Pogoń Szczecin besiegte auswärts Górnik Zabrze mit 1:0 im Spiel des 22. Spieltags der PKO Ekstraklasa. Das einzige Tor erzielte Fredrik Ulvestad per Elfmeter in der 91. Spielminute. Für die Portowcy ist dies der erste Sieg an der Roosevelt-Straße seit 2009, was eine Serie von über 6000 Tagen ohne Sieg in dieser Stadt beendet. Die Niederlage raubte Górnik die Chance auf Übernahme der Tabellenführung der Tabelle.

Durchbrechen eines jahrelangen Fluchs

Der 1:0-Sieg ist der erste Sieg von Pogoń Szczecin in Zabrze nach über 6000 Tagen Pause, die bis September 2009 zurückreicht.

VAR entscheidet in der Schlussphase

Das einzige Tor fiel durch einen Elfmeter in der 91. Minute, der nach einer Videobeweis-Überprüfung eines Handspiels von Josema gegeben wurde.

Górnik verpasst Chance auf Tabellenführung

Die Niederlage des Tabellenzweiten führte dazu, dass die Zabrzaner Jagiellonia Białystok an der Spitze der Ekstraklasa-Tabelle nicht überholen konnten.

Offensivschwäche und Pech

Maksym Chłań traf zweimal den Torrahmen, und Pogoń schoss erst in der Schlussphase den ersten gezielten Schuss.

Die Samstagsbegegnung in der Arena Zabrze sollte für die Gastgeber ein Schritt in Richtung polnische Meisterschaft sein. Górnik Zabrze, Tabellenzweiter, empfing den um den Klassenerhalt kämpfenden Pogoń Szczecin. Von den ersten Minuten an dominierten die Zabrzaner, doch es fehlte ihnen an Effizienz. Die Situation wurde durch Pech nicht erleichtert – die Schüsse von Maksym Chłań prallten an die Pfosten und die Latte des von den Gästen gehüteten Tores. Pogoń konzentrierte sich während eines Großteils des Spiels ausschließlich auf tiefe Verteidigung und gab keinen einzigen gezielten Schuss bis zur 70. Spielminute ab. Die Dramatik des Spiels erreichte ihren Höhepunkt in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit. Nach Eingreifen des VAR-Systems erkannte der Schiedsrichter ein Handspiel des Verteidigers der Gastgeber, Josema. Fredrik Ulvestad verwandelte den Elfmeter sicher und sicherte den Stettinern drei sensationelle Punkte. Die Rivalität zwischen Górnik und Pogoń reicht bis in die 1950er Jahre zurück, doch das Stadion in Zabrze war für die Stettiner seit 2009 eine uneinnehmbare Festung. Über 16 Jahre lang konnten die Portowcy dort keine vollen Punkte holen, was die Medien als „Zabrze-Fluch” bezeichneten.Der Trainer von Górnik, Michal Gasparik, verbarg nach dem Spiel seine Enttäuschung nicht und verwies auf mangelnde Qualität in den Schlüsselmomenten und fehlendes Glück vor dem Tor des Gegners. Der Trainer der Gäste, Thomas Thomasberg, lobte hingegen den Charakter seiner Mannschaft, die nach einer Serie schwacher Auswärtsspiele die Schwächephase im unerwartetsten Moment durchbrechen konnte. Parallel dazu wurden in den unteren Ligen hohe Niederlagen der Reservemannschaft von Śląsk Wrocław sowie ein Beleuchtungsausfall in Pruszków während des Spiels von Znicz gegen Pogoń Grodzisk Mazowiecki verzeichnet. „I knew the history of Pogoń's matches in Zabrze, so this victory pleases us all the more.” (Ich kannte die Geschichte der Spiele von Pogoń in Zabrze, deshalb freut uns dieser Sieg umso mehr.) — Thomas Thomasberg6002 — Tage dauerte die Serie von Pogoń ohne Sieg in ZabrzeSpielstatistiken Górnik - Pogoń: Schüsse insgesamt Górnik: 14, Schüsse insgesamt Pogoń: 4, Schüsse aufs Tor Górnik: 3, Schüsse aufs Tor Pogoń: 1Tabellenspitze der Ekstraklasa (vorläufig): 1. Jagiellonia Białystok (Spitzenreiter); 2. Górnik Zabrze (Kein Aufstieg); 3. Raków Częstochowa (Im Rennen)

Mentioned People

  • Fredrik Ulvestad — Norwegischer Mittelfeldspieler von Pogoń Szczecin, Torschütze des Siegtreffers per Elfmeter.
  • Michal Gasparik — Trainer von Górnik Zabrze, der nach dem Spiel die mangelnde Effizienz seines Teams kritisierte.
  • Thomas Thomasberg — Trainer von Pogoń Szczecin, freute sich über das Durchbrechen der historischen Serie ohne Sieg in Zabrze.
  • Maksym Chłań — Spieler von Górnik Zabrze, der im Spiel unglückliche Schüsse auf Pfosten und Latte abgab.