Das spanische Handelsdefizit stieg im Jahr 2025 um fast 42 Prozent auf 57 Milliarden Euro. Obwohl der Warenexport einen symbolischen Anstieg von 0,7 Prozent verzeichnete, lag diese Rate deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Die Situation wurde durch einen sprunghaften Anstieg der Importe verschärft, der durch eine starke Inlandsnachfrage angetrieben wurde. Gleichzeitig schlossen Deutschland das Jahr mit einem deutlichen BIP-Wachstum ab, und die USA hielten trotz restriktiver Zollpolitik ein hohes Defizit aufrecht.
Rekordhandelsdefizit
Die Handelsbilanz Spaniens schloss mit einem Verlust von 57 Milliarden Euro ab, was einen Anstieg des Defizits um 41,7% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Schwache Exportdynamik
Der Warenexport stieg lediglich um 0,7%, was ein deutlich schlechteres Ergebnis ist als der Durchschnitt für die Europäische Union von 2,4%.
Wachstum der deutschen Wirtschaft
Die Bundesbank informierte, dass Deutschland Ende 2025 ein starkes Wachstum verzeichnete, das hauptsächlich durch den Binnenkonsum angetrieben wurde.
Rekordzahl neuer Unternehmen
In Spanien wurden über 128.000 neue Handelsgesellschaften gegründet, was einem Wachstum von 7,9% entspricht und das beste Ergebnis seit Jahren darstellt.
Das Jahr 2025 erwies sich als schwierige Zeit für den spanischen Außenhandel. Laut Daten des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Unternehmen vertiefte sich das Handelsbilanzdefizit der Handelsbilanz um 41,7% und erreichte einen Wert von 57,05 Mrd. Euro. Ursache dafür war vor allem das dynamische Wachstum der Importe um 4,6% bei gleichzeitiger Verlangsamung der Exportdynamik, die nur um 0,7% stieg. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Exportwachstum in der gesamten Europäischen Union betrug 2,4%, was auf einen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Wirtschaft auf internationaler Ebene hinweist. Besonders schmerzhaft war der 8-prozentige Rückgang des Warenverkaufs in die Vereinigten Staaten, den Experten mit neuen Zolltarifen in Verbindung bringen. Spanien kämpft historisch gesehen mit einer negativen Handelsbilanz, was auf die große Abhängigkeit vom Import von Energierohstoffen zurückzuführen ist, obwohl in den letzten Jahren die Entwicklung des Dienstleistungssektors und des Tourismus dazu beigetragen hat, die Leistungsbilanz auszugleichen.Trotz der negativen landesweiten Daten verzeichneten einzelne autonome Gemeinschaften Erfolge. Katalonien überschritt zum dritten Mal in Folge die Schwelle von 100 Milliarden Euro beim Export, und Andalusien stellte mit 40,4 Mrd. Euro einen eigenen Rekord auf. In Kastilien und León stieg der Export um 0,2%, hauptsächlich dank des Automobilsektors, der für fast 39% des regionalen Umsatzes verantwortlich ist. In Deutschland hingegen, wie die Bundesbank mitteilt, schloss die Wirtschaft das Jahr mit einem deutlichen Wachstum ab, angetrieben durch private und öffentliche Nachfrage, obwohl die Prognosen für die ersten Monate des Jahres 2026 eine Abschwächung dieser Dynamik vorhersagen. Export ausgewählter Regionen Spaniens im Jahr 2025: Katalonien: 100.7, Andalusien: 40.4, Kastilien und León: 20.0, Navarra: 11.5, Córdoba: 3.457 Mrd. EUR — das ist das Rekordhandelsdefizit Spaniens im Jahr 2025„Die Exportstagnation zusammen mit dem Importwachstum hat das Handelsbilanzdefizit für Waren im Jahr 2025 erheblich verschlechtert.” — Klub Eksporterów HiszpaniiAußenhandel Spaniens 2025 vs 2024: Exportwachstum: -0.9% → +0.7%; Defizitwert: 40.2 Mrd. EUR → 57.0 Mrd. EUR; Anzahl neuer Unternehmen: 119 400 → 128 871
Mentioned People
- Jose Antonio Fernandez de Pinto — Generaldirektor für Versicherungen und Pensionsfonds im Ministerium für Wirtschaft.