Französische Rafale-Kampfjets haben mit Operationen zur Sicherung des Luftraums über Stützpunkten in den Vereinigten Arabischen Emiraten begonnen, nachdem Drohnenangriffe dem Iran zugeschrieben wurden. Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte die volle Bereitschaft, die Verteidigungsabkommen mit Verbündeten in der Region zu erfüllen. Gleichzeitig bereitet die Regierung in Paris Charterflüge für die am stärksten gefährdeten Bürger vor, während die Blockade der Straße von Hormus über 50 Schiffe unter französischer Flagge festhält.

Patrouillen der Rafale-Kampfflugzeuge

Die französische Luftwaffe sichert den Luftraum über den VAE nach Drohnenangriffen auf kritische Infrastruktur, einschließlich Stützpunkte und Rechenzentren.

Schiffe in der Straße von Hormus festgesetzt

Mehr als 50 mit Frankreich verbundene Handelsschiffe wurden infolge der Schließung der strategischen Meerenge durch den Iran blockiert.

Plan für Massenevakuierung

Paris bereitet Charterflüge für Bürger vor und weist Expatriates über sichere Wege zur Verlassen der Konfliktzone an.

Die militärische Lage im Nahen Osten hat ein direktes Engagement der französischen Streitkräfte zum Schutz eigener Ressourcen und zur Erfüllung von Bündnisverpflichtungen erzwungen. Das französische Außenministerium bestätigte, dass in der Region stationierte Rafale-Kampfflugzeuge Patrouillenmissionen über Militärstützpunkten in den Vereinigten Arabischen Emiraten durchgeführt haben. Diese Entscheidung folgte auf eine Reihe von Angriffen unbemannter Luftfahrzeuge, die unter anderem Rechenzentren des Konzerns Amazon in Abu Dhabi trafen. Obwohl Paris nicht vollständig sicher ist, ob französische Einrichtungen das direkte Ziel des Iran waren, betonte Außenminister Jean-Noël Barrot, dass das Land sich der Verantwortung aus den mit den Emiraten, Katar und Kuwait geschlossenen Verteidigungsverträgen nicht entziehen werde. Die Krise in der Region hat sofortige logistische und wirtschaftliche Störungen globalen Ausmaßes ausgelöst. Ein zentrales Problem bleibt die geschlossene Straße von Hormus, wo derzeit zwischen 50 und 55 Schiffe unter französischer Flagge oder im Besitz französischer Reedereien festsitzen. Trotz steigender Ölpreise auf den Weltmärkten beruhigt die französische Regierung die Öffentlichkeit und behauptet, dass kurzfristig kein Risiko von Kraftstoff- oder Gasengpässen an Tankstellen oder in Haushalten bestehe. Wirtschaftsminister Roland Lescure rief zur Ruhe auf und davon ab, Masseneinkäufe von Kraftstoff zu tätigen, was zu einer künstlich herbeigeführten Knappheit führen könnte. Frankreich unterhält seit 2008 eine ständige militärische Präsenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, als der Stützpunkt Al Dhafra eröffnet wurde, der einen zentralen Operationspunkt für die Kontrolle der Handelsrouten im Persischen Golf darstellt. Die humanitäre Dimension des Konflikts wird für die Verwaltung von Präsident Macron zur Priorität. Die Regierung bereitet über den Fil d'Ariane ein Evakuierungssystem vor und plant die Einrichtung spezieller Charterflüge für die am stärksten gefährdeten Personen. In Paris sind bereits erste Gruppen von Bürgern eingetroffen, die über den dramatischen Verlauf der Angriffe auf die städtische Infrastruktur in Abu Dhabi berichten. Gleichzeitig warnt die EU-Asylagentur vor der Gefahr einer massiven Flüchtlingsbewegung aus dem Iran, die zu einer neuen Herausforderung für die Stabilität der Grenzen der Gemeinschaft werden könnte. Auf diplomatischer Ebene erklärt Paris eine enge Zusammenarbeit mit China, um eine Deeskalation herbeizuführen, und setzt auf multilaterale Kanäle der Verständigung mit Teheran.

Mentioned People

  • Jean-Noël Barrot — Außenminister Frankreichs, zuständig für die Koordination diplomatischer und verteidigungspolitischer Maßnahmen in der Region.
  • Roland Lescure — Delegierter Minister für Industrie und Energie, der die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen gewährleistet.
  • Catherine Vautrin — Französische Ministerin u.a. für Gebietskörperschaften, die sich zum Schutz von Bürgern im Ausland äußerte.