Der europäische Industriesektor kämpft mit einer tiefen Rezession, die zu Massenentlassungen und Kapitalflucht vom Alten Kontinent führt. In Deutschland wurden allein im Jahr 2025 über 120.000 Industriearbeitsplätze abgebaut, was sich auf den polnischen Arbeitsmarkt auswirkt. In Polen stieg die Arbeitslosenquote im Januar auf 6 Prozent, und die Zahl der neuen Stellenangebote sank auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

Produktionseinbruch in Deutschland

In der deutschen Industrie gingen 124.000 Arbeitsplätze innerhalb eines Jahres verloren, was einem Rückgang von 2,3% entspricht. Am stärksten betroffen war die Automobilbranche.

Anstieg der Arbeitslosigkeit in Polen

Die registrierte Arbeitslosenquote stieg auf 6,0%. In den Arbeitsämtern kamen 47.000 neue Arbeitssuchende hinzu.

Krise der Stellenangebote

Die Zahl der neuen Stellenanzeigen sank um 8% im Jahresvergleich. Der Stellenangebotsbarometer verzeichnete den stärksten Rückgang seit zwei Jahren.

Gefahr der Deindustrialisierung

Die Schließungsrate von Fabriken in Europa hat sich versechsfacht. Die chemische Industrie warnt vor der Nichtumsetzung der Antwerpener Erklärung.

Die Situation in der europäischen Industrie wird alarmierend, und die Schließungsrate von Produktionsstätten auf dem Alten Kontinent hat in den letzten Jahren versechsfacht. Laut Daten der Polnischen Kammer der Chemischen Industrie hat die Europäische Kommission seit der Unterzeichnung der Antwerpener Erklärung im Februar 2024 über 80 Prozent der Forderungen zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors nicht umgesetzt. Energieintensive Unternehmen fliehen aus Europa und suchen niedrigere Betriebskosten in anderen Weltregionen, was zu fortschreitender Deindustrialisierung führt. Seit der Energiekrise, die durch den russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 ausgelöst wurde, sind die Produktionskosten in Europa drastisch gestiegen, was die Grundlagen des auf billigen Rohstoffen basierenden Wirtschaftsmodells untergräbt.Die schwierigste Situation herrscht in Deutschland, wo laut einem Bericht der Firma EY die Beschäftigung in der Industrie auf 5,38 Millionen Menschen gesunken ist. Die stärksten Kürzungen trafen den Automobilsektor, der etwa 50.000 Arbeitsplätze verlor. Polen, ein wichtiger Zulieferer für deutsche Fabriken, spürt diese Probleme stark. Das Statistische Hauptamt und das Arbeitsministerium verzeichneten einen Anstieg der registrierten Arbeitslosen um 47.000 Menschen innerhalb eines Monats. „Europa verliert nicht nur bestehende Produktion, sondern baut auch nicht ausreichend Kapazitäten für die Zukunft auf.” — Tomasz Zieliński Frühindikatoren wie der Stellenangebotsbarometer deuten auf eine weitere Abkühlung der Stimmung hin. Die Zahl der Online-Stellenanzeigen sank den vierten Monat in Folge, was das schlechteste Ergebnis seit Anfang 2024 ist. Obwohl Experten in Untersuchungen des ZEW-Instituts auf leichte Stabilisierungssignale hinweisen, bleibt das Gesamtbild pessimistisch. Die polnische energieintensive Branche warnt, dass ohne staatliche Unterstützungssysteme und einen Ausgleich der Energiepreisunterschiede zu Deutschland einheimische Unternehmen dauerhaft wettbewerbsunfähig werden könnten.

Zmiana liczby ofert pracy w Polsce: 2025-12: 249.8, 2026-01: 240.7 124 tys. — Mitarbeiter gingen in einem Jahr aus der deutschen Industrie verloren Sytuacja na rynku pracy w Polsce (grudzień 2025 vs styczeń 2026): Stopa bezrobocia: 5,7% → 6,0%; Liczba bezrobotnych: 887,8 tys. → 934,8 tys.

Media podkreślają opieszałość Komisji Europejskiej i potrzebę aktywnej polityki przemysłowej w celu ochrony miejsc pracy przed globalną konkurencją. | Publicyści wskazują na błędy krajowej polityki gospodarczej ostatnich lat i negatywne skutki unijnej polityki klimatycznej dla polskiego przemysłu.

Mentioned People

  • Tomasz Zieliński — Vorsitzender der Polnischen Kammer der Chemischen Industrie (PIPC).