Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz präsentiert ab dem 6. März die Ausstellung "Mahlzeit", die dem Motiv des Essens in der Kunst gewidmet ist. Die Exposition umfasst 75 Werke von etwa 1900 bis zur Gegenwart, darunter Arbeiten von Gerhard Richter, Georg Baselitz und Otto Dix. Die Kuratoren zeigen, wie Künstler über Jahrzehnte hinweg kulinarische Themen darstellten, von Stillleben bis hin zu Gesellschaftskritik. Die Ausstellung läuft bis zum 5. Oktober 2026.

Ausstellung "Mahlzeit" in Chemnitz

Das Museum Gunzenhauser in Sachsen eröffnet am 6. März 2026 eine Ausstellung, die sich auf Darstellungen von Essen in der Kunst konzentriert. Die Exposition umfasst 75 Werke, von Gemälden der klassischen Moderne bis hin zu zeitgenössischen Installationen.

Werke von Richter bis Dix

Zu den präsentierten Künstlern gehören Namen wie Gerhard Richter, Georg Baselitz, Otto Dix und Sigmar Polke. Die Arbeiten stammen aus dem eigenen Museumsbestand sowie aus Leihgaben, darunter vom Museum Ludwig in Köln.

Motiv von der Moderne bis heute

Die Kuratoren verfolgen die Entwicklung des Themas Essen in der Kunst ab etwa 1900. Sie zeigen, wie Künstler von traditionellen Stillleben dazu übergingen, es für gesellschaftliche und politische Kommentare zu nutzen.

Bis zum 5. Oktober 2026

Die Ausstellung "Mahlzeit" im Museum Gunzenhauser läuft sieben Monate lang, bis zum 5. Oktober 2026. Die Institution verwandelt sich für diese Zeit in eine sogenannte "Feinkunsthalle", also eine Halle für ausgewählte Kunst.

Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz, Teil der Kunstsammlungen Chemnitz, hat für die Frühlingssaison 2026 eine Ausstellung mit dem Titel „Mahlzeit“ vorbereitet. Die Exposition, die ab dem 6. März für die Öffentlichkeit zugänglich ist, ist vollständig dem Motiv des Essens in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet. Die Kuratoren haben 75 Arbeiten zusammengestellt, die eine übergreifende Erzählung darüber bilden, wie Künstler über die Jahrzehnte hinweg kulinarische Themen wahrnahmen und darstellten. Das Museum Gunzenhauser, das 2007 eröffnet wurde, befindet sich in einem renovierten modernistischen Gebäude einer ehemaligen Bank und präsentiert eine der bedeutendsten Sammlungen der klassischen Moderne in Deutschland. Die Sammlung basiert auf einer Schenkung des Sammlers Alfred Gunzenhauser, der der Stadt über 2400 Werke übergab. In der Ausstellung finden sich Arbeiten führender deutscher Künstler wie Gerhard Richter, Georg Baselitz, Otto Dix und Sigmar Polke. Die Werke stammen hauptsächlich aus dem eigenen Museumsbestand, aber auch aus Leihgaben, unter anderem vom renommierten Museum Ludwig in Köln. Die Ausstellung ist chronologisch gegliedert und zeigt die Entwicklung von traditionellen, fast fetischistischen Stillleben aus dem frühen 20. Jahrhundert über Werke aus der Zeit der Weimarer Republik, die oft Gesellschaftskritik transportierten, bis hin zu zeitgenössischen Installationen und Fotografien. Die Kuratoren betonen, dass Essen in der Kunst selten nur dekorativen Zwecken diente; viel häufiger war es ein Vorwand für Kommentare über Überfluss, Mangel, Konsumismus oder kulturelle Identität. „Essen ist ein universelles Thema. Es verbindet Kulturen und Epochen. In der Kunst wird es aber oft zum Spiegel gesellschaftlicher Zustände” — Museumsdirektorin Die Ausstellung läuft bis zum 5. Oktober 2026 und bietet den Besuchern damit eine siebenmonatige Gelegenheit, sich mit diesem breiten Thema vertraut zu machen. Die Organisatoren verwenden für das Projekt bewusst die Bezeichnung „Feinkunsthalle“, ein Wortspiel, das auf „Feinkost“ (Delikatessen) anspielt und den außergewöhnlichen, ausgewählten Charakter der präsentierten Sammlung unterstreicht. Die Veranstaltung reiht sich in einen breiteren Museumstrend ein, der auf die Schaffung thematischer, interdisziplinärer Ausstellungen abzielt, die sowohl Kunstkenner als auch ein breiteres Publikum ansprechen, das an einem konkreten Alltagsthema interessiert ist. Für das Museum Gunzenhauser ist es auch eine Gelegenheit, weniger bekannte Werke aus seinen reichen Beständen in einem neuen, zugänglichen Kontext zu präsentieren.

Mentioned People

  • Gerhard Richter — Deutscher Maler, einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler, dessen Arbeit in der Ausstellung zu sehen ist.
  • Georg Baselitz — Deutscher Maler und Bildhauer, bekannt für seine umgekehrten figurativen Darstellungen, vertreten in der Ausstellung.
  • Otto Dix — Deutscher Maler und Grafiker, der der Neuen Sachlichkeit zugeordnet wird, dessen gesellschaftskritische Werke aus der Weimarer Zeit Teil der Ausstellung sind.
  • Sigmar Polke — Deutscher Maler und Fotograf, eine wichtige Figur der deutschen Nachkriegskunst, vertreten in der Ausstellung "Mahlzeit".