Die Lage rund um das iranische Atomprogramm bleibt äußerst angespannt nach widersprüchlichen Signalen aus Washington und Maskat. Während der Außenminister Omans einen historischen Durchbruch bekannt gab, wonach Teheran der vollständigen Beendigung der Lagerung von angereichertem Uran zugestimmt habe, äußerte Präsident Donald Trump tiefe Unzufriedenheit mit den bisherigen Fortschritten. Der amerikanische Führer schloss den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus und erklärte, die seit Jahrzehnten geführte Diplomatie habe nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht, und Iran bleibe eine tödliche Bedrohung.
Oman verkündet diplomatischen Durchbruch
Der Mediator behauptet, der Iran habe zugestimmt, kein angereichertes Uran zu lagern, was die Produktion einer Atombombe dauerhaft unmöglich machen würde.
Skepsis und Drohungen von Donald Trump
Der US-Präsident wies den Optimismus der Mediatoren zurück, erklärte seine Unzufriedenheit mit den Gesprächen und erinnerte an die Möglichkeit des Einsatzes militärischer Gewalt.
Prognostizierter Ölpreisanstieg
Der Markt reagiert auf die Unsicherheit; Experten von Barclays prognostizieren einen Anstieg des Preises für ein Barrel Brent-Öl auf 80 Dollar bei einer Eskalation des Konflikts.
Frage der Urananreicherung
Washington fordert ein vollständiges Anreicherungsverbot, während Teheran auf seinem Recht zur Nutzung der Kerntechnologie besteht.
Die diplomatische Sackgasse bezüglich des iranischen Atomprogramms ist in eine neue, unvorhersehbare Phase eingetreten. Der Außenminister Omans, der als Hauptmediator zwischen Washington und Teheran fungiert, gab der Öffentlichkeit Informationen über einen angeblichen Durchbruch bekannt. Laut der omanischen Diplomatie sollen die iranischen Behörden einem grundlegenden Zugeständnis zugestimmt haben: dem Verzicht auf die Vorhaltung von Vorräten an angereichertem Uran und der endgültigen Einstellung von Arbeiten an Materialien, die für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnten. Die Mediatoren aus Maskat schätzen ein, dass ein dauerhafter Frieden nun "zum Greifen nah" sei, was Hoffnung auf eine Stabilisierung in der Region des Nahen Ostens geben würde. Dieser Optimismus wurde jedoch sofort von US-Präsident Donald Trump gedämpft. Der amerikanische Führer erklärte während einer öffentlichen Ansprache, dass er mit dem Verlauf der Verhandlungen und der Haltung des iranischen Regimes nicht zufrieden sei. Trump betonte, dass Iran überhaupt keinen Prozess der Anreicherung spaltbarer Elemente betreiben dürfe und der bloße Verzicht auf deren Lagerung ein unzureichendes Angebot sei. Der Präsident deutete an, dass die seit der Islamischen Revolution 1979 geführten Verhandlungen nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hätten. Seiner Einschätzung nach seien die Iraner "sehr gefährlich", und die Option einer militärischen Intervention bleibe als vollwertiges Instrument der US-Außenpolitik auf dem Tisch, falls kein vollständiger Abbau der nuklearen Infrastruktur erfolge. Das Atomprogramm des Iran ist seit 2002 Gegenstand eines internationalen Streits, als die Existenz geheimer Anlagen in Natanz aufgedeckt wurde. Seitdem hat die internationale Gemeinschaft unter Führung der USA eine Reihe schwerwiegender Wirtschaftssanktionen gegen Teheran verhängt.Die politische Situation wirkt sich direkt auf die globalen Rohstoffmärkte aus. Finanzanalysten, darunter Experten der Barclays Bank, warnen vor einem starken Anstieg der Ölpreise. Eine Zunahme der Spannungen zwischen Washington und Teheran könnte den Preis für ein Barrel Brent-Rohöl sogar auf 80 Dollar hochtreiben. Investoren befürchten, dass ein Abbruch der Gespräche zu einer Blockade strategischer Transportwege im Persischen Golf führen könnte. Trotz der Zusicherungen Omans über eine baldige Einigung deuten die unterschiedlichen Narrative der beiden Großmächte eher auf eine Vertiefung der Krise als auf deren Lösung hin. Ein zusätzlicher komplizierender Faktor ist Trumps Unterstützung für das Recht des Nachbarlandes Pakistan auf Selbstverteidigung, was auf den Aufbau einer breiteren Allianz gegen iranischen Einfluss in Zentralasien hindeuten könnte. „I am not happy with the way Iran is negotiating. We have been playing with them for 47 years.” — Donald Trump
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch, die von Oman gemeldet wurden, und warnen vor den Folgen einer möglichen militärischen Aggression Trumps. Konservative Medien unterstreichen das Misstrauen gegenüber dem Iran, unterstützen die harte Haltung Trumps und verweisen auf die reale Notwendigkeit des Einsatzes von Gewalt.
Mentioned People
- Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, der den Verlauf der Atomverhandlungen mit dem Iran kritisiert.