenendwetter zu nutzen.

Das letzte Februarwochenende 2026 brachte Polen eine beispiellose Vielfalt an Wetterbedingungen mit sich, die sich direkt auf das gesellschaftliche Leben und den Agrarsektor auswirken. In Kleinpolen, Masowien und Großpolen wurde der erste kräftige Hauch von Frühling verzeichnet, mit Tagestemperaturen über 15 Grad Celsius und lokal sogar bis zu 19 Grad. Diese Situation führte zu einem starken Ansturm auf beliebte Erholungsorte wie den Krakauer Bagry-Stausee oder die Spazierwege im Raum Posen. Diese idyllische Wetterlage ist jedoch stark lokal begrenzt – in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern und in der Kaschubei dauern die Skiferien an, und die Schneedecke ist nach Ansicht von Meteorologen stabil genug, um bis Ostern zu halten. Für Landwirte und Obstbauern stellt die derzeitige, durch eine antizyklonale Blockade gekennzeichnete Wetterlage eine ernste Herausforderung dar. Hohe Tagestemperaturen in Verbindung mit Nachtfrösten führen zum Verlust der Winterhärte bei Pflanzen und erhöhen das Risiko für Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel oder Fußkrankheiten. Experten von Landwirtschaftsportalen weisen auf Probleme mit dem zeitgerechten Stickstoffdüngen hin, das in vielen Regionen aufgrund von Frost und liegendem Schnee ausgesetzt werden muss. Zusätzlich herrschen in den Bergen, trotz des Frühlingswetters in den Tälern, schwierige und tückische Bedingungen für Wanderer, die eine angemessene Ausrüstung erfordern. Die Langfristprognosen für März 2026 sind nicht eindeutig und deuten auf große Schwankungen hin. Während der Monatsanfang astronomische Höhepunkte wie eine Mondfinsternis bei Vollmond verspricht, sagen Meteorologen für Mitte März die Rückkehr intensiver Schneefälle voraus. In der öffentlichen Diskussion tauchen auch organisatorische Themen auf, wie der Kalender der verkaufsoffenen Sonntage sowie die Debatte über die endgültige Umstellung auf die Sommerzeit. All dies ergibt das Bild eines wettertechnisch gespaltenen Landes, in dem der Kampf zwischen Frühling und Winter sowohl Urlaubspläne als auch entscheidende Maßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben bestimmt.