Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das im Notfall verhängte Zölle für verfassungswidrig erklärte, hat die Regierung von Donald Trump angekündigt, die Erhebung eines Teils der Zölle auszusetzen. Gleichzeitig führte das Weiße Haus sofort neue, globaler Zoll in Höhe von 15% ein, was einen Schock an den Finanzmärkten und einen Rückgang der Aktienindizes auslöste. Die Demokraten im Senat legten einen Gesetzentwurf vor, der die Regierung zur Rückzahlung von Milliarden Dollar zwingen soll, die mit rechtlich angefochtenen Vorschriften erhoben wurden.
Urteil des Obersten Gerichtshofs
Die Feststellung, dass die im Rahmen des IEEPA verhängten Zölle die gesetzlichen Befugnisse des Präsidenten überschritten haben, zwang die Regierung, ihre Erhebung in dieser Woche auszusetzen.
Neuer globaler Zoll
Trump kündigte eine neue, vorläufige globale Zollgebühr in Höhe von 10% auf die meisten Importprodukte an, was Panik an den Börsen und Einbrüche im Einzelhandelssektor auslöste.
Gesetzentwurf zu Rückerstattungen
Die Demokraten im Senat fordern die direkte Rückzahlung von 175 Milliarden Dollar an Importeure, die illegale Zölle bezahlt haben.
Reaktion der Finanzmärkte
Gold wird als sicherer Hafen teurer, während Staatsanleihen auf Kosten von Aktien an Wert gewinnen.
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die Rechtsgrundlage der bisherigen Zollpolitik in Frage zu stellen, hat zu einer beispiellosen Lähmung in der amerikanischen Handelsverwaltung geführt. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass der Präsident seine Befugnisse überschritten habe, indem er Beschränkungen ohne Zustimmung des Kongresses verhängte. Als Reaktion darauf kündigte die Regierung an, noch in dieser Woche die Erhebung der für illegal erklärten Zölle einzustellen. Doch Präsident Donald Trump erließ fast sofort einen neuen, globalen 15-Prozent-Zoll, was Experten als Versuch werten, das Urteil zu umgehen. Dies löste einen heftigen Ausverkauf an den Börsen aus und traf insbesondere den Handelssektor und Unternehmen, die von ausländischen Lieferketten abhängig sind. Ein historisches Präzedenz für den aktuellen Streit ist das Jahr 1935, als der Oberste Gerichtshof der USA zentrale Elemente von Franklin D. Roosevelts New-Deal-Programm aufhob, was zu einem offenen Konflikt zwischen Exekutive und Judikative und zu einem Versuch der Reform der Richterbesetzung führte.Die Situation hat jedoch eine tiefe finanzielle Dimension. Senatoren der Demokratischen Partei legten einen Gesetzentwurf vor, der die Regierung zwingen soll, Entschädigungen an Unternehmen auszuzahlen, die durch verfassungswidrige Zölle geschädigt wurden. Die geschätzte Rückzahlungssumme könnte bis zu 175 Milliarden Dollar betragen, was eine gigantische Belastung für den Bundeshaushalt darstellen würde. Die wachsende Marktunsicherheit trieb die Goldpreise auf den höchsten Stand seit drei Wochen, und Investoren flüchten in sichere Anlagen wie Staatsanleihen. Das einzige Land, das seine Präferenzbedingungen beibehalten hat, bleibt Australien, dessen Rindfleischexport weiterhin von Zöllen befreit ist. Kritiker von Trumps Politik weisen darauf hin, dass trotz jahrelangen Zolldrucks das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten nicht signifikant gesunken ist. Inzwischen warnt die Federal Reserve vor dem Risiko eines Inflationsanstiegs. Christopher Waller vom Vorstand der Fed räumte ein, es sei zu früh, um zu beurteilen, wie sich das Gerichtsurteil auf die Preisdynamik auswirken werde, doch die Märkte diskontieren bereits höhere Kosten für die Verbraucher. In Großbritannien warnen dortige Unternehmer, dass neue Handelsbarrieren mit den USA zu einer Welle von Insolvenzen im Exportsektor führen könnten. 175 mld USD — von den Demokraten geforderte Rückzahlung von Zöllen „It is the judges who are destroying jobs for American workers and our national interests.” (Es sind die Richter, die Arbeitsplätze für amerikanische Arbeiter und unsere nationalen Interessen zerstören.) — Donald Trump
Mentioned People
- Donald Trump — US-Präsident, Autor einer aggressiven auf Dekreten basierenden Zollpolitik.
- Christopher Waller — Mitglied des Vorstands der Federal Reserve, der vor inflationsbedingten Unsicherheiten warnt.