Das US-Verteidigungsministerium erwägt, die Partnerschaft mit dem Unternehmen Anthropic, dem Schöpfer des KI-Modells Claude, zu beenden. Der Konflikt betrifft Restriktionen, die das Unternehmen für die militärische Nutzung seiner Technologie auferlegt. Das Pentagon fordert uneingeschränkten Zugang zu KI-Werkzeugen für operative Zwecke, einschließlich Waffenentwicklung und Kampfeinsätzen. Dies ist eine beispiellose Verschärfung der Beziehungen zwischen der US-Regierung und dem Hightech-Sektor angesichts wachsender geopolitischer Herausforderungen.
Ultimatum für Anthropic
Das Pentagon warnt, dass Anthropic Kosten tragen wird, wenn es der Nutzung seiner KI-Technologie für Kampfeinsätze und Geheimdienstoperationen nicht zustimmt.
Die Angelegenheit um Nicolás Maduro
Es gibt Verdachtsmomente, dass das US-Militär das Modell Claude bei der Operation zur Festnahme von Maduro genutzt hat, was gegen die Richtlinien des Unternehmens verstoßen haben könnte.
Überprüfung der Verträge
Sprecher Sean Parnell bestätigte, dass das Verteidigungsministerium im Kontext der nationalen Sicherheit eine Überprüfung der Beziehungen zum Unternehmen durchführt.
Der Konflikt zwischen dem US-Verteidigungsministerium und Anthropic, einem der führenden Unternehmen im Bereich künstlicher Intelligenz, spitzt sich zu. Nach jüngsten Berichten hat das Pentagon das Unternehmen gewarnt, es werde einen „Preis” zahlen, wenn es sich nicht vollständig den militärischen Anforderungen anpasst. Das Ministerium drängt führende KI-Labore dazu, ihre Werkzeuge für alle gesetzlich zulässigen Zwecke verfügbar zu machen. Dazu gehören sensible Bereiche wie Waffenentwicklung, die Sammlung von Geheimdienstinformationen und direkte Kampfeinsätze. Der Streit hat sich nach monatelangen schwierigen Verhandlungen verschärft. Das Pentagon strebt volle operative Freiheit an, während Anthropic auf der Beibehaltung bestimmter Sicherheits- und Ethikbeschränkungen besteht. Inoffiziellen Informationen zufolge könnte das Militär die Technologie des Unternehmens bereits bei Operationen eingesetzt haben, die zur Festnahme von Nicolás Maduro führten, was möglicherweise die Nutzungsbedingungen des Anbieters verletzte. Pentagon-Sprecher Sean Parnell betonte, dass die Beziehungen zu Anthropic überprüft werden und die Armee Partner brauche, die bereit sind, Soldaten in jedem Gefecht zu unterstützen. Seit dem Kalten Krieg durchliefen die Beziehungen zwischen dem Silicon Valley und dem US-Verteidigungssektor verschiedene Phasen, von der Zusammenarbeit bei der Schaffung des Internets und GPS bis hin zu Protesten von Mitarbeitern von Technologieunternehmen gegen Militärverträge im letzten Jahrzehnt. Der Druck des Pentagons beschränkt sich nicht nur auf ein einzelnes Unternehmen, doch Anthropic ist zum Hauptziel öffentlicher Warnungen geworden. Experten weisen darauf hin, dass die Androhung von Sanktionen, die normalerweise ausländischen Gegnern vorbehalten sind, zeigt, wie kritisch die Dominanz im Bereich der Algorithmen für die nationale Sicherheit geworden ist. Wenn Anthropic nicht nachgibt, könnte es den Zugang zu lukrativen Regierungsaufträgen verlieren, was den Weg für Wettbewerber ebnen würde, die zu größeren Zugeständnissen bei ethischen Blockaden von KI-Systemen bereit sind. „Unsere Nation verlangt, dass unsere Partner bereit sind, unseren Soldaten zu helfen, jeden Kampf zu gewinnen. Letztendlich geht es um unsere Truppen und die Sicherheit der Amerikaner.” — Sean Parnell 4 — führende KI-Labore stehen unter Druck des Pentagons
Betonung des Rechts privater Unternehmen, ethische Grundsätze festzulegen, und Warnung vor der Militarisierung von Technologie ohne Aufsicht. | Akzentuierung der Notwendigkeit einer vollständigen Unterstützung der Armee durch die heimische Technologieindustrie, um die Vormachtstellung gegenüber China zu wahren.
Mentioned People
- Sean Parnell — Pressesprecher des Pentagons, zuständig für die Kommunikation in Bezug auf die Beziehungen zum Technologiesektor.
- Nicolás Maduro — Politiker aus Venezuela, dessen Festnahme angeblich durch KI-Technologie unterstützt wurde.