Das Bezirksgericht in Olsztyn hat ein rechtskräftiges Urteil in der vielbeachteten Angelegenheit des Anwalts Paweł K. gefällt, der beschuldigt wurde, einen tragischen Verkehrsunfall verursacht zu haben, bei dem zwei Frauen ums Leben kamen. Die Richterbank entschied, die vom Gericht erster Instanz verhängte Strafe zu mildern, und verurteilte den Rechtsanwalt letztendlich zu zwei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Der Fall hatte aufgrund der kontroversen Äußerungen des Angeklagten über die Sicherheit älterer Autos, die er nach der Tragödie als „Särge auf Rädern“ bezeichnete, große gesellschaftliche Emotionen ausgelöst.

Milderung der Haftstrafe

Das Berufungsgericht reduzierte das Strafmaß von zwei Jahren und vier Monaten auf zwei Jahre unbedingte Freiheitsstrafe.

Endgültige Schuldfeststellung

Das Urteil ist rechtskräftig; das Gericht bestätigte, dass Paweł K. vorsätzlich die Verkehrsregeln verletzte und dadurch den Tod zweier Personen verursachte.

Frage der Berufsethik

Neben der Haftstrafe sieht sich der verurteilte Anwalt disziplinarischen Verfahren aufgrund seiner beleidigenden Äußerungen über die Unfallopfer gegenüber.

Das Bezirksgericht in Olsztyn hat einen der umstrittensten Prozesse zu Verkehrsunfällen der letzten Jahre rechtskräftig abgeschlossen. Paweł K., ein Anwalt aus Łódź, wurde für schuldig befunden, im September 2021 auf der Strecke Barczewo–Jeziorany einen tödlichen Unfall verursacht zu haben. Bei der Kollision des vom Angeklagten gefahrenen Luxus-Mercedes mit einem alten Audi kamen zwei Frauen im Alter von 53 und 67 Jahren ums Leben. Das Urteil des Berufungsgerichts vom Donnerstag ist milder als das des Amtsgerichts, das dem Anwalt zuvor eine Strafe von zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis auferlegt hatte. Das Gericht zweiter Instanz reduzierte dieses Strafmaß auf zwei Jahre unbedingte Freiheitsstrafe und erachtete dies als angemessene Strafe für den Grad des Verschuldens und die soziale Schädlichkeit der Tat. Der entscheidende Faktor, der diesem Fall landesweite Aufmerksamkeit verschaffte, war nicht der Unfall selbst, sondern das Verhalten von Paweł K. unmittelbar danach. Der Anwalt veröffentlichte in sozialen Medien ein Video, in dem er andeutete, die Opfer seien ums Leben gekommen, weil sie sich in einem älteren Auto mit niedrigen Sicherheitsstandards fortbewegt hätten. Mit der Formulierung „Sarg auf Rädern“ erregte er allgemeine Empörung und zog eine Welle der Kritik von der Öffentlichkeit und der Anwaltskammer auf sich. Während des Prozesses versuchte die Verteidigung zu beweisen, dass die Opfer zu dem Vorfall beigetragen haben könnten, doch die von der Staatsanwaltschaft bestellten Sachverständigen wiesen eindeutig darauf hin, dass der Mercedes von Paweł K. die durchgezogene Linie überfuhr und auf die Gegenfahrbahn geriet, wodurch der Audi-Fahrerin keine Chance blieb, die Kollision zu vermeiden. Im polnischen Rechtssystem ist die Verursachung eines Unfalls mit Todesfolge mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 8 Jahren bedroht, jedoch verhängen Gerichte in Fällen mit schwerwiegenden Umständen, wie einer groben Verletzung der Verkehrsregeln, selten Bewährungsstrafen. Bei der Urteilsverkündung betonte der Richter, dass die Haltung des Angeklagten nach dem Unfall, obwohl moralisch verwerflich und zynisch, nicht die Hauptgrundlage für eine strengere Bestrafung der eigentlichen Verkehrsstraftat darstellen könne, auch wenn sie die Bewertung seiner Persönlichkeit beeinflusste. Die anwesenden Angehörigen der Opfer verhehlten ihre Enttäuschung über die Entscheidung zur Strafmilderung nicht und wiesen darauf hin, dass keine Strafe ihren Angehörigen das Leben zurückbringen könne. Rechtsanwalt Paweł K. muss sich nun nicht nur auf eine Haftstrafe einstellen, sondern auch auf weitere disziplinarische Konsequenzen innerhalb der Strukturen der <przypis title=

Mentioned People

  • Paweł K. — Łódźer Anwalt, verurteilt für die Verursachung eines tödlichen Verkehrsunfalls bei Olsztyn.