Am 3. März in Kraft tretende neue Verkehrsregeln dominieren die öffentliche Debatte, indem sie erhebliche Einschränkungen für junge Fahrer und Nutzer persönlicher Transportgeräte einführen. Gleichzeitig erinnert eine schwarze Serie von Verkehrsvorfällen in ganz Polen, darunter tragische Unfälle mit Motorradfahrern und Überschlägen von Fahrzeugen, an die Notwendigkeit besonderer Vorsicht und der Verwendung von Sicherheitsvorkehrungen wie Sicherheitsgurten.

Neue Vorschriften ab 3. März

Einführung von Restriktionen für junge Fahrer sowie neue Regeln für die Nutzung von Elektrorollern durch Kinder und Jugendliche.

Tragische Bilanz auf den Straßen

Tod eines Kleinbusfahrers in Kleinpolen, eines Motorradfahrers in Großpolen sowie einer 63-jährigen Frau, die ohne angelegten Sicherheitsgurt unterwegs war.

Verkehrskollaps auf der A4

Massenkarambolage von vier Autos bei Breslau und Unfälle in Bielany Wrocławskie verursachten massive Staus auf der wichtigen Autobahn.

Ab Dienstag, dem 3. März, gelten in Polen novellierte Verkehrsvorschriften, die eine Reihe von Restriktionen zur Verbesserung der Sicherheit einführen. Die wichtigsten Änderungen betreffen die jüngsten Verkehrsteilnehmer. Kinder werden von der Nutzung von Elektrorollern auf öffentlichen Straßen ohne entsprechende Berechtigung ausgeschlossen, um die Zahl der Vorfälle mit ihrer Beteiligung zu begrenzen. Darüber hinaus führen die neuen Regelungen zusätzliche Anforderungen für Fahrer ein, die ihren Führerschein seit weniger als zwei Jahren besitzen, wobei der Schwerpunkt auf der Probezeit und zusätzlichen Sicherheitstrainings liegt. In den letzten Jahren verschärft Polen systematisch die Strafen für Verkehrsverstöße, was mit der EU-Strategie „Vision Zero” zusammenhängt, die eine radikale Verringerung der Zahl der Verkehrstoten vorsieht.Der letzte Tag auf polnischen Straßen stand im Zeichen tragischer Ereignisse. In Ładna in Kleinpolen kam es zu einem tödlichen Unfall mit einem Kleinbus, während in Großpolen ein Motorradfahrer sein Leben verlor. Eine erschütternde Nachricht traf über den Tod einer 63-jährigen Frau ein, die bei einem Überschlag des Fahrzeugs ums Leben kam; Staatsanwaltschaft und Polizei stellten vorläufig fest, dass sie keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Zu erheblichen Behinderungen kam es auch auf der Autobahn A4 bei Breslau, wo eine Massenkarambolage von vier Fahrzeugen zu kilometerlangen Staus und einem Verkehrskollaps in der Region Bielany Wrocławskie führte. An den Rettungseinsätzen war wiederholt der LPR-Hubschrauber beteiligt, u.a. in Niederschlesien und in der Woiwodschaft Pommern. Die Situation auf den lokalen Straßen war ebenso angespannt. In Siedliska und Zimna Woda wurden Überschläge von BMW-Fahrzeugen verzeichnet, was zu einer traurigen Statistik der laufenden Woche wird. Auf der Landesstraße DK46 bei Niemodlin kollidierten ein Pkw mit einem Lkw und blockierten eine wichtige Verkehrsader in Richtung Oppeln. In Posen kam es zu einem selteneren Vorfall im Einkaufszentrum Posnania, wo ein Teenager nach einem Angriff einer Gleichaltrigen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Ordnungskräfte appellieren, die Geschwindigkeit den Wetterbedingungen anzupassen, da lokaler Frost die Griffigkeit der Fahrbahn tückisch verringern kann, was die Ursache für einen Teil der heutigen Kollisionen war.