Die Situation im Welthandel hat sich nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das die bisherigen Befugnisse des Präsidenten zur Verhängung von Zöllen in Frage stellte, drastisch verschlechtert. Als Reaktion drohte Donald Trump mit einer radikalen Erhöhung der Zollsätze für Länder, die „die Vereinigten Staaten betrügen“. Die Reaktion aus Brüssel war unmittelbar: Das Europäische Parlament stoppte die Arbeiten an einem wichtigen Handelsabkommen mit Washington, und die Finanzmärkte reagierten mit einem Aktienverkauf und einer Flucht der Anleger in Richtung Gold.

Trump droht mit Zolleskalation

Der US-Präsident kündigt Vergeltung für das Gerichtsurteil an und droht mit drastischen Sätzen für Länder, die angeblich die Vereinigten Staaten betrügen.

Brüssel friert Handelsabkommen ein

Das Europäische Parlament hat die Arbeiten an einem Abkommen mit den USA aufgrund rechtlicher Unsicherheit und aggressiver Rhetorik aus dem Weißen Haus gestoppt.

Einbruch an europäischen Börsen

Anleger verkaufen massenhaft Aktien aus Angst vor einem Stillstand im Außenhandel; der Goldpreis steigt als sicherer Hafen.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die die rechtlichen Grundlagen der bisherigen Zollpolitik der Regierung in Frage stellt, hat ein beispielloses Chaos auf den internationalen Märkten ausgelöst. Präsident Donald Trump kündigte als Reaktion auf die Einschränkung seiner Befugnisse an, noch höhere Zollsätze gegenüber Handelspartnern einzuführen, die er der unfairen Praktiken beschuldigt. Protektionismus Washingtons trifft die globalen Lieferketten mit voller Wucht und weckt besondere Besorgnis im europäischen Industriesektor, insbesondere in der Stahlindustrie. Die Europäische Union reagierte auf diese Ereignisse mit einem Einfrieren des Ratifizierungsprozesses für ein neues Handelsabkommen mit den USA. Europaabgeordnete im Handelsausschuss argumentieren, dass angesichts der Unberechenbarkeit der US-Regierung und des „Zollchaos“ die weitere Behandlung des Abkommens mit zu hohem politischem Risiko behaftet sei. Ratifizierung des Dokuments, das die transatlantischen Beziehungen stabilisieren sollte, steht nun in Frage. Experten weisen darauf hin, dass die derzeitige Situation eine Rückkehr zum vollen Handelskrieg bedeutet, was die Börsen in Europa und New York sofort zu spüren bekamen. 50% — Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU Der deutsche Kanzler Friedrich Merz kündigte einen dringenden Besuch in Washington an, um einen Deeskalationsversuch zu unternehmen und eine gemeinsame EU-Position zu den neuen Zöllen vorzustellen. Unterdessen verkaufen Anleger aus Angst vor langfristiger Instabilität Aktien von exportabhängigen Unternehmen. Gold gewann an Bedeutung und erreichte lokale Preisrekorde. Seit der Gründung der Welthandelsorganisation im Jahr 1995 strebte das globale System nach einer Liberalisierung des Handels, doch das letzte Jahrzehnt brachte eine Abkehr von der Globalisierung zugunsten bilateraler Streitigkeiten der Großmächte. Polen, obwohl der WIG20-Index im Vergleich zu Europa eine relative Widerstandsfähigkeit zeigt, könnte die Verlangsamung bei seinen wichtigsten Handelspartnern, insbesondere in Deutschland, deutlich zu spüren bekommen. „Countries that play games with me on tariffs will get even higher tariffs.” (Länder, die mit mir bei den Zöllen Spielchen treiben, werden noch höhere Zölle bekommen.) — Donald Trump Reaktion der Aktienindizes auf das Zollchaos: DAX (Deutschland): -1.8, CAC 40 (Frankreich): -1.5, WIG20 (Polen): 0.2, S&P 500 (USA): -1.2

Mentioned People

  • Donald Trump — US-Präsident, der eine Verschärfung der Zollpolitik ankündigt.
  • Friedrich Merz — Deutscher Politiker, der einen Besuch in Washington plant, um den Streit zu entschärfen.