Das Unternehmen Welly Red srl hat einen Plan für den Bau eines Wasserkraftwerks am Fuße der Vajont-Staumauer in der Region Friaul-Julisch Venetien eingereicht. Die Investition in Höhe von 12 Millionen Euro soll den Flusslauf nutzen, stößt jedoch auf heftigen Widerstand der lokalen Gemeinschaften. Für viele Bewohner des Tals ist das Gebiet ein heiliger Ort, der an die Tausenden Opfer der Katastrophe von 1963 erinnert, was jeden technischen Eingriff höchst kontrovers macht.

Der Plan für ein neues Wasserkraftwerk am Fuße der historischen Vajont-Staumauer hat eine Welle der Empörung unter Anwohnern und lokalen Behörden in Norditalien ausgelöst. Die Firma Welly Red srl hat bei den Behörden der Region Friaul-Julisch Venetien einen Antrag auf Umweltverträglichkeitsprüfung für das 12 Millionen Euro teure Projekt gestellt. Die Anlage soll in der Gemeinde Erto e Casso entstehen und den Wasserfluss zur Energieerzeugung nutzen. Während der Bürgermeister von Erto e Casso dem Projekt vorläufig zugestimmt hat und wirtschaftliche Vorteile anführt, lehnen benachbarte Gemeinden in der Region Venetien, darunter Longarone, den Vorschlag kategorisch ab. Für die Bewohner des Tals ist das Gebiet kein gewöhnliches Investitionsgelände, sondern ein Symbol der nationalen Tragödie und ein Gedenkort für fast zweitausend Opfer. Am 9. Oktober 1963 ereignete sich in Vajont eine der größten Industriekatastrophen in der Geschichte Europas. Ein gigantischer Erdrutsch vom Gipfel des Monte Toc stürzte in den Stausee und löste eine Flutwelle aus, die die Stadt Longarone und umliegende Dörfer von der Landkarte fegte. Gegner der Investition betonen, dass das Gebiet den Status eines „heiligen Ortes” hat und jeder Versuch seiner kommerziellen Nutzung eine Beleidigung des Andenkens der Toten sei. Kritiker weisen darauf hin, dass die vom Investor vorgeschlagene Technologie zwar moderner und weniger invasiv ist als früher abgelehnte Projekte (der erste Versuch fand 1996 statt), die ethische Dimension jedoch unverändert bleibt. Die Unterlagen wurden in das VIA-Verfahren <przypis title=