Die letzte Handelssitzung im Februar 2026 brachte historische Rekorde an den Börsen in Europa und Japan, während der amerikanische Markt mit einer Korrektur im Technologiesektor zu kämpfen hat. Der japanische Nikkei-Index verschob erneut die Allzeithöchstmarke, und die europäischen Parkette steuern auf die längste Serie monatlicher Gewinne seit 13 Jahren zu. Investoren beobachten jedoch besorgt eine Verlangsamung des Kapitalzuflusses in Aktienfonds, was mit Bedenken hinsichtlich der Bewertungen von Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz zusammenhängt.
Rekorde des japanischen Nikkei
Der Aktienindex in Tokio verschob erneut die historische Grenze und schloss auf dem höchsten Stand aller Zeiten, trotz Anzeichen von Atemnot in Asien.
Korrektur des KI-Sektors in den USA
Die Aktien des Unternehmens Nvidia fielen um über 5 Prozent, was den Technologiesektor nach unten zog und die Zuflüsse in globale Aktienfonds drosselte.
Hausse in Europa hält an
Die europäischen Märkte steuern darauf zu, den achten Wachstumsmonat in Folge abzuschließen, was die längste solche Serie seit dreizehn Jahren ist.
Kapitalabfluss aus Korea
Ausländische Fonds zogen fast 5 Milliarden US-Dollar aus dem koreanischen Chip-Sektor ab und realisierten Gewinne nach den jüngsten Kursanstiegen.
Das Ende des Februars 2026 wird in die Geschichte der Kapitalmärkte als Moment seltener Divergenz zwischen globalen Finanzzentren eingehen. In Japan stellte der Nikkei 225 erneut ein historisches Schlusshoch auf, was den anhaltenden Bullenmarkt dort bestätigt, der von Unternehmensreformen und einem schwachen Yen angetrieben wird. Gleichzeitig feiern Investoren in Europa eine außergewöhnliche Erfolgsserie; die kontinentalen Indizes sind auf dem Weg, den achten Monat in Folge mit einem Plus abzuschließen, was die längste solche Serie seit 2013 darstellt. Der Optimismus auf dem Alten Kontinent wuchs trotz gemischter Stimmung im Bankensektor, wo italienische Institute wie Monte dei Paschi di Siena und Mediobanca nach der Veröffentlichung neuer Industriestrategien unter Druck gerieten. Ein völlig anderes Bild zeigt sich an der amerikanischen Börse, wo Terminkontrakte auf die Nasdaq- und S&P-500-Indizes deutliche Schwäche aufweisen. Hauptursache für die Verschlechterung der Stimmung ist eine Korrektur im Halbleiter- und KI-Technologiesektor. Nvidia, bisheriger Antriebsmotor der globalen Aufwärtsbewegungen, verzeichnete einen schmerzhaften Abschlag von über 5 %, was eine Welle von Fragen zur Nachhaltigkeit des aktuellen Technologiezyklus auslöste. Daten aus der Kapitalflussüberwachung zeigen, dass die globalen Zuflüsse in Aktienfonds auf den niedrigsten Stand seit fünf Wochen gesunken sind, was zunehmende Vorsicht der Manager gegenüber risikoreichen Anlagen nahelegt. Die heutige Struktur der US-Aktienindizes ist stark auf die sieben größten Technologieunternehmen konzentriert, was dazu führt, dass jede Turbulenz im Silicon-Sektor einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf die globalen Finanzmärkte hat als in früheren Jahrzehnten. Interessante Entwicklungen gab es auch am koreanischen Markt, wo es zu einem massiven Ausverkauf von Aktien der Chip-Hersteller durch ausländisches Kapital kam. Globale Fonds zogen dort fast 5 Milliarden US-Dollar ab, nachdem es zuvor zu heftigen Kursanstiegen gekommen war, was zu ungewöhnlichen Schwankungen bei ETF-Einheiten führte. Investoren suchen derzeit nach neuen Impulsen und warten auf die Veröffentlichung von Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt, die Licht auf die weiteren Schritte der Federal Reserve in Bezug auf die Zinssätze werfen könnten. In Europa hingegen resultiert die Stabilität aus guten Finanzergebnissen von Industrieunternehmen, die den Enthusiasmusrückgang gegenüber dem Big-Tech-Sektor ausglichen. „Global equity fund inflows cool to a five-week low on AI concerns” (Die Zuflüsse in globale Aktienfonds kühlen sich auf ein Fünfwochentief ab, bedingt durch KI-Bedenken.) — Reuters-Analyse
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen das Risiko einer Spekulationsblase in der Technologie und die Notwendigkeit einer Korrektur der Bewertungen von KI-Giganten. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Rekordergebnisse Japans und Europas als Beweis für die Stärke traditioneller wirtschaftlicher Fundamentaldaten.