Die Mittwochsspiele im Viertelfinale des STS-Pokals Polens lieferten enorme Emotionen und sensationelle Entscheidungen. Der Drittligist Zawisza Bydgoszcz eliminierte den Zweitligisten Chojniczanka Chojnice nach einer dramatischen Elfmeterserie. Von den Wettbewerben verabschiedete sich auch Lech Poznań, der auf eigenem Platz gegen Górnik Zabrze unterlag. Der Kolejorz nutzte einen Elfmeter nicht und beendete das Spiel zu zehnt, was die Träume der Posener um einen Titelgewinn in der laufenden Saison zunichtemachte.

Drittligist im Halbfinale

Zawisza Bydgoszcz eliminierte sensationell Chojniczanka im Elfmeterschießen und ist damit der einzige Vertreter einer so niedrigen Spielklasse in dieser Runde.

Niederlage von Lech Poznań

Der Kolejorz schied aus dem Wettbewerb nach einer Niederlage gegen Górnik Zabrze aus, verschoss einen Elfmeter und verlor einen Spieler nach einer roten Karte.

Trainerwechsel bei Widzew

Aleksandar Vuković hat offiziell die Leitung des Łódźer Vereins übernommen und ersetzt den entlassenen Igor Jovičević.

Der Wettbewerb in der diesjährigen Ausgabe des Polnischen Pokals trat in die entscheidende Phase ein und brachte Entscheidungen, die nur wenige Experten erwartet hatten. Die größte Sensation ist der Einzug von Zawisza Bydgoszcz ins Halbfinale. Das Team, das normalerweise in der dritten Liga spielt, besiegte den Zweitligisten Chojniczanka Chojnice. Das Spiel in Bydgoszcz war äußerst ausgeglichen und brachte weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung eine Entscheidung. Über das Schicksal des Aufstiegs entschied der Elfmeterschießen, bei dem sich die Gastgeber als besser erwiesen. Dieser Erfolg erinnert an den größten Triumph des Vereins aus dem Jahr 2014, als die Bydgoszczer die Trophäe gewannen. Der Polnische Pokal, auch „Pokal der Tausend Mannschaften“ genannt, ist der älteste und massenwirksamste Fußballwettbewerb des Landes, dessen erste Ausgabe 1926 stattfand. Der Sieger erhält das Startrecht für die Qualifikation zu den europäischen Pokalwettbewerben. Ebenso große Emotionen begleiteten das Topspiel in Poznań, wo Lech Górnik Zabrze empfing. Die Begegnung endete mit einem Sieg der Gäste, was die Medien als schweren Schlag für den polnischen Meister bezeichneten. Lech Poznań enttäuschte seine Fans, indem er günstige Situationen, darunter einen vom Górnik-Torhüter gehaltenen Elfmeter, nicht nutzte. Die Situation der Gastgeber wurde durch eine rote Karte erschwert, die ein Spiel in Unterzahl für einen Großteil der zweiten Halbzeit erforderte. Das Tor für die Zabrzaner, von Kommentatoren als „echter Volltreffer“ beschrieben, besiegelte den Aufstieg der Mannschaft aus Oberschlesien. Die Kritik traf nicht nur die Leistung der Spieler, sondern auch den katastrophalen Zustand des Rasens im Stadion an der Bułgarska-Straße, der ein flüssiges Spiel erschwerte. „Zdecydowały małe rzeczy, jeden błąd w obronie i niewykorzystana jedenastka. Trudno zaakceptować fakt, że żegnamy się z tymi rozgrywkami już teraz.” (Entschieden haben die kleinen Dinge, ein Fehler in der Abwehr und ein nicht verwandelter Elfmeter. Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir uns jetzt schon von diesem Wettbewerb verabschieden.) — Mariusz Rumak Im Schatten dieser Ereignisse laufen die Vorbereitungen für das letzte Viertelfinale, in dem Avia Świdnik auf Raków Częstochowa trifft. Favorit bleibt das Team aus der Ekstraklasa, doch die Beispiele von Zawisza und Górnik zeigen, dass in Pokalwettbewerben die Ligahierarchie oft keine Rolle spielt. Gleichzeitig brodelt es im polnischen Vereinsfußball aus personellen Gründen. Widzew Łódź hat offiziell den Trainer gewechselt – Igor Jovičević wurde durch Aleksandar Vuković ersetzt. Der neue Trainer soll die Ergebnisse des Teams sofort verbessern, andernfalls droht der Kampf um den Klassenerhalt. Die Dynamik der Veränderungen im polnischen Fußball, von Pokalsensationen bis zu Wechseln auf der Trainerbank, kündigt ein äußerst intensives Saisonfinale an.

Perspektywy mediów: Posener Medien konzentrieren sich auf Schiedsrichterfehler und den katastrophalen Rasenzustand und erklären damit die Niederlage von Lech. Landesweite und schlesische Medien loben die Kampfkraft von Górnik und den historischen Erfolg des Drittligisten Zawisza Bydgoszcz.

Mentioned People

  • Igor Jovičević — Ehemaliger Trainer von Widzew Łódź, aufgrund unbefriedigender Ergebnisse entlassen.
  • Aleksandar Vuković — Neuer Trainer von Widzew Łódź, zuvor bei Legia Warschau tätig.
  • Mariusz Rumak — Trainer von Lech Poznań, kommentierte die Niederlage gegen Górnik Zabrze.