Sandra Hüller, die für einen Oscar nominierte Star des Films „Anatomie eines Falls“, kehrt dank der Hauptrolle im historischen Drama „Rose“ in die Schlagzeilen der Weltmedien zurück. Der Film von Regisseur Markus Schleinzer, der auf dem Berliner Festival gezeigt wird, ist eine schonungslose Studie zur Geschlechtsidentität im Deutschland des 17. Jahrhunderts. Hüller spielt eine Frau, die eine männliche Identität annimmt, um in einer von Männern dominierten Welt zu überleben, und erntet begeisterte Kritiken.
Triumph für Sandra Hüller
Die deutsche Schauspielerin erhält ausgezeichnete Kritiken für ihre Rolle als Rose, einer Figur, die ihr biologisches Geschlecht im Kontext der Kriegswirren des 17. Jahrhunderts verbirgt.
Thematik der Geschlechtsidentität
Der Film von Markus Schleinzer analysiert Geschlechterprivilegien und gesellschaftliche Stigmatisierung, was die Schauspielerin als höchst aktuell bezeichnete.
Ästhetik des Werks
Die Produktion ist ein Schwarz-Weiß-Historienfilm, der sich durch Minimalismus und präzise aufgebauten narrativen Spannungsbogen auszeichnet.
Während der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Kritiker auf das neueste Werk von Markus Schleinzer mit dem Titel „Rose“. Die Titelrolle übernahm Sandra Hüller, die nach Erfolgen wie „The Zone of Interest“ oder „Anatomie eines Falls“ erneut ihr außergewöhnliches schauspielerisches Können unter Beweis stellt. Das Berlinale wurde zur Bühne für einen Schwarz-Weiß-Film, der im Deutschland des 17. Jahrhunderts angesiedelt ist, kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Die Produktion untersucht die Mechanismen von Geschlechterprivilegien und die Schwierigkeiten des Nonkonformismus in einer feudalen Gesellschaft. Die Hauptfigur, deren echter Name im Film nie genannt wird, lebt in der Verkleidung eines männlichen Soldaten, was ihr Zugang zu Freiheiten ermöglicht, die Frauen damals verwehrt waren. Die von Marisa Growaldt gesprochene Erzählung verleiht dem Ganzen einen rauen, fast dokumentarischen Charakter. Kritiker aus renommierten Redaktionen wie Variety oder The Hollywood Reporter betonen, dass Hüller mit außergewöhnlicher ökonomischer Darstellung spielt und gleichzeitig enorme innere Stärke ausstrahlt. Im Europa des 17. Jahrhunderts war das Phänomen der „Frauen in Hosen“, also Frauen, die männliche Identitäten annahmen, um in der Armee zu dienen oder zu reisen, ein seltener, aber in Chroniken verzeichneter Ausdruck des Widerstands gegen restriktive soziale Normen. Bei einer Pressekonferenz in Berlin wies die Schauspielerin auf die Aktualität des Filmthemas hin. „Die Stigmatisierung von Menschen, die nicht in traditionelle Geschlechterrollen passen, die wir im Kontext des 17. Jahrhunderts zeigen, nimmt leider heute wieder zu.” — Sandra Hüller Der Film „Rose“ gilt als einer der stärksten Beiträge im diesjährigen Wettbewerb, und Hüllers phänomenale Darstellung macht sie zur Favoritin auf den Silbernen Bären. Schleinzers Drama ist nicht nur eine Geschichtslektion, sondern ein präziser Kommentar zu aktuellen Debatten über Identität und individuelle Freiheit angesichts repressiver staatlicher und religiöser Strukturen. 17 — Jahrhundert, in dem die Handlung von Rose spielt Die Rezeption des Films bestätigt Sandra Hüllers Status als eine der herausragendsten europäischen Schauspielerinnen der Gegenwart. Kritiker loben die Art und Weise, wie die Künstlerin mit Schweigen und Blicken operiert und eine Figur voller Entschlossenheit und Stolz aufbaut, trotz ihrer tragischen Lage. Regisseur Markus Schleinzer, bekannt für seine Sorgfalt bei historischen Details, schuf ein minimalistisches Werk, das nach Ansicht von Experten von Deadline neue Maßstäbe im Genre des Historienfilms setzt. Wichtige Schauspielpreise von Sandra Hüller: Europäischer Filmpreis: 2, César: 1, Silberner Bär: 1
Mentioned People
- Sandra Hüller — Hauptdarstellerin des Films Rose, für einen Oscar für ihre Rolle in Anatomie eines Falls nominiert.
- Markus Schleinzer — Österreichischer Regisseur und Drehbuchautor, Schöpfer des Films Rose.
- Marisa Growaldt — Schauspielerin, die im Film Rose als Erzählerin fungiert.