Der französische Atomflugzeugträger „Charles de Gaulle“ legte im Hafen von Malmö an – bei seinem ersten Besuch in Schweden überhaupt. Das Ereignis hat einen doppelten Charakter: militärisch und wirtschaftlich. Das Flaggschiff Frankreichs nimmt an der Langzeitmission „La Fayette 26“ in nördlichen Gewässern teil. Gleichzeitig ist der Besuch Teil einer intensiven Lobbykampagne vor der anstehenden Entscheidung Stockholms über einen milliardenschweren Fregattenauftrag. Der französische Schiffbaukonzern Naval Group konkurriert mit dem britischen BAE Systems und dem amerikanischen Lockheed Martin.
Erster Besuch in Schweden
Der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ lief zum ersten Mal in den schwedischen Hafen von Malmö ein. Dieses historische Ereignis in den Beziehungen beider Länder unterstreicht die wachsende Bedeutung der militärischen Zusammenarbeit an den nördlichen Flanken Europas.
Lobbyoperation
Der Besuch ist ein Element einer Taktik, die von französischen Medien als „Verführungsoperation“ bezeichnet wird. Sie soll Schweden davon überzeugen, das französische Angebot für den Auftrag über vier neue Fregaten im Wert von etwa 5 Milliarden Dollar zu wählen.
Langzeitmission La Fayette
Der Flugzeugträger verließ mit seiner Kampfgruppe am 27. Januar Toulon im Rahmen der Mission „La Fayette 26“. Nach den Übungen „Orion 26“ im Mittelmeer steuerte er nach Norden, um die Zusammenarbeit mit Verbündeten in der Arktisregion und der Ostsee zu stärken.
Dreikampf
Um den schwedischen Auftrag für Fregatten des Typs „Luleå“ konkurrieren drei Rüstungsgiganten: das französische Naval Group, das britische BAE Systems und das amerikanische Lockheed Martin. Die Entscheidung Stockholms soll in Kürze fallen.
Der französische Atomflugzeugträger „Charles de Gaulle“ hat einen historischen Einlauf in den schwedischen Hafen von Malmö vollzogen, im Rahmen einer Aktion mit doppeltem, militärisch-wirtschaftlichem Charakter. Einerseits stellt der Besuch ein Schlüsselelement der Langzeit-Marine-Mission „La Fayette 26“ dar, deren Ziel die Stärkung der Zusammenarbeit mit Verbündeten in der Region der Ostsee und der Arktis ist. Andererseits bezeichnen Medien die Ankunft des Flaggschiffs eindeutig als „Verführungsoperation“ („pour draguer Stockholm” (BFMTV) — französische Medien verwenden die Verführungsmetapher direkt), die die Entscheidung Schwedens im milliardenschweren Rüstungsauftrag beeinflussen soll. Nach dem Beitritt Schwedens zur NATO im Jahr 2024 modernisiert das Land seine Streitkräfte intensiv und passt sie den Standards des Bündnisses an. Der Kauf neuer Fregatten ist Teil dieser umfassenden Reform, deren Ziel die Stärkung der Küstenverteidigung und der Fähigkeit zur Machtprojektion in der Ostsee ist. Wie Bloomberg anzeigt, soll die Entscheidung Stockholms über den Vertrag für vier Fregatten des Typs „Luleå“, der auf etwa 5 Milliarden Dollar geschätzt wird, bald fallen. Der Wettbewerb findet zwischen drei Giganten statt: dem französischen Naval Group, dem britischen BAE Systems und dem amerikanischen Lockheed Martin. Der Besuch des „Charles de Gaulle“ zusammen mit der Eskorte mehrerer Einheiten, darunter wahrscheinlich Fregatten, ist somit eine greifbare Demonstration der französischen technologischen Möglichkeiten und des strategischen Engagements. Frankreich betont, dass es als einziger der drei Bieter Schweden eine vollständige Zusammenarbeit im Bereich der Atomtechnologie anbieten kann, was bei möglichen zukünftigen Projekten von Bedeutung ist. Die Mission „La Fayette 26“ begann am 27. Januar mit dem Auslaufen aus dem Stützpunkt Toulon. Nach der Teilnahme an den Übungen „Orion 26“ im Mittelmeer steuerte die Kampfgruppe nach Norden. Wie der deutsche Focus berichtet, führt ihre Route durch die Arktisregion und die Ostsee, wo eine Reihe von Manövern mit Verbündeten geplant ist. In diesem Kontext fügt sich der Besuch in Malmö in die Logik der Stärkung der Interoperabilität und des Flaggezeigens in einer strategisch neuralgischen Region ein. Letztendlich ist die Präsenz des mächtigsten französischen Kriegsschiffs vor der Küste Schwedens eine Geste von hohem politischem Rang, die nationale Sicherheitsziele mit unmittelbaren wirtschaftlichen Interessen verbindet.