Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat Strafbefehle gegen zwei Fischer von der Insel Rügen erlassen und sie für den Tod geschützter Kegelrobben im Jahr 2024 verantwortlich gemacht. Die 43 und 66 Jahre alten Männer wurden mit Geldstrafen in Höhe von dreimonatigen Einkünften bestraft. Nach Angaben der Ermittler unterließen die Fischer den Einsatz von Schutzmaßnahmen, was zum Ertrinken der auf Nahrungssuche in den Netzen befindlichen Tiere führte.
Anklage gegen Fischer
Zwei Männer im Alter von 43 und 66 Jahren müssen sich für den Tod geschützter Kegelrobben vor der Küste Rügens verantworten.
Fehlende Netzsicherungen
Die Ermittlungen ergaben, dass die Fischer keine Schutzgitter in Reusennetzen angebracht hatten, was zum Ertrinken der Tiere führte.
Hohe Geldstrafen
Es wurden Strafbefehle erlassen, die Geldstrafen in Höhe von dreimonatigen Einkünften für jeden der Angeklagten umfassen.
Die deutsche Justiz zieht Konsequenzen gegenüber den Verantwortlichen für die tragischen Ereignisse vor der Küste Rügens im Herbst 2024. Damals spülte das Meer zahlreiche tote Kegelrobben an Land, was eine Welle der Empörung unter Umweltschützern und der lokalen Bevölkerung auslöste. Die Staatsanwaltschaft Stralsund beantragte nach eingehenden Ermittlungen beim Gericht die Erlassung von Strafbefehlen gegen zwei Berufsfischer. Die Ermittler bewiesen, dass die 43 und 66 Jahre alten Männer ihrer Pflicht zur Sicherung ihrer Fanggeräte nicht nachkamen, was direkt zum Tod von mindestens fünf Tieren beitrug, obwohl von einer deutlich höheren Opferzahl ausgegangen wird. Die Kegelrobbe, einst eine im Baltikum nahezu ausgerottete Art, erholt sich seit einigen Jahrzehnten langsam dank strengem rechtlichem Schutz und internationalen Übereinkommen. Der Interessenkonflikt zwischen Fischerei und Schutz von Meeressäugern bleibt jedoch eine der größten Herausforderungen für das Ökosystem der Ostsee.Der Mechanismus der Tragödie wiederholte sich: Robben, die von leichter Beute angelockt wurden, schwammen in die von den Angeklagten verwendeten Reusen ein. Da diese Tiere Säugetiere sind, müssen sie regelmäßig zum Luftholen an die Oberfläche schwimmen. Das Fehlen geeigneter Schutzgitter verhinderte ihre Flucht, was zum Ersticken der Tiere unter Wasser führte. Die Staatsanwaltschaft wertete dies als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Den Fischern wurden Geldstrafen in Höhe ihrer dreimonatigen Einkünfte auferlegt. Wenn sie innerhalb von zwei Wochen keinen Einspruch einlegen, werden die Urteile rechtskräftig. Andernfalls geht die Sache an das Amtsgericht. 40 — so viele Robben könnten aufgrund der Nachlässigkeiten ums Leben gekommen sein Die Verteidigung der Fischer und die Angeklagten selbst haben nun Zeit, die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zu prüfen. Dieser Fall stellt einen wichtigen Präzedenzfall für die gesamte Ostseeregion dar und unterstreicht, dass Artenschutz nicht nur eine Papiervorschrift ist, sondern mit realer strafrechtlicher Verantwortung verbunden ist. Lokale Umweltorganisationen hoffen, dass dieses Urteil andere Fischer dazu bewegen wird, sicherere Fangtechniken anzuwenden, wie etwa Netze mit Warnsystemen oder mechanischen Barrieren, die das Eindringen größerer Tiere in die Fallen verhindern. Liberale Medien betonen den Erfolg des Naturschutzes und die Notwendigkeit strenger Bestrafung für die Zerstörung des Ostsee-Ökosystems durch die Fischereibranche. | Konservative Medien weisen auf die schwierige Lage der Fischer hin und bewerten die Höhe der Geldstrafen als harte Strafe für unbeabsichtigte Vorfälle.