Die Computerindustrie kämpft mit einem drastischen Anstieg der Produktionskosten, ausgelöst durch sprunghafte Preiserhöhungen für RAM-Speicher. Karen Parkhill, Finanzvorstand von HP, gab bekannt, dass diese Komponente bereits 35 % der Gesamtkosten für die Herstellung eines Computers ausmacht, während es vor einem Jahr noch knapp 18 % waren. Diese Situation zwingt Hersteller, die Endverbraucherpreise anzuheben und Hardware-Konfigurationen einzuschränken, was sich 2026 direkt auf die Geldbeutel der Verbraucher auswirken wird.

Drastischer Anstieg der RAM-Preise

Der Anteil der Kosten für Arbeitsspeicher an der Computerproduktion ist innerhalb eines einzigen Quartals von 15 % auf 35 % gestiegen.

Steuererleichterungen für Elektroautos

Das spanische Finanzamt ermöglicht einen Steuerabzug von bis zu 3000 Euro für den Kauf eines neuen Elektroautos bis Ende 2026.

Neuer Ansatz der Aufsichtsbehörde

Die CNMV ändert ihre Strategie gegenüber Finanz-Influencern und plant eine Zusammenarbeit im Bereich der Finanzbildung anstelle von Restriktionen.

Druck auf Elektronikpreise

Steigende RAM-Kosten zwingen Hersteller, die Gerätepreise zu erhöhen oder deren Leistung einzuschränken.

Der globale Markt für Unterhaltungselektronik steht vor erheblichen Turbulenzen, die aus dem Zusammentreffen mehrerer wirtschaftlicher und technologischer Trends resultieren. Das drängendste Problem ist der rasante Anstieg der Preise für RAM-Speicher. Den neuesten Betriebsdaten von Giganten wie HP zufolge haben sich die Kosten für diese Module sequenziell verdoppelt, was die Struktur der Materialausgaben radikal verändert hat. Noch vor kurzem machte der Arbeitsspeicher einen akzeptablen Bruchteil des Gerätepreises aus, der bei etwa 15–18 % lag. Derzeit ist sein Anteil auf 35 % gestiegen, was Analysten als eine "asfixiante" (erdrückende) Situation bezeichnen. Gleichzeitig versuchen Regulierungsbehörden und Regierungen in Europa, insbesondere in Spanien, die Wirtschaft durch neue Finanzinstrumente und Steuererleichterungen anzukurbeln. Das spanische Finanzamt bestätigte die Möglichkeit, bis zu 3000 Euro von der Einkommensteuer (IRPF) abzusetzen, für Personen, die sich für den Kauf eines Elektrofahrzeugs entscheiden. Dies ist Teil einer breiteren Strategie zur Dekarbonisierung des Verkehrs, die eine Rückerstattung von 15 % des Kaufpreises eines neuen Autos vorsieht, sofern sein Preis 20.000 Euro nicht übersteigt. Dieses Programm gilt bis Ende 2026 und kann mit zusätzlichen staatlichen Subventionen kombiniert werden, um den allgemeinen Inflationsdruck für die Bürger abzumildern. Der Halbleitermarkt ist seit einem Jahrzehnt durch zyklische Preisschwankungen gekennzeichnet, die durch sogenannte Siliziumzyklen verursacht werden. Der letzte große Boom auf dem Speichermarkt fand nach der COVID-19-Pandemie statt, als die plötzliche Nachfrage nach Remote-Arbeit die weltweiten Komponentenbestände erschöpfte. Auf den Kapitalmärkten beobachten wir wiederum eine Änderung der Herangehensweise der Aufsichtsbehörden an neue Technologien und soziale Medien. Der Vorsitzende der CNMV, Carlos San Basilio, warnte vor dem Auftreten einer "irrationalen Überschwänglichkeit" in bestimmten Marktsegmenten, insbesondere solchen, die mit Kryptowährungen und künstlicher Intelligenz verbunden sind. Dennoch plant die Aufsichtsbehörde, ihren Verhaltenskodex zu reformieren, um den Einsatz von KI bei der traditionellen Finanzierung wirksamer zu regulieren. Interessanterweise gab es einen Durchbruch in den Beziehungen zu sogenannten Finfluencern. Anstatt sie zu bekämpfen, möchte der Regulator ihre Reichweite nutzen, um die Finanzbildung der jungen Generation zu verbessern, die selten auf traditionelle Bankinformationsquellen zurückgreift. „Es importante que el inversor sea más selectivo y que discrimine dónde está habiendo una exuberancia irracional frente a otros casos de exuberancia racional.” (Es ist wichtig, dass der Anleger selektiver vorgeht und unterscheidet, wo es eine irrationale Überschwänglichkeit gibt, im Gegensatz zu anderen Fällen rationaler Überschwänglichkeit.) — Vorsitzender der spanischen Wertpapierbörsenaufsichtsbehörde (CNMV). Im Bereich der mobilen Elektronik versuchen Hersteller wie Xiaomi und Realme, den steigenden Produktionskosten durch aggressive Preispolitik in Importkanälen entgegenzuwirken. Neue Modelle, die mit fortschrittlichen 4-Nanometer-Prozessoren und hochauflösenden Kameras ausgestattet sind, kommen zu Preisen auf den Markt, die deutlich unter denen ihrer Flaggschiffmodelle vom Vorjahr liegen. Dies ist das Ergebnis einer Kostenoptimierung in Bereichen außerhalb des RAM-Speichers, was es ermöglicht, den Absatz angesichts der prognostizierten weiteren Preiserhöhungen für Komponenten in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 aufrechtzuerhalten.

Mentioned People

  • Karen Parkhill — Finanzvorstand (CFO) des HP-Konzerns, verantwortlich für die Berichterstattung über Veränderungen der Produktionskosten.
  • Carlos San Basilio — Vorsitzender der spanischen Wertpapierbörsenaufsichtsbehörde (CNMV).