Japan hat die erste Tranche eines riesigen Investitionsprogramms in den Vereinigten Staaten im Wert von 36 Milliarden Dollar gestartet. Die Mittel werden für den Bau des größten Gaskraftwerks des Landes in Ohio und eines Ölterminals in Texas verwendet. Die Vereinbarung stellt die Umsetzung eines Handelsabkommens aus dem Jahr 2025 dar, das japanische Exporte vor schmerzhaften Zöllen bewahrt hat. Trotz der Begeisterung des Weißen Hauses weisen Experten auf das Fehlen konkreter technischer Details in den angekündigten Projekten hin.
Präsident Donald Trump hat den offiziellen Start der Umsetzung eines umfassenden Handelsabkommens mit Japan bekannt gegeben. Im Rahmen der ersten Tranche wird Tokio 36 Milliarden Dollar in die US-Wirtschaft investieren. Das wichtigste Element des Plans ist der Bau eines monumentalen Gaskraftwerks in Ohio mit einer Leistung von 9,2 Gigawatt, was es zum größten derartigen Objekt in den Vereinigten Staaten machen würde. Das Projekt stößt jedoch auf Kontroversen bei Wettbewerbern und Marktregulierern, die nicht im Voraus über die geplante Investition informiert wurden. Zudem soll in Texas ein Tiefwasser-Exportterminal für Erdöl mit einer Kapazität von bis zu 30 Milliarden Dollar pro Jahr entstehen. Die Handelsbeziehungen zwischen Washington und Tokio basieren seit Jahrzehnten auf einem Balanceakt zwischen einer engen militärischen Allianz und wirtschaftlicher Rivalität, insbesondere im Automobil- und Stahlsektor. Die aktuelle Vereinbarung knüpft an die Strategie der Entschärfung von Spannungen durch messbare Investitionen in die US-Industrie an, wie sie bereits in den 1980er Jahren praktiziert wurde. Diese Investitionen sind das direkte Ergebnis des Abkommens vom Juli 2025. Damals verpflichtete sich Japan, insgesamt 550 Milliarden Dollar in den USA zu platzieren, im Gegenzug für eine Senkung der Zölle von geplanten 25 Prozent auf ein Niveau von 15 Prozent. Neben dem Energiesektor fließen Mittel nach Georgia, wo eine Fabrik für synthetische Diamanten entstehen soll, sowie in die Entwicklung des Abbaus kritischer Mineralien. <przypis title=