In der 22. Runde der PKO Ekstraklasa besiegte Pogoń Szczecin sensationell auswärts Górnik Zabrze mit 1:0. Über das Schicksal der Partie entschied ein Elfmeter in der Nachspielzeit, den Fredrik Ulvestad sicher verwandelte. Für die Mannschaft aus Szczecin ist dies ein historisches Brechen des „Fluches“ des Stadions an der Roosevelt-Straße, wo sie seit 2009 nicht mehr gewinnen konnten. Die Niederlage der Gastgeber kostete sie die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen.

Durchbrechen einer jahrelangen Serie

Die Hafenstädter gewannen in Zabrze zum ersten Mal seit fast 17 Jahren und beendeten damit eine seit Mai 2009 andauernde Serie.

Entscheidender Elfmeter in der Schlussphase

Fredrik Ulvestad erzielte das einzige Tor in der 90. Minute nach einer umstrittenen VAR-Analyse und einem Handspiel von Josema.

Górnik verliert den Spitzenplatz

Die Zabrzaner konnten trotz großer Überlegenheit und Schüssen auf den Torrahmen keine Punkte erzielen und nicht auf den ersten Platz aufsteigen.

Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt

Der Sieg ermöglicht es Pogoń, sich von der Abstiegszone zu distanzieren und einen Vorsprung gegenüber den Rivalen aus dem Tabellenkeller aufzubauen.

Das Samstagsduell in Zabrze sollte für die Gastgeber eine Formalität sein, die die Rückkehr an die Tabellenspitze ermöglichte. Górnik Zabrze, der Vizemeister, setzte von Beginn an ein hohes Tempo und dokumentierte seine Überlegenheit mit Schüssen auf den Torrahmen. Maksym Chłań war dem Glück am nächsten, dessen Schuss den Pfosten traf und dessen nächster Versuch die Latte erschütterte. Pogoń Szczecin, die die unteren Tabellenregionen mit einem geringen Vorsprung vor der Abstiegszone belegt, gab in der ersten Spielstunde keinen einzigen gezielten Schuss ab und konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Defensive. Die Wende kam in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit. Nach Eingreifen des VAR-Systems sah der Schiedsrichter eine Handspiel-Aktion des Verteidigers Josema im Strafraum. Fredrik Ulvestad trat an den auf dem Elfmeterpunkt platzierten Ball und besiegte mit einem sicheren Schuss den Torhüter der Gastgeber. Dieser Sieg beendet eine unrühmlich Serie von 6127 Tagen ohne Sieg der Hafenstädter in Zabrze. Trainer Thomas Thomasberg betonte nach dem Spiel, dass die Entschlossenheit und der Charakter seiner Schützlinge die in der Mehrheit der Partie sichtbaren Mängel in der Offensive wettmachten. Die Rivalität zwischen Górnik und Pogoń hat eine lange Tradition, doch das Stadion in Zabrze wurde für die Szczeciner seit Mai 2009 zu einer uneinnehmbaren Festung. Seitdem bestritten die Hafenstädter dort über ein Dutzend Spiele, von denen die meisten mit ihren Niederlagen endeten, was in den Sportmedien den Namen „Zabrze-Fluch“ erhielt. Die Niederlage von Górnik ist umso schmerzhafter, als das Team von Michal Gasparik die Chance hatte, Jagiellonia Białystok zu überholen und Spitzenreiter der Liga zu werden. Stattdessen verzeichneten die Zabrzaner den zweiten Punktverlust in Folge gegen einen niedriger platzierten Rivalen. Pogoń hingegen verbesserte dank der unter dramatischen Umständen errungenen drei Punkte seine Situation im Kampf um den Klassenerhalt erheblich und distanzierte sich von der Abstiegszone. „I knew the history of Pogoń's matches in Zabrze, so this victory pleases us all the more.” (Ich kannte die Geschichte der Spiele von Pogoń in Zabrze, daher freut uns dieser Sieg umso mehr.) — Thomas Thomasberg 6002 — Tage wartete Pogoń auf einen Sieg in Zabrze Torschüsse im Spiel: Górnik Zabrze: 5, Pogoń Szczecin: 1

Mentioned People

  • Fredrik Ulvestad — Norwegischer Mittelfeldspieler von Pogoń Szczecin, Torschütze des Siegtreffers per Elfmeter.
  • Thomas Thomasberg — Trainer von Pogoń Szczecin, der das Team zum historischen Durchbruch in Zabrze führte.
  • Michal Gasparik — Trainer von Górnik Zabrze, der auf das fehlende Glück und die mangelnde Qualität im Spiel seines Teams hinwies.
  • Maksym Chłań — Spieler von Górnik Zabrze, der zweimal den Torrahmen der Gegner traf.