Die Traditionsvereine des deutschen Fußballs, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach, stecken in einer tiefen sportlichen Krise. Werder rutschte nach einem torlosen Remis gegen den FC St. Pauli auf einen direkten Abstiegsplatz ab und verzeichnet eine Serie von 13 Spielen ohne Sieg. Eine ähnlich schwierige Situation herrscht in Mönchengladbach, wo die Sportdirektion nach dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg „gnadenlose Konsequenzen“ fordert. Unterdessen hat ein umstrittener Remis zwischen Heidenheim und VfB Stuttgart die Aufregung im Abstiegskampf weiter angeheizt.

Historische Krise bei Werder

Der Bremer Klub stellt mit 13 sieglosen Spielen in Folge einen unrühmlichen Rekord auf und ist nach der Niederlage gegen St. Pauli in die Abstiegszone gerutscht.

Alarm in Mönchengladbach

Die Vereinsführung der Borussia fordert nach einer weiteren Niederlage drastische Veränderungen; Fans wenden sich vom Team ab.

VAR-Skandal in Heidenheim

Der VfB Stuttgart verliert Punkte unter kontroversen Umständen nach einer Video-Intervention, die ein Tor zugunsten der Gegner zurücknahm.

Die Situation des SV Werder Bremen wird kritisch. Nach der 1:2-Niederlage im Stadtderby gegen den FC St. Pauli verzeichnete der Bremer Klub die schlechteste Serie seiner 127-jährigen Geschichte und blieb seit dreizehn Spieltagen sieglos. Die Frustration der Fans erreichte ihren Höhepunkt, was sich in der Verweigerung des traditionellen Treffens mit den Spielern unter dem Gästesektor nach dem Spiel äußerte. Abstieg droht dem Verein umso realer, als der Kader durch Verletzungen systematisch geschwächt wird. Das neueste Problem des Trainers ist eine Muskelverletzung von Felix Agu, was die Situation in der Defensive zusätzlich verkompliziert. In ähnlich düsterer Stimmung befindet sich Borussia Mönchengladbach. Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg forderte Sportdirektor Rouven Schröder öffentlich eine ehrliche und schonungslose Fehleranalyse. Obwohl Trainer Eugen Polanski, der im September Gerardo Seoane ersetzte, weiterhin offizielle Unterstützung von den Vereinsverantwortlichen genießt, verdichtet sich die Atmosphäre um das Team. Die Fans der Borussia demonstrierten während des Spiels ihre Unzufriedenheit, indem sie dem Spielfeld den Rücken zukehrten, was der Trainer mit Verständnis aufnahm und zugab, dass er an ihrer Stelle selbst nach einer Möglichkeit suchen würde, seinen Protest gegen die Leistung der Mannschaft auszudrücken. Werder Bremen, der viermalige deutsche Meister, stieg zuletzt in der Saison 2020/2021 aus der Bundesliga ab und kehrte nach nur einem Jahr in die Elite zurück. Borussia Mönchengladbach wiederum war in den 1970er Jahren der dominierende Verein der Liga und gewann in dieser Zeit fünf Meistertitel.Ein außergewöhnlicher Verlauf kennzeichnete das Spiel des Tabellenschlusslichts 1. FC Heidenheim gegen den VfB Stuttgart. Das 3:3-Unentschieden löste eine Welle der Kritik am VAR-System aus. Die größte Kontroverse entfachte eine Entscheidung in der 73. Minute, als der Schiedsrichter nach der Annullierung eines Tores für Stuttgart einen Elfmeter für Heidenheim wegen eines zuvor begangenen Foulspiels gab. Ermedin Demirović, Stürmer des VfB, bezeichnete sich selbst als „das ärmste Schwein auf dem Platz“ und stellte die Genauigkeit der gezeichneten Abseitslinien in Frage, die seiner Mannschaft den Sieg kosteten. „Aktualnie mamy zero pewności siebie i to widać.” (Aktuell haben wir null Selbstvertrauen, und das sieht man.) — Marco Friedl Trotz des unglücklichen Remis versucht Heidenheims Trainer Frank Schmidt, optimistisch zu bleiben, und behauptet, dass „im Keller noch Licht brennt“. Dennoch stellt der Rückstand von sechs Punkten auf den Relegationsplatz bei zehn sieglosen Spielen in Folge seinen Verein als Hauptkandidaten für den Abschied von der höchsten Spielklasse dar. 13 — Spiele in Folge ohne Sieg verzeichnete Werder Bremen Serie ohne Sieg: Werder Bremen: 13, Heidenheim: 10, Borussia M'Gladbach: 7

Mentioned People

  • Felix Agu — Abwehrspieler von Werder Bremen, der eine Muskelverletzung erlitten hat.
  • Eugen Polanski — Trainer von Borussia Mönchengladbach, der Verständnis für die Proteste der Fans zeigt.
  • Rouven Schröder — Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, der Veränderungen fordert.
  • Ermedin Demirović — Spieler des VfB Stuttgart, der die Schiedsrichterentscheidungen des VAR-Systems kritisierte.