Kanadas Premierminister Mark Carney hat öffentlich dazu aufgerufen, Prinz Andrew, den Sohn von Königin Elisabeth II., aus der britischen Thronfolge zu entfernen. Er forderte zudem, ihm seine königlichen Titel zu entziehen. Die Äußerung des Politikers ist eine Reaktion auf den Skandal um den ehemaligen Finanzier Jeffrey Epstein und seine Mitarbeiterin Ghislaine Maxwell, in den der ehemalige Herzog von York verwickelt ist. Carney, der selbst die britische Staatsbürgerschaft besitzt, betonte, dass es um moralische Standards und öffentliche Verantwortung gehe.

Appell des kanadischen Premierministers

Kanadas Premierminister Mark Carney hat dazu aufgerufen, Prinz Andrew formell aus der britischen Thronfolge auszuschließen und ihm seine königlichen Titel zu entziehen. Seine Äußerung ist eine direkte Reaktion auf den Skandal mit Beteiligung des Prinzen.

Hintergrund des Epstein-Skandals

Carneys Forderung ergibt sich aus der Verwicklung von Prinz Andrew in den sexuellen Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell. Der Prinz schloss 2022 einen außergerichtlichen Vergleich mit einer Frau, die ihn beschuldigte, sie sexuell missbraucht zu haben, als sie minderjährig war.

Reaktion und Kontext

Die Äußerung des kanadischen Regierungschefs ist ein seltener Fall einer öffentlichen Intervention eines hochrangigen Politikers aus dem Commonwealth in interne Angelegenheiten der britischen Monarchie. Carney betonte, dass es um moralische Prinzipien und öffentliche Verantwortung gehe.

Kanadas Premierminister Mark Carney hat öffentlich dazu aufgerufen, Prinz Andrew, den Sohn von Königin Elisabeth II., aus der britischen Thronfolge zu entfernen und ihm seine königlichen Titel zu entziehen. Die Äußerung des Politikers, der selbst die britische Staatsbürgerschaft besitzt, ist eine direkte Reaktion auf den Skandal um sexuellen Missbrauch Minderjähriger, in den der ehemalige Herzog von York verwickelt ist. Carney argumentierte, dass es um grundlegende moralische Standards und öffentliche Verantwortung gehe, die für Mitglieder der Königsfamilie gelten sollten. Prinz Andrew, der jüngere Sohn von Königin Elisabeth II., ist seit Jahren aufgrund seiner Kontakte zum Finanzier Jeffrey Epstein, der wegen Kinderhandels zu sexuellen Zwecken verurteilt wurde, eine kontroverse Figur. Im Jahr 2022 schloss der Prinz einen außergerichtlichen Vergleich mit Virginia Giuffre, die ihn beschuldigte, sie sexuell missbraucht zu haben, als sie minderjährig war. Infolge des Skandals wurde dem Prinzen von der Königin seine militärischen und königlichen Schirmherrschaften sowie der Titel Seine Königliche Hoheit (HRH) entzogen, und er zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Die Äußerung Carneys ist ein seltenes und bedeutendes Ereignis in den Beziehungen zwischen den Ländern des Commonwealth und der britischen Monarchie. Regierungschefs der Mitgliedsländer äußern sich üblicherweise nicht öffentlich zu internen Angelegenheiten der Königsfamilie. Carney, der vor seiner Amtsübernahme als Premierminister Kanadas Gouverneur der Bank of England war, betonte seine persönliche Vertrautheit mit britischen Institutionen. Sein Appell deutet auf wachsenden internationalen Druck in der Angelegenheit Prinz Andrew hin und wirft die Frage auf, inwieweit der Skandal das Ansehen der Monarchie außerhalb Großbritanniens beeinflusst. Das Verfahren zur Entfernung einer Person aus der Thronfolge ist kompliziert und würde die Zustimmung aller Parlamente der Commonwealth Realms erfordern, die den britischen Monarchen als ihr Staatsoberhaupt anerkennen. In der Praxis würde dies Änderungen in der Gesetzgebung jedes dieser Länder notwendig machen. Bisher wurden Personen von der Thronfolge ausgeschlossen, die Katholiken heirateten oder selbst zum Katholizismus konvertierten, sowie ältere Geschwister zugunsten jüngerer. Carneys Forderung eröffnet somit eine Debatte über neue, nicht-konfessionelle Ausschlusskriterien, die mit moralischem Verhalten und ziviler Verantwortung zusammenhängen.

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