Die polnische Skisprung-Nationalmannschaft verzeichnete einen der schlechtesten Auftritte der letzten Jahre in den Qualifikationen für den Samstags-Wettkampf im Skifliegen auf der Mammutschanze Kulm in Bad Mitterndorf. Nur zwei polnische Vertreter, Piotr Żyła und Aleksander Zniszczoł, schafften den Aufstieg. Paweł Wąsek und andere Kaderathleten schieden aus dem Wettbewerb aus, was die Medien als „harte Landung“ nach den kürzlich beendeten Olympischen Spielen bezeichnen.
Niederlage in den Qualifikationen
Lediglich zwei polnische Skispringer erkämpften sich den Aufstieg zum Hauptwettkampf auf der Mammutschanze in Österreich.
Welle der Disqualifikationen von Stars
Norwegische Skispringer wurden wegen regelwidriger Anzüge von den Wettkämpfen ausgeschlossen, was das Kräfteverhältnis veränderte.
Krise nach den Olympischen Spielen
Experten weisen darauf hin, dass das Ergebnis von Kulm das schlechteste Resultat des polnischen Kaders seit über einem Jahrzehnt ist.
Das Wochenende mit Skiflügen im österreichischen Bad Mitterndorf begann für das polnische Team auf dramatische Weise. Die Ergebnisse der Freitags-Qualifikationen auf der Schanze Kulm offenbarten eine tiefe Formkrise, in der sich die Schützlinge von Thomas Thurnbichler direkt nach der Rückkehr von den Olympischen Spielen befinden. Lediglich zwei Polen qualifizierten sich für die Samstags-Wettkämpfe, ein Ergebnis, das in der polnischen Skisprunggeschichte seit 11 Jahren nicht mehr vorkam. Die Ehre der Mannschaft rettete Piotr Żyła, obwohl er selbst zugab, dass sein Sprung nicht ideal war, weil er „zu weit springen wollte“. Neben ihm werden wir im Wettkampf nur Aleksander Zniszczoł sehen. Die größte Enttäuschung traf Paweł Wąsek, der seine Verbitterung über seine Leistung nicht verbarg. Der Springer gab zu, dass er noch vor einer Woche mit Freude gesprungen sei und nun mit mangelnder Stabilität und weiteren Stürzen kämpfe. Die Sportmedien betonen, dass eine so schwache Verfassung der Weiß-Roten eine schmerzhafte Wahrheit über den Zustand des polnischen Kader-Nachwuchses sei. Kritisch über die technische Vorbereitung äußerte sich unter anderem Zbigniew Boniek und wies auf Fehler im Vorbereitungszyklus für die Saison hin. Der einzige Lichtblick im Hinblick auf die Zukunft sind die Erfolge des jungen Kacper Tomasiak, der seine Konkurrenten in Wettkämpfen niedrigerer Kategorie deklassiert und Hoffnung auf einen Generationswechsel gibt. Die Skiflugschanze Kulm in Bad Mitterndorf, eröffnet 1950, ist eine der fünf größten Skifluganlagen der Welt. Polen feierte hier historische Erfolge, darunter die WM-Medaille von Adam Małysz im Jahr 1996. Die Qualifikationen standen auch im Zeichen strenger Materialkontrollen, die mit der Disqualifikation mehrerer Spitzenathleten, darunter Vertreter Norwegens, endeten. Grund für den Ausschluss waren Abweichungen in den Abmessungen der Anzüge, die die zulässigen Normen um nur drei Millimeter überschritten. Diese Situation löste große Unruhe in der Springer-Szene aus und beeinflusste die endgültige Startliste für den Samstags-Wettkampf. Die Fans in Polen mussten sich zudem mit technischen Problemen auseinandersetzen, da eine Störung es einem Teil der Zuschauer unmöglich machte, die Live-Übertragung in den Sportkanälen zu verfolgen. „Chciałem za daleko skoczyć w tych kwalifikacjach i przedobrzyłem.” (Ich wollte in diesen Qualifikationen zu weit springen und habe es übertrieben.) — Piotr Żyła
Mentioned People
- Piotr Żyła — Polnischer Skispringer, einer von zweien, die sich für den Samstags-Wettkampf qualifizierten.
- Paweł Wąsek — Polnischer Skispringer, der in den Qualifikationen ausschied und große Verbitterung über seine Form äußerte.
- Kacper Tomasiak — Junges polnisches Talent, das Erfolge bei Juniorenwettkämpfen feiert.
- Kamil Stoch — Legendärer polnischer Skispringer, dessen Abschiedssaison Thema einer Dokumentation sein soll.