Die Staatsanwaltschaft in Paris hat eine spezielle Gruppe von Untersuchungsrichtern eingesetzt, um Dokumente über Jeffrey Epstein im Hinblick auf die Beteiligung französischer Staatsbürger an sexuellen und finanziellen Straftaten zu analysieren. Diese Entscheidung erfolgte nach der Veröffentlichung von Millionen Akten durch die US-Justiz. Die Ermittler kündigten außerdem die Wiederaufnahme der Untersuchung zu Jean-Luc Brunel an, einem Modelagenten, der 2022 in Haft verstarb.

Einsetzung eines Richterteams

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat besondere Untersuchungsrichter zur Analyse von drei Millionen Dokumenten bestimmt, die von den USA übergeben wurden, im Hinblick auf sexuelle Straftaten und finanzielle Vergehen.

Überprüfung des Brunel-Falls

Die Ermittler ordneten eine vollständige Analyse der Akten zum verstorbenen Jean-Luc Brunel an, dessen Fall 2023 nach seinem Selbstmord geschlossen wurde.

Skandal in der Diplomatie

Es tauchen neue Vorwürfe gegen französische Diplomaten auf, darunter Fabrice Aidan, was Besorgnis im Außenministerium auslöst.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat die Einrichtung einer speziellen Einheit von Magistraten bekannt gegeben, deren Aufgabe die detaillierte Analyse von Akten im Zusammenhang mit Pädophilie und Menschenhandel im Netzwerk von Jeffrey Epstein ist. Diese Entscheidung ist eine direkte Folge der Veröffentlichung eines umfangreichen Dokumentsatzes von etwa drei Millionen Seiten durch das US-Justizministerium. Die französischen Ermittler wollen prüfen, ob Bürger ihres Landes an dem kriminellen Treiben beteiligt waren oder Zeugen von Straftaten in Frankreich und im Ausland wurden. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass der Untersuchungsrahmen nicht nur sexuelle Straftaten, sondern auch mögliche finanzielle Manipulationen im Zusammenhang mit dem Kapitalfluss von Epstein umfasst. Ein Schlüsselelement der neuen Verfahrensphase ist die Entscheidung zur Durchführung einer vollständigen Analyse des Dossiers zu Jean-Luc Brunel. Dieser einst einflussreiche Modelagent und enge Mitarbeiter Epsteins war wegen Vergewaltigung Minderjähriger angeklagt, doch sein Selbstmord im Pariser Gefängnis La Santé im Februar 2022 führte zur Einstellung der Verfahren im Jahr 2023. Nun wollen die Ermittler mit neuem Beweismaterial aus den USA überprüfen, ob im Fall Brunel ungeklärte Aspekte bezüglich anderer Täter oder Helfer verblieben sind. Die Epstein-Affäre brach 2019 nach seiner Verhaftung in den USA mit voller Wucht aus, und sein Tod in der Zelle löste zahlreiche Verschwörungstheorien über den Schutz einflussreicher Personen im Skandal aus. Auch das Außenministerium, bekannt als Quai d’Orsay, geriet unter die Lupe der Ermittler im Zusammenhang mit Verdachtsmomenten gegen den Diplomaten Fabrice Aidan. Französische Medien verweisen auf zunehmenden politischen Druck und die Befürchtungen der Eliten vor der Enthüllung weiterer Namen aus dem Bekanntenkreis des US-Financiers. „Das Richterteam wird Elemente analysieren, die französische Staatsbürger belasten könnten, nachdem die Vereinigten Staaten Dokumente im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein veröffentlicht haben.” — Erklärung der Staatsanwaltschaft Paris Die Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft Paris und der Nationalen Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) zielt auf einen mehrdimensionalen Angriff auf das Netzwerk der Verbindungen ab. Die Ermittler haben bereits mindestens drei neue Meldungen erhalten, die Grundlage für separate Verfahren werden könnten. Der Fall erregt große gesellschaftliche Emotionen, insbesondere im Zusammenhang mit früheren Vorwürfen gegen den ehemaligen Kulturminister Jack Lang, dessen Name ebenfalls im Kontext der Epstein-Dokumente auftauchte, obwohl er selbst jegliches Fehlverhalten entschieden bestreitet.3 Mio. — Seiten Akten aus den USA untersuchen nun französische ErmittlerEntwicklung des französischen Strangs der Epstein-Affäre: 10. August 2019 — Tod Epsteins; 16. Dezember 2020 — Verhaftung Brunels; 19. Februar 2022 — Selbstmord Brunels; Januar 2024 — Veröffentlichung der Akten; 14. Februar 2026 — Neue Ermittlungsgruppe

Mentioned People

  • Jeffrey Epstein — Amerikanischer Finanzier und Sexualstraftäter, dessen Netzwerk einflussreiche Personen weltweit umfasste.
  • Jean-Luc Brunel — Französischer Modelagent, enger Mitarbeiter Epsteins, angeklagt wegen mehrfacher Vergewaltigungen und Menschenhandels.
  • Jack Lang — Ehemaliger französischer Kulturminister, dessen Name in den Akten des Falls auftaucht, obwohl der Politiker die Vorwürfe entschieden bestreitet.
  • Fabrice Aidan — Französischer Diplomat, dessen Name im Zusammenhang mit der Affäre für Aufsehen im Außenministerium sorgte.