Die französische Staatsanwaltschaft in Straßburg hat die Festnahme und Anklage einer Frau und ihres Ehemanns bekannt gegeben, die verdächtigt werden, eine sektiererische Struktur zur Psychomanipulation zum Zweck der Bereicherung geschaffen zu haben. Die Hauptverdächtige, Aurelia Aymé, gab sich als Therapeutin und Meisterin der buddhistischen Meditation aus und bezeichnete sich auch als "Lichtfängerin". Den Angeklagten werden Betrug, Geldwäsche und illegale Arbeit vorgeworfen. Die Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei und der Gruppe für Sektenangelegenheiten (GIR) geführt wurden, begannen im September 2024 nach Beschwerden von Geschädigten. Den Ermittlern zufolge bestand ihre Tätigkeit seit 2017 darin, Opfer in einen Zustand psychischer Abhängigkeit zu versetzen, was zu deren finanzieller Ruin führte. Das Paar bereicherte sich auf Kosten der Klienten, und auf ihren Konten wurden 300.000 Euro gesperrt. Die Frau wurde inhaftiert, der Ehemann erhielt eine gerichtliche Überwachung.

Sektiererische Tätigkeit und Vorwürfe

Aurelia Aymé und ihr Ehemann, ein Krankenpfleger, sind angeklagt, eine Struktur mit sektiererischem Charakter geschaffen und betrieben zu haben, die auf Psychomanipulation zum Zweck der Bereicherung basierte. Die Vorwürfe umfassen Betrug, Geldwäsche und illegale Arbeit. Ihre Tätigkeit begann im Dezember 2017.

Mechanismus der finanziellen Ausbeutung

Die Angeklagten boten pseudotherapeutische Dienstleistungen wie „sensorische Kommunikation” oder Marseiller Tarot an und versetzten Kunden in einen Zustand psychischer Abhängigkeit, den die Staatsanwaltschaft als „psychische Versklavung” bezeichnet. Unter Ausnutzung dieses Zustands erpressten sie Geld von ihnen und trieben einige Opfer in den völligen finanziellen Ruin.

Festnahme und Sicherungsmaßnahmen

Nach der formellen Anklageerhebung am 12. Februar 2026 wurde Aurelia Aymé inhaftiert. Ihr Ehemann wurde unter gerichtliche Überwachung gestellt mit einem Kontaktverbot zu den Opfern und einem Verbot der Ausübung von Praktiken im Zusammenhang mit sogenannter Energietherapie. Auf ihren Bankkonten wurden 300.000 Euro als Vermögenssicherung gesperrt.

Ermittlungen einer Spezialeinheit

Der Fall wurde dank der Zusammenarbeit der örtlichen Kriminalpolizei und der spezialisierten Interministeriellen Ermittlungsgruppe (GIR), die speziell zur Bekämpfung von Sekten eingerichtet wurde, aufgeklärt. Die Ermittlungen wurden im September 2024 nach drei Beschwerden von Geschädigten eingeleitet.

Die französische Staatsanwaltschaft in Straßburg gab Einzelheiten zu einem Fall bekannt, in dem eine Guru-Frau und ihr Ehemann angeklagt wurden, eine sektiererische Struktur zur Psychomanipulation zum Zweck der Bereicherung geschaffen zu haben. Die Hauptverdächtige, Aurelia Aymé, gab sich als Therapeutin und Meisterin der buddhistischen Meditation aus und bezeichnete sich auch als „Lichtfängerin”. Zusammen mit ihrem Ehemann, von Beruf Krankenpfleger, führte sie eine Tätigkeit aus, die Ermittler als sektiererisch mit dem Ziel der finanziellen Ausbeutung von Klienten bezeichneten. Die Angeklagten sind formell wegen Betrugs, Geldwäsche und illegaler Arbeit angeklagt. Ihre Tätigkeit begann im Dezember 2017 und basierte auf dem Angebot kostenpflichtiger pseudotherapeutischer Dienstleistungen wie Sitzungen zur „sensorischen Kommunikation” sowie Wahrsagerei mit Marseiller Tarot. Kunden, die in einen Zustand tiefer psychischer Abhängigkeit versetzt wurden, den die Staatsanwaltschaft als „psychische Versklavung” (sujétion psychologique) bezeichnet, wurden dann systematisch ihres Geldes beraubt, was in vielen Fällen zu ihrer völligen finanziellen Ruin führte. Die Ermittlungen in diesem Fall wurden im September 2024 nach drei Beschwerden von Geschädigten aufgenommen. Nicht nur die örtliche Kriminalpolizei, sondern auch die spezialisierte Interministerielle Ermittlungsgruppe (GIR) wurde mit der Leitung beauftragt, was den komplexen und spezifischen Charakter des Falls unterstreicht. Im Zuge der Ermittlungen wurde das Paar am 12. Februar 2026 formell angeklagt. Das Gericht entschied über verschiedene Sicherungsmaßnahmen gegen die Angeklagten. Aurelia Aymé wurde inhaftiert, während ihr Ehemann aufgrund einer anderen Einschätzung des Fluchtrisikos und der Schwere der Vorwürfe unter gerichtliche Überwachung gestellt wurde. Zusätzlich untersagte ihm das Gericht den Kontakt zu den Opfern und die Ausübung jeglicher Praktiken im Zusammenhang mit sogenannter Energietherapie, um das Verfahren zu sichern und potenzielle neue Opfer zu schützen. Frankreich verfügt über eine der weltweit am weitesten entwickelten rechtlichen und polizeilichen Strukturen zur Bekämpfung von Sekten, was auf tragische Erfahrungen aus den 1990er Jahren zurückgeht, wie die Selbstmordwelle in der Sonnentempler-Sekte. Das About-Picard-Gesetz von 2001 führte den Straftatbestand des „Missbrauchs eines Zustands der Schwäche” im sektiererischen Kontext in das Strafgesetzbuch ein. Der Staat führt auch eine offizielle Liste von Organisationen, die als Sekten eingestuft werden, und die Regierungsbehörde MIVILUDES überwacht deren Aktivitäten. Der Fall in Straßburg ist ein Beispiel für die aktive Anwendung dieser rechtlichen Instrumente.Staatsanwältin Clarisse Taron betonte in einer offiziellen Mitteilung, dass die Praktiken der Angeklagten es ihnen ermöglichten, sich auf Kosten ihrer Klienten erheblich zu bereichern. Im Rahmen der Vermögenssicherung für künftige Schadensersatzansprüche wurden auf den Bankkonten des Paares 300.000 Euro gesperrt. Die Tätigkeit von Aurelia Aymé wurde hauptsächlich über das Internet durchgeführt, über eine Website, auf der sie ihre Dienstleistungen bewarb. „Les pratiques leur ont permis de s’enrichir au détriment de personnes placées en situation de faiblesse psychologique.” (Die Praktiken ermöglichten es ihnen, sich auf Kosten von Personen zu bereichern, die sich in einem Zustand psychologischer Schwäche befanden.) — Clarisse Taron, Staatsanwältin der Republik in Straßburg Dieser Fall illustriert moderne Formen des Sektenhandelns, die digitale Medien nutzen, um Opfer zu gewinnen und zu isolieren. Der Fall ist anhängig, und weitere Ermittlungen zielen darauf ab, das vollständige Ausmaß der Straftat zu ermitteln und alle Geschädigten zu identifizieren.

Mentioned People

  • Aurelia Aymé — Hauptverdächtige, Guru-Frau, angeklagt, eine sektiererische Struktur zur Psychomanipulation zum Zweck der Bereicherung geschaffen zu haben.
  • Clarisse Taron — Staatsanwältin der Republik in Straßburg, die eine Mitteilung zu dem Fall herausgab.