Der deutsche Automobilriese Volkswagen will ein drastisches Sparprogramm umsetzen, das die Betriebskosten bis Ende 2028 um ein Fünftel senken soll. Die Veränderungen werden alle Marken des Konzerns betreffen und könnten mit der Schließung von Produktionsstätten einhergehen. Konzernchef Oliver Blume strebt eine Verbesserung der Rentabilität angesichts rückläufiger Verkäufe in China, der neuen US-Zollpolitik und des wachsenden Wettbewerbs auf dem Elektrofahrzeugmarkt an.
Kostensenkung um ein Fünftel
Der Vorstand von Volkswagen plant, die Betriebsausgaben in allen seinen Marken bis 2028 um 20 Prozent zu senken.
Drohung von Werksschließungen
Medien berichten, dass Oliver Blume die Möglichkeit von Werksschließungen in Betracht zieht, was zuvor im Konzern ein Tabuthema war.
Ursachen der Rentabilitätskrise
Die Hauptfaktoren sind rückläufige Verkäufe in China, steigende Zölle in den USA sowie hohe Kosten der Softwaretechnologie.
Widerstand des Betriebsrats
Die Gewerkschaften kündigen den Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen an und setzen unüberschreitbare Grenzen für die Einsparungen.
Der Konzern Volkswagen bereitet eine beispiellose Restrukturierung vor, die bis Ende 2028 Einsparungen in Höhe von 60 Milliarden Euro zum Ziel hat. Wie das „Manager Magazin” berichtet, haben Vorstandsvorsitzender Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz die Details der Strategie während einer nichtöffentlichen Sitzung mit dem Führungsteam in Berlin vorgestellt. Die Ambition des Vorstands ist es, die Betriebskosten in allen Abteilungen und untergeordneten Marken um 20 Prozent zu senken. Die finanzielle Lage des Unternehmens erfordert radikale Schritte, und unter den erwogenen Szenarien wird erstmals seit Jahrzehnten offen die Möglichkeit der Schließung ausgewählter Werke in Deutschland genannt. Die Hauptgründe für diese drastische Wende sind makroökonomische Herausforderungen. Volkswagen kämpft mit einem deutlichen Nachfragerückgang auf dem Schlüsselmarkt China, wo lokale Elektroautohersteller europäische Marken erfolgreich verdrängen. Zusätzlich sorgen die US-amerikanische Zollpolitik sowie die hohen Kosten der parallelen Entwicklung von Verbrennungs- und Elektrotechnologien für Unsicherheit. Der Vorstand weist auch auf die Notwendigkeit hin, die Softwareausgaben zu reduzieren, die in den letzten Jahren zur Achillesferse des Konzerns geworden sind. Volkswagen, gegründet 1937, war jahrzehntelang ein Symbol des deutschen Wirtschaftswunders, doch die aktuelle Krise ist die schwerste Prüfung für das Unternehmen seit dem „Dieselgate”-Skandal von 2015. Die Reaktion der Sozialpartner auf diese Berichte ist entschieden. Der Betriebsrat hat bereits angekündigt, „rote Linien” festzulegen, deren Überschreitung im Prozess des Stellenabbaus oder der Werksschließungen unmöglich sein wird. Dennoch betonen Marktanalysten, dass ohne eine tiefgreifende Kostensenkung die Rentabilität des Unternehmens nicht das Niveau erreichen wird, das die Finanzierung zukünftiger Investitionen in autonome Mobilität und Batterien der nächsten Generation ermöglicht. Die Entscheidungen, die in den kommenden Monaten fallen, könnten die Industrielandschaft Europas nachhaltig verändern. „Um die Zukunft dieses Unternehmens zu sichern, müssen wir jetzt handeln und unsere Kostengrundlage drastisch verbessern.” — Oliver Blume 20% — um so viel will VW die Kosten bis 2028 senken Hauptherausforderungen des VW-Konzerns laut Berichten: Schwacher Absatz in China: 9, Zölle in den USA: 7, Kosten der Softwareentwicklung: 5, EV-Wettbewerb: 8 Sparplan von Volkswagen: Kostensenkung: Standardniveau → Rückgang um 20%; Status der Werke: Bestandsgarantie → Mögliche Schließungen; Entwicklungsausgaben: Doppelte Aufwendungen (ICE/EV) → Optimierung und Kürzungen
Medien betonen die Sorgen der Arbeitnehmer und das soziale Risiko massiver Entlassungen im Herzen der deutschen Industrie. | Wirtschaftsanalysten konzentrieren sich auf die Notwendigkeit der Restrukturierung, um die globale Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China zu erhalten.
Mentioned People
- Oliver Blume — Vorstandsvorsitzender (CEO) der Volkswagen Group, der den Sanierungsplan vorantreibt.
- Arno Antlitz — Finanzvorstand (CFO) von Volkswagen, verantwortlich für die Präsentation des Sparplans.