Portugiesische und schwedische Behörden ermitteln gegen einen 23-jährigen ehemaligen Soldaten, der versucht haben soll, vertrauliche NATO-Daten an Mitarbeiter der russischen Botschaft in Lissabon weiterzugeben. Der Mann soll gestohlene Informationen vom Computer und Tablet eines schwedischen Offiziers besessen haben. Zuvor war er in der Ukraine unter Spionageverdacht festgenommen worden.
Festnahme des ehemaligen Soldaten
Ein 23-jähriger Portugiese wurde unter dem Verdacht festgenommen, versucht zu haben, vertrauliche NATO-Dokumente an russische Diplomaten in Lissabon zu verkaufen.
Diebstahl von Daten eines schwedischen Offiziers
Die Quelle der geheimen Informationen soll ein gestohlener Computer und ein Tablet eines Offiziers der schwedischen Armee gewesen sein.
Frühere Festnahme in der Ukraine
2023 hielt sich der Mann im kriegsgebeutelten Ukraine auf, wo er von örtlichen Diensten ebenfalls unter Spionageverdacht festgenommen wurde.
Enthüllung durch die portugiesische Presse
Neue Erkenntnisse in dem Fall stammen aus Ermittlungen, auf die sich die Lissabonner Wochenzeitung „Sabado” beruft.
Portugiesische Behörden ermitteln gegen einen 23-jährigen ehemaligen Soldaten, der versucht haben soll, vertrauliche Dokumente des Nordatlantikpakts an Vertreter der Russischen Föderation weiterzugeben. Diese Informationen wurden vom Computer und Tablet eines Offiziers der schwedischen Armee gestohlen. Der Mann soll versucht haben, die auf einer externen Festplatte gespeicherten Daten an Mitarbeiter der russischen Botschaft in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon zu verkaufen. Der Fall hat eine zusätzliche, internationale Dimension. Medienberichten zufolge hielt sich derselbe Portugiese 2023 auf ukrainischem Territorium auf, wo er von lokalen Sicherheitsdiensten festgenommen wurde. Die Grundlage für seine damalige Internierung war ebenfalls der Vorwurf der Spionage. Dies deutet auf eine mögliche langfristige nachrichtendienstliche Tätigkeit für Russland hin, deren Ziel die Beschaffung geheimer militärischer Informationen war. Die Russische Föderation führt seit Jahrzehnten umfangreiche Spionagetätigkeiten und Einflussoperationen gegen NATO-Staaten durch. In den letzten Jahren, nach dem großangelegten Überfall auf die Ukraine, hat der russische Geheimdienst seine Bemühungen intensiviert, um Informationen über die Bewaffnung und Pläne des Bündnisses zu beschaffen.Die Ermittlungsdetails wurden von der portugiesischen Wochenzeitung „Sabado” enthüllt, die am Donnerstag einen Artikel auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse veröffentlichte. Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Geheimdienste der westlichen Staaten beim Schutz geheimer Daten vor Agenten einer ausländischen Macht stehen. Er beeinflusst auch die Bewertung der Informationssicherheit in den NATO-Strukturen. Schweden als neues NATO-Mitglied unterliegt einer besonderen Überwachung durch den russischen Geheimdienst. Die schwedischen Streitkräfte verfügen über fortschrittliche Technologie und Wissen, die eine wertvolle Beute für die Geheimdienste des Gegners darstellen.Derzeit sind nicht alle Motive des Beschuldigten oder der genaue Inhalt und Umfang der Vertraulichkeit der gestohlenen Daten bekannt. Die Ermittlungen sind im Gange und werden von portugiesischen Behörden in Zusammenarbeit mit NATO-Verbündeten, einschließlich Schweden, geführt. Der Fall unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch den russischen Geheimdienst und die Notwendigkeit, interne Sicherheitsverfahren in den Institutionen des Bündnisses zu stärken.