Juventus Turin verabschiedete sich nach einem emotionsgeladenen Rückspiel gegen Galatasaray Istanbul aus der prestigeträchtigen Champions League. Obwohl die Alte Dame auf eigenem Platz mit 3:2 gewann, bedeuteten die Niederlage im Hinspiel und die Auswärtstorregel das Weiterkommen für das türkische Team. Das Spiel wurde von einer kontroversen roten Karte für Lloyd Kelly überschattet, die der polnische Schiedsrichter Tomasz Kwiatkowski nach einer VAR-Analyse zeigte und damit seine ursprüngliche Entscheidung für eine gelbe Karte korrigierte.

VAR-Kontroverse mit Polen

Tomasz Kwiatkowski änderte die gelbe Karte für Kelly in eine rote, was laut vielen Experten der entscheidende Fehler des Spiels war.

Juventus gewinnt, scheidet aber aus

Der 3:2-Sieg nach Verlängerung reichte nicht zum Aufstieg. Galatasaray zieht ins Achtelfinale der Champions League ein.

Dybala-Rückkehr als Highlight

Paulo Dybala hat das Training wiederaufgenommen und soll für das bevorstehende Serie-A-Spiel zwischen Rom und Juventus einsatzbereit sein.

Zukunft von McKennie

Es gibt Berichte über eine baldige Vertragsverlängerung des Amerikaners, trotz der Enttäuschung über die Europapokal-Ergebnisse.

Trotz eines 3:2-Sieges nach Verlängerung gelang es Juventus Turin nicht, in das Achtelfinale der Champions League einzuziehen, und beendete seine europäische Kampagne in der Gruppenphase. Die Partie im Allianz Stadium lieferte den Fans enorme Emotionen, aber auch Schiedsrichterkontroversen, die zum Hauptthema der Nachspielanalysen wurden. Der Wendepunkt war die Situation mit Lloyd Kelly. Der Verteidiger der Gastgeber wurde zunächst mit einer gelben Karte bestraft, doch nach Intervention des VAR entschied sich Schiedsrichter Tomasz Kwiatkowski für den direkten Platzverweis des Spielers. Diese Entscheidung löste im italienischen Lager Wut aus, und der Klubdirektor Cyril Comolli bezeichnete sie als „frustrierend“ und unverständlich. Juventus Turin, gegründet 1897, ist der erfolgreichste Verein Italiens, gewann die Champions League jedoch zuletzt 1996 und verlor seitdem fünf Finals dieser Wettbewerbe. Mit zehn Spielern zeigten die Schützlinge von Luciano Spalletti außergewöhnlichen Charakter, holten den Rückstand auf und erzwangen die Verlängerung. Der Held von Galatasaray war jedoch Victor Osimhen, dessen Treffer in der Nachspielzeit letztlich über das Weiterkommen entschied. Interessanterweise feierte der nigerianische Stürmer das Tor aus Respekt vor Trainer Spalletti, mit dem er bei Napoli zusammengearbeitet hatte, was in den sozialen Medien große Wellen schlug. Diese Niederlage bedeutet für Juventus das achte Enttäuschungsjahr in Folge auf internationaler Bühne und stellt die Richtung des von Spalletti aufgebauten Projekts infrage. Der Trainer erschien nicht zur Pressekonferenz und schickte stattdessen die Klublegende Giorgio Chiellini. Die italienisch-türkische Rivalität in europäischen Pokalen hat eine lange Geschichte, die bis in die 1960er Jahre zurückreicht und oft nicht nur von sportlichen Emotionen, sondern auch von Spannungen auf den Rängen geprägt war, was durch Vorfälle mit 50 identifizierten Ultras in Turin bestätigt wurde. Parallel zum Drama in Turin bereitet sich die Mannschaft auf das Ligaduell mit Rom vor. Aus dem römischen Lager gibt es gute Nachrichten für Trainer Gasperini – Paulo Dybala ist mit voller Belastung ins Training zurückgekehrt und wird voraussichtlich gegen seine ehemalige Mannschaft antreten. Im Juventus-Team laufen bereits Debatten über den Neuaufbau des Kaders. Trotz des Ausscheidens aus Europa versicherte John Elkann, an der Spitze der Holding Exor, dass er den Klub nicht verkaufen wolle. Priorität soll die Vertragsverlängerung mit Weston McKennie sowie die Verpflichtung mehrerer neuer Spieler haben, die der Alten Dame im nächsten Saison wieder Glanz verleihen sollen. „Espulsione di Kelly decisione frustrante” (Die Rote Karte für Kelly war eine frustrierende Entscheidung.) — Cyril Comolli „Osimhen spiega perché non ha esultato al gol” (Osimhen erklärt, warum er das Tor nicht gefeiert hat.) — Victor Osimhen

Mentioned People

  • Tomasz Kwiatkowski — Polnischer Videoschiedsrichter, dessen Entscheidung zur Änderung der Strafe für Kelly enorme Kontroversen auslöste.
  • Victor Osimhen — Torschütze des entscheidenden Tores für Galatasaray, der das Tor gegen Juventus nicht feierte.
  • Lloyd Kelly — Verteidiger von Juventus, der nach Intervention des VAR-Systems mit einer roten Karte bestraft wurde.
  • Giorgio Chiellini — Legende von Juventus, der Spalletti auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vertrat.