Der amerikanische Finanzriese Blue Owl Capital Inc. hat eine Welle der Besorgnis an den Märkten ausgelöst, nachdem er Beschränkungen für die Mittelabhebung aus einem seiner Schlüsselfonds für Privatanleger angekündigt hat. Die Entscheidung, vierteljährliche Rücknahmen von Anteilen zugunsten von Auszahlungen aus den Erlösen des Verkaufs von Vermögenswerten aufzugeben, führte zu einem starken Kursrückgang der Aktien des Unternehmens und anderer Akteure des Sektors und wirft Fragen zur Stabilität des gesamten Privatschuldenmarktes mit einem Volumen von fast zwei Billionen Dollar auf.

Blockade von Auszahlungen aus Fonds

Blue Owl beschränkte die Möglichkeit für Privatanleger, Bargeld aus dem Fonds Blue Owl Capital Corp II abzuheben, indem es die Regeln für vierteljährliche Rücknahmen änderte.

Milliardenschwerer Ausverkauf von Vermögenswerten

Das Unternehmen verkaufte ein Kreditportfolio im Wert von 1,4 Milliarden Dollar an Giganten wie CalPERS und OMERS, um Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Heftige Börsenreaktion

Die Aktien von Blue Owl fielen um über 9%, lösten einen Dominoeffekt aus und führten zu Abschlägen bei Wettbewerbern, einschließlich Apollo und Blackstone.

Politische Aufsicht

Senatorin Elizabeth Warren rief nach den jüngsten Turbulenzen zu mehr Transparenz und Regulierung im Private-Credit-Sektor auf.

Die Situation um Blue Owl Capital Inc. wurde zum Katalysator für einen breiten Ausverkauf von Aktien alternativer Vermögensverwalter. Das Unternehmen beschloss, die Liquidität im Fonds Blue Owl Capital Corp II einzuschränken, was direkt das Vertrauen der Privatanleger traf. Anstatt der bisherigen Möglichkeit des vierteljährlichen Kapitalrückzugs erhalten Anleger nun Mittel aus laufenden Kreditrückzahlungen oder dem Verkauf des Portfolios. Um den Markt zu beruhigen und Bargeld für Auszahlungen zu beschaffen, hat Blue Owl den Verkauf eines Kreditportfolios im Wert von 1,4 Milliarden Dollar abgeschlossen. Käufer waren große Pensionsfonds wie CalPERS und OMERS sowie das Versicherungsunternehmen Kuvare, das zudem kapitalmäßig mit Blue Owl verbunden ist. Der Markt reagierte nervös auf diese Nachrichten und befürchtet, dass der Sektor Private Credit mit tieferen strukturellen Problemen kämpft. Die Aktien von Blue Owl verbilligten sich um fast 10 Prozent während einer Handelssitzung, und der Abschlag traf auch Giganten wie Ares Management, Apollo und Blackstone. Investoren fürchten besonders die Exposition der Fonds gegenüber dem Software-Sektor, der unter der KI-Revolution leiden könnte. Zudem wachsen die Sorgen um sogenannte faule Kredite, die sich in den Bilanzen der Schattenbanken verbergen könnten. Nach der Finanzkrise 2008 schränkten traditionelle Banken ihre Kreditvergabe aufgrund restriktiver Regulierungen ein, was den Weg für die dynamische Entwicklung von Private-Credit-Fonds ebnete, die heute Vermögen von etwa 2 Billionen Dollar verwalten. Öl ins Feuer gossen Berichte über einen drastischen Wertverfall strukturierter Instrumente im Zusammenhang mit Blue Owl, von denen einige derzeit auf nur 47 Cent pro Dollar bewertet werden. Die Situation zog die Aufmerksamkeit amerikanischer Regulierungsbehörden auf sich. Senatorin Elizabeth Warren rief zu einer verstärkten Aufsicht über diesen intransparenten Markt auf. Das Management des Unternehmens, vertreten durch Co-Vorsitzende wie Doug Ostrover, versucht, das Problem herunterzuspielen und behauptet, das Unternehmen habe die Liquidität nicht vollständig eingefroren, sondern nur den Mechanismus ihrer Bereitstellung geändert. „Wir frieren die Liquidität der Anleger im Fonds Blue Owl Capital Corp II nicht ein.” — Erklärung von Blue Owl Diese Botschaft beruhigte die Börsianer jedoch nicht, die in den Maßnahmen des Unternehmens ein Warnsignal für den gesamten Sektor der nicht-bankgebundenen Finanzierung sehen.

Rückgänge der Aktienkurse von Vermögensverwaltungsunternehmen (19. Februar 2026): Blue Owl: -9.4, Ares Management: -7.2, Apollo Global: -6.5, Blackstone: -5.8, KKR: -5.2

1.4 mld USD — Wert der verkauften Kredite für Auszahlungen an Anleger

Liquiditätskrise bei Blue Owl: 18. Februar 2026 — Ankündigung des Verkaufs von Vermögenswerten; 19. Februar, vormittags — Beschränkung der Rücknahmen; 19. Februar, abends — Crash an der Börse; 20. Februar 2026 — Reaktion von Senatorin Warren

Konzentriert sich auf die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung des Schattenbankenmarktes und den Schutz von Kleinanlegern vor aggressiven Praktiken der Finanzkreise. | Betonung der natürlichen Marktrisiken und Anpassungsmechanismen der Fonds, warnt vor übermäßiger Panik, die innovative Finanzierungen ersticken könnte.

Mentioned People

  • Elizabeth Warren — Amerikanische Senatorin, die zur Regulierung des Private-Credit-Marktes aufruft.
  • Doug Ostrover — Co-Vorsitzender von Blue Owl Capital.