Die italienische Skirennläuferin Federica Brignone hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo Geschichte geschrieben. Nur 315 Tage nach einem schweren Unfall, der ihre Karriere fast beendet hätte, holte die 35-Jährige die Goldmedaille im Super-G. Sie ist damit die älteste Olympiasiegerin in der Geschichte des alpinen Skisports. Dieser Triumph, von Medien und Experten als „Wunder von Cortina“ gefeiert, krönt eine heroische Rehabilitation und einen außergewöhnlichen Kampfgeist.

Historischer Altersrekord

Federica Brignone wurde im Alter von 35 Jahren die älteste Goldmedaillengewinnerin in der Geschichte der alpinen Wettbewerbe bei Olympischen Spielen und übertraf damit den Rekord von Aksel Lund Svindal.

Comeback nach schwerer Verletzung

Der Sieg erfolgte nur 315 Tage nach einem Unfall, bei dem die Skirennläuferin einen Bruch von Schien- und Wadenbein sowie einen Kreuzbandriss im linken Bein erlitt.

Anerkennung des Staatsoberhaupts

Der italienische Präsident Sergio Mattarella gratulierte der Athletin persönlich und betonte, dass ihr Erfolg ein Stolz für ganz Italien und ein Beweis für die Stärke des Nationalgeistes sei.

Die italienische Skirennläuferin Federica Brignone hat eine Leistung vollbracht, die für immer in die Annalen des Weltsports eingehen wird. Am Donnerstag holte sie auf der berühmten Piste Olimpia delle Tofana die olympische Goldmedaille im Super-G. Dieser Erfolg ist umso spektakulärer, da Brignone erst vor 10 Monaten komplizierte Brüche im linken Bein und einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Der Operateur der Athletin, Dr. Andrea Panzeri, räumte offen ein, dass eine Rückkehr zur vollen Leistungsfähigkeit in so kurzer Zeit und erst recht der Gewinn der höchsten Auszeichnung aus medizinischer Sicht fast unvorstellbar war. Federica Brignone ist eine der erfolgreichsten alpinen Skirennläuferinnen in der Geschichte Italiens. Im Jahr 2020 gewann sie als erste Vertreterin ihres Landes den Gesamtweltcup und damit den Kristallglobus.Im Ziel schlug Brignone die Französin Romane Miradoli und die Österreicherin Cornelia Huetter. Ihre Fahrt wurde vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella verfolgt, der ihr nach dem Wettkampf persönlich gratulierte. Die Athletin selbst gab in emotionalen Interviews zu, dass der Weg zurück mit enormen Schmerzen verbunden war, die sie bis heute begleiten. „Ich wusste nach dem Unfall nicht einmal, ob ich überhaupt wieder professionell Sport treiben könnte.” — Federica Brignone Die Familie der Sportlerin betont, dass die Ernennung zur Fahnenträgerin der italienischen Mannschaft ein entscheidender Moment für ihre Motivation war. 315 dni — vergingen vom schweren Unfall bis zum Goldgewinn Das Publikum in Cortina d’Ampezzo war Zeuge nicht nur eines sportlichen Wettkampfs, sondern auch einer nationalen Feier, die von einem Überflug der Kunstflugstaffel Frecce Tricolori gekrönt wurde. Brignones Erfolg wurde zur Inspiration für die italienische Öffentlichkeit und ist ein Beweis für Widerstandsfähigkeit und Charakterstärke angesichts widriger Umstände. Bereits jetzt ist die Produktion eines Dokumentarfilms über ihren Weg zu diesem Sieg angekündigt. Trotz der Anregung ihres Vaters, der öffentlich dazu aufrief, ihre Karriere nach diesem Triumph zu beenden und eine Familie zu gründen, konzentriert sich Federica auf weitere Starts, darunter den kommenden Riesenslalom. Podio des olympischen Super-G der Frauen: 1. Federica Brignone — 1:23.11; 2. Romane Miradoli — +0.05; 3. Cornelia Huetter — +0.41

Mentioned People

  • Federica Brignone — Italienische alpine Skirennläuferin, Olympiasiegerin im Super-G 2026.
  • Andrea Panzeri — Orthopädischer Chirurg, Leiter der medizinischen Kommission des italienischen Skiverbands, der Brignone operierte.
  • Sergio Mattarella — Präsident Italiens, anwesend bei den Spielen während Brignones Triumph.
  • Davide Brignone — Bruder und Trainer von Federica Brignone.
  • Maria Rosa Quario — Mutter von Federica, früher erfolgreiche alpine Skirennläuferin.