Detective Mark Luker, einer der ersten Beamten am Ort des Terroranschlags auf die London Bridge im Jahr 2017, wurde von der British Transport Police wegen schweren Fehlverhaltens entlassen. Der Beamte hatte in einer privaten WhatsApp-Gruppe beleidigende und rassistische Sprache gegenüber der Roma- und Traveller-Gemeinschaft verwendet. Eine Disziplinarkommission stellte fest, dass sein Verhalten die beruflichen Standards verletzt und das Vertrauen in die Institution untergraben habe.

Entlassung wegen rassistischer Nachrichten

Detective Mark Luker von der British Transport Police wurde entlassen, weil er das beleidigende Wort „pikey“ und andere abwertende Begriffe in WhatsApp-Gesprächen über Roma und Traveller verwendet hatte.

Heldentat während des Terroranschlags

Luker war einer der ersten Beamten, die am Ort des blutigen Messerangriffs auf die London Bridge im Juni 2017 eintrafen, bei dem acht Menschen starben.

Entscheidung der Disziplinarkommission

Die Disziplinarkommission stellte fest, dass das Verhalten des Beamten ein schweres Fehlverhalten darstelle und das öffentliche Vertrauen in die Polizei untergrabe, was zur automatischen Entlassung führte.

Detective Mark Luker, ein Beamter der British Transport Police (BTP), wurde aus dem Dienst entlassen, nachdem eine Disziplinarkommission ihn eines schweren Fehlverhaltens für schuldig befunden hatte. Grund waren beleidigende Nachrichten, die er in einer privaten WhatsApp-Gruppe über die Roma-, Sinti- und Traveller-Gemeinschaft (GRT) gepostet hatte. In der Kommunikation verwendete er unter anderem das stark abwertende und als rassistisch geltende Wort „pikey“. In einer Nachricht tauchte auch das Wort „dags“ auf, eine Anspielung auf Guy Ritchies Film „Snatch – Schweine und Diamanten“ (Snatch), in dem eine Figur Probleme hat, den Akzent irischer Traveller-Boxer zu verstehen.

Der Terroranschlag auf die London Bridge und den nahegelegenen Borough Market fand am Abend des 3. Juni 2017 statt. Drei Täter, die mit dem sogenannten Islamischen Staat in Verbindung standen, fuhren mit einem Auto in Fußgänger auf der Brücke und griffen anschließend Menschen im gastronomischen Viertel mit Messern an. Bei den Angriffen kamen acht Menschen ums Leben und etwa 48 wurden verletzt. Die Täter wurden von der Polizei innerhalb von acht Minuten nach der ersten Meldung erschossen. Es war einer einer Reihe von Terroranschlägen in Großbritannien im Jahr 2017. Die Entscheidung, Luker zu entlassen, hat besonderes Gewicht, da dieser Beamte einer der ersten am Ort dieser Tragödie war, was ihm zuvor Anerkennung eingebracht hatte. Die Disziplinarkommission, die den Fall prüfte, stellte fest, dass seine „beleidigende und verächtliche Sprache“ für einen Polizeibeamten völlig inakzeptabel sei und einen eklatanten Verstoß gegen professionelle Standards darstelle. „The language used by DC Luker was offensive, derogatory and wholly unacceptable for a police officer.” (Die von DC Luker verwendete Sprache war beleidigend, abwertend und für einen Polizeibeamten völlig inakzeptabel.) — Panel Chairman Die Kommission betonte, dass ein solches Verhalten das öffentliche Vertrauen in die Polizeikräfte untergrabe, die allen Bürgern unabhängig von ihrer Herkunft dienen und sie schützen sollten.

Der Fall löst eine breitere Diskussion über die interne Kultur in den britischen Polizeikräften und ihren Umgang mit ethnischen Minderheiten aus. In den letzten Jahren wurde die Polizei in Großbritannien, einschließlich des berühmten Scotland Yard, für zahlreiche Fälle von Rassismus, Sexismus und Homophobie in ihren Reihen kritisiert. British Transport Police führt eigene, unabhängige Disziplinarverfahren durch. Die Entscheidung zur automatischen Entlassung (was einer Kündigung gleichkommt) von Luker zeigt, dass die Institution derartige Vorfälle sehr ernst nimmt. Der Fall wirft auch ein Licht auf die Herausforderungen bei der Überwachung der privaten digitalen Kommunikation von Beamten. Liberale Medien betonen das systemische Problem des Rassismus in der britischen Polizei und die Notwendigkeit tiefgreifender Reformen, um das Vertrauen marginalisierter Gemeinschaften wiederherzustellen. | Konservative Medien könnten den Fall als Einzelfall von Fehlverhalten darstellen, dessen Preis der Verlust eines erfahrenen Beamten ist, und die Grenzen der Einmischung in private Kommunikation in Frage stellen.

Mentioned People

  • Mark Luker — Detective Constable (DC) der British Transport Police, wegen rassistischer WhatsApp-Nachrichten entlassen.
  • Guy Ritchie — Britischer Filmregisseur, Autor des Films 'Snatch – Schweine und Diamanten' (Snatch), auf den eine der beleidigenden Nachrichten anspielte.