Passagiere in vielen deutschen Städten kämpfen mit erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Verkehr. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks in Hessen, Bayern, Hamburg und Berlin aufgerufen. Die Proteste, die aus einer Sackgasse in den Tarifverhandlungen resultieren, betreffen U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Die Situation ist besonders schwierig in Frankfurt am Main, Hamburg sowie in den bayerischen Städten Augsburg und Regensburg, wo der Großteil des lokalen Verkehrs eingestellt wurde.

Massive Verkehrsbehinderungen

Die Streiks haben wichtige Metropolen wie Hamburg, Berlin und Frankfurt erfasst und zur Absage von Hunderten U-Bahn- und Straßenbahnfahrten geführt.

Fehlende Tarifeinigung

Die Gewerkschaft Verdi hat bisherige Vorschläge abgelehnt und fordert höhere Löhne und eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit für das Personal.

Alternativen für Passagiere

Es wird empfohlen, S-Bahnen und Regionalzüge zu nutzen, die in den meisten Städten von der aktuellen Protestaktion nicht betroffen sind.

Eine Welle von Warnstreiks rollt durch die deutschen städtischen Verkehrssysteme und lähmt den Alltag von Millionen Pendlerinnen und Pendlern. Hauptorganisator der Aktion ist die Gewerkschaft Verdi, die eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und deutliche Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten im ÖPNV fordert. In Hamburg kam es zu einem vollständigen Stillstand aller U-Bahn-Linien, was Tausende Schüler und Arbeitnehmer zwang, nach alternativen Verkehrsmitteln zu suchen. In Frankfurt am Main, der größten Stadt Hessens, müssen Passagiere ohne U-Bahn und Straßenbahnen auskommen und sich nur auf die S-Bahn und wenige regionale Busse verlassen. Das deutsche Modell der Sozialpartnerschaft basiert auf der Autonomie der Tarifverhandlungen, doch in den letzten Jahren werden Lohnstreitigkeiten im öffentlichen Sektor angesichts hoher Inflation zunehmend aggressiver und häufiger.Die Situation in Bayern ist ebenfalls kritisch; in Augsburg und Regensburg wurden ganztägige Betriebsunterbrechungen angekündigt, die bis zum Wochenende andauern könnten. In der Hauptstadt Berlin endete die dritte Verhandlungsrunde mit dem Betreiber BVG ergebnislos, was nach Ansicht der Gewerkschafter weitere Proteste unvermeidlich macht. Vertreter der Gewerkschaft Verdi bezeichnen das Fehlen von Angeboten der Arbeitgeber als „Provokation”. 24 Stunden — dauerte der vollständige U-Bahn-Stillstand in Hamburg an In Schleswig-Holstein wurden die Verhandlungen vertagt, ohne einen konkreten Einigungstermin festzulegen, obwohl dort vorerst keine direkten Termine für neue Streiks angekündigt wurden. Experten weisen darauf hin, dass die Häufung von Protesten mit geplanten Straßenbauarbeiten, wie der Schließung des Elbtunnels in Hamburg, am kommenden Wochenende zu einem vollständigen Verkehrszusammenbruch führen könnte. Passagieren wird empfohlen, mobile Apps zu nutzen und Fahrpläne in Echtzeit zu überprüfen, da viele Verbindungen kurzfristig abgesagt werden. „Drei Monate nach Beginn der Verhandlungen ist das Fehlen jeglicher Angebote der Arbeitgeber eine offene Provokation gegenüber den Beschäftigten.” — Serat Canyurt Zeitplan und Umfang der Proteste: 18. Februar — Lähmung von Hamburg und Bamberg; 19. Februar — Streik in Frankfurt und Bayern; 20. Februar — Ausweitung auf Wiesbaden Medien betonen die schwierige Situation der niedrig bezahlten Verkehrsmitarbeiter und ihr Recht auf würdige Arbeitsbedingungen in Zeiten der Inflation. | Die Presse betont die Belastung der Streiks für die Bürger und das Risiko einer Destabilisierung der Wirtschaft durch übermäßige Lohnforderungen der Gewerkschaften.

Mentioned People

  • Serat Canyurt — Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi in Berlin.
  • Paul Schmidt — Leiter der Tarifverhandlungen bei Verdi, verantwortlich für den öffentlichen Verkehrssektor.