Die Regierung hat einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Gesetzes über die Gestaltung der Agrarstruktur angenommen, der den Handel mit landwirtschaftlichen Immobilien auf dem privaten Markt erheblich vereinfachen soll. Die neuen Vorschriften, die vom Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung vorbereitet wurden, beseitigen bürokratische Hindernisse für Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit umwandeln. Eine wesentliche Änderung ist die Abschaffung der Verpflichtung zur Einholung einer Genehmigung des Nationalen Zentrums für die Unterstützung der Landwirtschaft bei Transformationsprozessen von Unternehmen sowie die Präzisierung des Vorkaufsrechts des Staates.

Keine Genehmigung des KOWR erforderlich

Ein Unternehmer, der sein Unternehmen in eine Gesellschaft umwandelt, benötigt keine Genehmigung des Generaldirektors des KOWR mehr für den Erwerb landwirtschaftlicher Immobilien.

Präzisierung der Vorkaufsrechtsregeln

Das neue Gesetz legt klar fest, wann das Nationale Zentrum für die Unterstützung der Landwirtschaft das Recht behält, Land bei Fusionen und Übernahmen zu erwerben.

Unterstützung für Investitionen

Die Reform zielt auf Deregulierung ab, die es Unternehmen erleichtert, ihre Geschäftstätigkeit zu entwickeln und neue Projekte ohne übermäßige Formalitäten umzusetzen.

Die Regierungsreform zielt auf eine tiefgreifende Deregulierung des Marktes für landwirtschaftliche Immobilien in Polen ab. Gemäß dem am Dienstag angenommenen Entwurf müssen Unternehmer, die ein Einzelunternehmen in eine Handelsgesellschaft umwandeln, nicht mehr beim Nationalen Zentrum für die Unterstützung der Landwirtschaft eine Genehmigung zum Erwerb landwirtschaftlicher Flächen beantragen. Dies ist eine Veränderung von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung des polnischen Agrobusiness, da die bisherigen Verfahren oft langwierig und interpretationsbedürftig waren. Zudem werden Gesellschaften, die sich in andere Kapitalgesellschaften umwandeln, vollständig von Beschränkungen beim Grunderwerb befreit, was die Konsolidierung und Professionalisierung des Agrar- und Ernährungssektors im ganzen Land fördern soll. Das Gesetz über die Gestaltung der Agrarstruktur wurde 2003 eingeführt, um spekulativen Landaufkauf zu verhindern, doch spätere Novellen aus den Jahren 2016 und 2019 schränkten den Kreis der zum Erwerb berechtigten Personen streng ein. Die Novelle führt auch präzise Regeln für das Vorkaufsrecht des Staates an landwirtschaftlichen Flächen ein. Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung weist darauf hin, dass die Reduzierung von Formalitäten bei Unternehmensumwandlungen einen reibungsloseren Kapitalfluss ermöglichen und die Rechtssicherheit für Investoren erhöhen wird. Bisher hatte der Generaldirektor des KOWR umfangreiche Kontrollbefugnisse, die nach Ansicht der Autoren des Entwurfs in bestimmten Fällen von Unternehmensumwandlungen eine unnötige administrative Belastung darstellten. Die Kanzlei des Ministerpräsidenten betont, dass diese Änderungen Teil eines umfassenderen Deregulierungspakets der Regierung sind, das darauf abzielt, einheimische Unternehmen angesichts des wachsenden Wettbewerbs auf europäischen Märkten zu unterstützen. Reform der Vorschriften zum Bodenverkehr: Genehmigung des KOWR für den Erwerb: Bei Umwandlungen erforderlich → Keine Anforderung bei Unternehmensumwandlungen; Umwandlung in eine Gesellschaft: Beschränkter Grunderwerb → Grunderwerb ohne zusätzliche Genehmigungen; Auslegung der Vorschriften: Unklarheiten bei Fusionen → Eindeutige Präzisierung Der Gesetzentwurf geht nun in die Beratungen des Sejm. Experten prognostizieren, dass das neue Gesetz bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2026 in Kraft treten könnte, was zeitlich mit anderen geplanten Initiativen zur Modernisierung des polnischen Dorfes zusammenfällt. Die Regierung hofft, dass die Vereinfachung der Regeln für den Bodenverkehr junge Landwirte und Unternehmer ermutigen wird, in moderne Verarbeitungstechnologien zu investieren, ohne Angst vor bürokratischen Blockaden zu haben. 0 zł — Kosten für die Genehmigungseinholung nach Inkrafttreten der Novelle

Betonung der wirtschaftlichen Freiheit, Beseitigung bürokratischer Hindernisse für Unternehmen und Notwendigkeit der Modernisierung des Agrarsektors durch privates Kapital. | Akzentuierung des Schutzes polnischen Bodens vor Spekulation und potenzielle Risiken einer Schwächung der staatlichen Kontrolle über landwirtschaftliche Flächen.