Die autonome Regierung Kataloniens hat die Grundzüge des Haushalts für das kommende Jahr vorgestellt, in dem die Erhöhung der Sozialausgaben auf über 4,2 Milliarden Euro ein Kernelement ist. Diese Summe bedeutet einen Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zu 2023. Für internationale Hilfe und Zusammenarbeit mit der EU sind hingegen 143,4 Millionen Euro vorgesehen. Katalanische Sozialorganisationen kritisieren den Entwurf und weisen darauf hin, dass die Mittel zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit bei weitem nicht ausreichen, und fordern die Schaffung eines umfassenden rechtlichen Rahmens.

Rekordanstieg der Sozialausgaben

Die Generalitat plant, für Sozialpolitik über 4,2 Milliarden Euro bereitzustellen, was einen Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023 bedeutet. Diese Mittel sollen Unterstützung für Familien, ausgegrenzte Personen sowie Wohnungsbauprogramme umfassen.

Kritik von Nichtregierungsorganisationen

Katalanische Nichtregierungsorganisationen, die als dritter Sektor bezeichnet werden, haben die vorgesehenen Mittel als „unzureichend” bezeichnet. Sie schätzen, dass ein wirksamer und sofortiger Kampf gegen Obdachlosigkeit mindestens 100 Millionen Euro erfordern würde.

Mittel für internationale Zusammenarbeit

Im Rahmen des Haushalts sind auch 143,4 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und internationale Hilfe eingeplant. Ein Teil dieser Mittel soll für die Unterstützung Palästinas verwendet werden.

Forderung nach rechtlichem Rahmen

Sozialorganisationen fordern nicht nur eine höhere Finanzierung, sondern auch die Schaffung eines umfassenden Gesetzes, das die Frage der Bekämpfung von Obdachlosigkeit in Katalonien systematisch regeln würde.

Die autonome Regierung Kataloniens, Generalitat, hat die Haushaltsgrundzüge für das Jahr 2026 vorgestellt, bei denen die deutliche Erhöhung der Ausgaben für Sozialpolitik eine zentrale Priorität ist. Die geplante Summe beträgt über 4,2 Milliarden Euro, was einen Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023 bedeutet. Diese Mittel sollen für ein breites Spektrum an Programmen verwendet werden, darunter Unterstützung für Familien, Bekämpfung von Ausgrenzung und Sozialwohnungen. Der Haushaltsentwurf stieß jedoch auf scharfe Kritik von Nichtregierungsorganisationen, die als dritter Sektor bezeichnet werden. Bereits am 3. März bezeichneten diese Gruppen die Zuweisungen als „unzureichend”, insbesondere im Kontext der Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Nach ihren Schätzungen würde eine wirksame und sofortige Antwort auf dieses Problem Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro erfordern. Die Organisationen betonen, dass neben einer Erhöhung der Finanzierung auch die Schaffung eines kohärenten rechtlichen Rahmens notwendig sei, der diese Frage umfassend regeln würde. Katalonien, als eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens, verfügt über umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Sozialpolitik, Gesundheit und Bildung, was sich aus ihrem Autonomiestatut ergibt. Ihre Beziehungen zur Zentralregierung in Madrid sind historisch angespannt und drehen sich oft um finanzielle Fragen und den Umfang der Eigenständigkeit. Ein zweites wesentliches Element des Entwurfs sind die Ausgaben für externe Aktivitäten. Nach Informationen vom 3. März sind für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und internationale Hilfe 143,4 Millionen Euro eingeplant. Ein Teil dieser Hilfe soll nach Palästina fließen, was in einigen Medien hervorgehoben wurde. 4,2 mld € — Geplante Sozialausgaben der Generalitat im Jahr 2026 „El dineral, en millones, que gastará Cataluña en Palestina y ayuda al exterior en los nuevos presupuestos” (Die Millionenbeträge, die Katalonien in den neuen Haushalten für Palästina und Auslandshilfe ausgeben wird) — La Razón Die Debatte über die Haushaltsprioritäten spiegelt einen breiteren Streit über die Rolle der Region auf der internationalen Bühne sowie über die Balance zwischen internen Bedürfnissen und solidarischen Verpflichtungen wider.

Perspektywy mediów: Medien wie EL PAÍS und La Vanguardia konzentrieren sich auf die soziale Dimension des Haushalts und berichten über die Forderungen der Nichtregierungsorganisationen. Konservative Medien wie La Razón betonen die hohen Kosten der Auslandshilfe und deuten auf falsche Prioritäten der Regionalregierung hin.