In Deutschland wurde im vergangenen Jahr ein historisch hohes Niveau antisemitisch motivierter Straftaten verzeichnet. Aus polizeilichen Statistiken geht hervor, dass es zu 2267 solcher Taten kam, was einen Anstieg um 13,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 bedeutet. Die meisten Vorfälle wurden in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen registriert. Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser bezeichnete diese Daten als „erschütternd“ und forderte verstärkte Maßnahmen, insbesondere in Schulen, wo Lehrer für antisemitische Vorfälle sensibler sein sollten.

Rekordzahl an Straftaten

Im Jahr 2025 verzeichnete die Polizei in Deutschland 2267 antisemitische Straftaten, was einen Anstieg um 13,4% im Vergleich zu 2024 (2000 Fälle) und 26% im Vergleich zu 2023 darstellt.

Propagandadelikte dominieren

Mehr als die Hälfte aller registrierten Taten waren Propagandadelikte, einschließlich der Verwendung von NS-Symbolen. An zweiter Stelle stand Volksverhetzung, und 194 Vorfälle betrafen Gewalttaten.

Stärkung der Maßnahmen in Schulen

Innenministerin Nancy Faeser forderte eine Stärkung der Maßnahmen von Lehrern und Schulen zur Bekämpfung von Antisemitismus. Schulen sollten Vorfälle konsequenter melden und dokumentieren, und die Landesbehörden planen spezielle Schulungen für das pädagogische Personal.

Regionale Verteilung

Die meisten Straftaten wurden in Bayern (468), Berlin (406) und Nordrhein-Westfalen (362) verzeichnet. Die Statistiken basieren auf Daten der Kriminalpolizei und des Bundesministeriums des Innern Deutschlands.

Polizeistatistiken für das Jahr 2025 in Deutschland zeigen einen beunruhigenden und deutlichen Anstieg antisemitisch motivierter Straftaten. Die Zahl der registrierten Taten betrug 2267, was einen Anstieg um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2000 Fälle) und 26 Prozent im Vergleich zu 2023 bedeutet, als 1800 solcher Vorfälle verzeichnet wurden. Diese Daten, veröffentlicht vom Bundesministerium des Innern, stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und wurden als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage übermittelt. Eine Analyse der Straftatarten zeigt, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Fälle Propagandadelikte (§86a, §130 StGB) wie die Verwendung von NS-Symbolen ausmachten. Die zweithäufigste Kategorie war Volksverhetzung (§130 StGB). Leider verzeichneten die Statistiken auch 194 Fälle von Gewalttaten. Antisemitismus in Deutschland hat tiefe historische Wurzeln, und seine heutigen Erscheinungsformen stellen ein besonders schmerzhaftes Problem für ein Land dar, das in der Zeit des Nationalsozialismus Täter der systematischen Vernichtung europäischer Juden war. Die Verantwortung für die Erinnerung an den Holocaust und der Kampf gegen moderne Formen des Judenhasses sind eine der Grundlagen der Identität des Nachkriegsdeutschlands. Innenministerin Nancy Faeser reagierte auf diese Zahlen mit einer entschiedenen Erklärung und bezeichnete sie als „erschütternd“. Sie betonte, dass Judenhass in Deutschland keinen Platz habe. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten und unsere Bemühungen in den Schulen verstärken“, so die Ministerin. Ihr Appell fügt sich in eine breitere Diskussion über die Rolle des Bildungssystems im Kampf gegen Vorurteile ein. Bundes- und Landesbehörden erwägen die Einführung verpflichtender Schulungen für Lehrer, die das Erkennen und angemessene Reagieren auf antisemitische Vorfälle unter Schülern erleichtern sowie die Verbesserung der Meldeprozeduren für solche Fälle.

Anzahl antisemitischer Straftaten in Deutschland (PKS): 2023: 1800, 2024: 2000, 2025: 2267 Regional wurden die meisten Straftaten in Bayern (468), Berlin (406) und Nordrhein-Westfalen (362) verzeichnet. Diese Statistiken erfassen jedoch nicht alle Formen von Feindseligkeit, da viele kleinere oder schlecht dokumentierte Vorfälle nicht in die offiziellen Register gelangen. Experten weisen darauf hin, dass das tatsächliche Ausmaß des Phänomens noch größer sein könnte. Die Veröffentlichung dieser Daten fiel mit zunehmenden Spannungen um den israelisch-palästinensischen Konflikt zusammen, der weltweit, auch in Deutschland, oft zu einem Anstieg antisemitischer Vorfälle führt. Politiker, jüdische Organisationen und Menschenrechtsverteidiger fordern einhellig entschiedene Schritte, um diesen gefährlichen Trend zu stoppen und die Sicherheit jüdischer Bürger in Deutschland zu gewährleisten.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen den langfristigen Charakter des Problems und fordern systemische Bildungsreformen sowie eine Stärkung der Erinnerungskultur. Konservative Medien verweisen häufiger auf einen direkten Zusammenhang mit Migration und Integration und fordern eine Verschärfung der Strafen sowie eine Stärkung der Sicherheitspolitik.

Mentioned People

  • Nancy Faeser — Deutsche Innenministerin, die die Daten zu antisemitischen Straftaten kommentierte