Der Landwirtschaftsverband Unió de Pagesos erzielte einen deutlichen Sieg bei den katalanischen Landwirtschaftswahlen und erhielt 47 % der Stimmen. Die Regionalregierung schlug gleichzeitig eine Gehaltserhöhung für Lehrer in Höhe von 2500 Euro pro Jahr vor, die jedoch von den Gewerkschaften abgelehnt wurde. In Barcelona wurde ein Antrag auf Einsetzung einer Kommission zur Bekämpfung spekulativer Wohnungskäufe abgelehnt, stattdessen wurde jedoch ein Rabatt von 50 % auf die Kosten der Schulkantinen beschlossen. Die autonome Regierung präsentierte einen Rekordhaushalt für Bildung, und die oppositionellen Rechtsparteien kündigten Änderungsanträge in ihrer Gesamtheit an.
Sieg der Landwirte bei den Wahlen
Unió de Pagesos, die wichtigste landwirtschaftliche Organisation in Katalonien, erhielt 47 % der Stimmen bei den Wahlen zur Landwirtschaftskammer. Dies bestätigt ihre dominierende Position im Agrarsektor der Region.
Abgelehnte Gehaltserhöhung für Lehrer
Das Bildungsministerium der katalanischen Regierung schlug eine Gehaltserhöhung für Lehrer in Höhe von 2500 Euro pro Jahr vor. Die Gewerkschaften lehnten das Angebot ab und forderten höhere Erhöhungen sowie die Abschaffung der sogenannten „sobrerratios”.
Anstieg des Bildungshaushalts
Der Bildungshaushalt in Katalonien für das Jahr 2026 beträgt 8 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 14 % im Vergleich zum Jahr 2023 entspricht. Die Mittel sollen unter anderem die geplanten Gehaltserhöhungen decken.
Streit um Wohnungsspekulation
Der Stadtrat von Barcelona lehnte einen Antrag auf Einsetzung eines Ausschusses ab, der Möglichkeiten zur Bekämpfung spekulativer Wohnungskäufe untersuchen sollte. Die Fraktionen Junts und Comuns legten ein Veto ein.
In Katalonien gab es eine Reihe wichtiger politischer und sozialer Ereignisse. Das wichtigste davon sind die Ergebnisse der Landwirtschaftswahlen, bei denen der Verband Unió de Pagesos seine Position mit 47 % der Stimmen bestätigte. Diese Wahlen entscheiden über die Vertretung des Agrarsektors in den Beratungsgremien. Parallel dazu gibt es Auseinandersetzungen im Bildungssektor. Die autonome Regierung schlug den Lehrern eine Gehaltserhöhung in Höhe von 2500 Euro pro Jahr vor. Die Gewerkschaften lehnten diesen Vorschlag als unzureichend ab und forderten höhere Erhöhungen sowie die Abschaffung zusätzlicher Arbeitsstunden für Lehrer, die als sobrerratios bezeichnet werden. Die Verhandlungen über eine neue Tarifvereinbarung für Lehrer sind festgefahren.Katalonien erhielt nach der Wiederherstellung seines Autonomiestatuts im Jahr 1979 erhebliche Kompetenzen im Bildungsbereich zurück. Die Region hat ihr eigenes Bildungssystem, das Katalanisch als Hauptunterrichtssprache umfasst, was sie vom Rest Spaniens unterscheidet. Vor dem Hintergrund dieser Verhandlungen wurde ein Rekordhaushalt für Bildung in Höhe von 8 Milliarden Euro vorgestellt. Dies stellt einen Anstieg von 14 % im Vergleich zum Jahr 2023 dar und soll unter anderem die Finanzierung von Gehaltserhöhungen dienen. In Barcelona verschärft sich die Debatte über die Wohnungspolitik. Der Stadtrat lehnte einen Antrag auf Einsetzung eines Sonderausschusses ab, der Maßnahmen zur Bekämpfung spekulativer Wohnungskäufe erarbeiten sollte. Der Antrag scheiterte am Widerstand der Parteien Junts und Comuns, die seine Annahme ablehnten. Gleichzeitig verabschiedete der Rat einen anderen Beschluss, der einen 50-prozentigen Rabatt auf die Kosten der Schulkantinen für Grundschüler einführt. Diese Entscheidung soll Familien angesichts der jüngsten Erhöhung des täglichen Mittagessenpreises in Schulen auf 7,83 Euro helfen. Ein weiteres Instrument zur Bekämpfung des Wohnungstourismus soll ein Zuschussprogramm für Wohnungsgemeinschaften sein, die ihre Statuten ändern, um Kurzzeitvermietungen zu verbieten. In der nationalen Politik hat die Partei ERC einen Gesetzentwurf zur Gründung eines staatlich-regionalen Konsortiums für die Verwaltung staatlicher Investitionen in Katalonien registriert. Die oppositionellen Parteien Partido Popular und Vox kündigten an, Änderungsanträge in ihrer Gesamtheit zum von der regierenden Linken erstellten autonomen Haushaltsentwurf einzureichen, wobei sie unter anderem die darin enthaltenen „extremen Politiken” kritisierten.
Mentioned People
- Salvador Illa — Führer der Sozialistischen Partei Kataloniens (PSC), wahrscheinlich in Verbindung mit dem regionalen Haushalt.